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Pilotprojekt

"Bio-Bistro" startet an der Realschule am Bömberg

08.04.2010 | 15:00 Uhr
"Bio-Bistro" startet an der Realschule am Bömberg

Iserlohn. „Gepiercte Hähnchenbrustfilets”, Rindergulasch mit Nudeln und Salat oder „Pasta della Mamma” stehen künftig neben „Fingerfood”, Müsli oder hausgemachten Bio-Waffeln, Pizza aus dem Pizzaofen und Kartoffelburgern auf dem Speiseplan des neuen „Bio-Bistros” in der Realschule am Bömberg.

Dort startet nach den Osterferien in der kommenden Woche die „Biowerkstatt Brunnert und Manz” ihr Pilotprojekt des „Bio-Bistros”, das bei Erfolg auch auf andere Iserlohner Schulen übertragen werden könnte, so der Öko-Koch Gerald Brunnert. „Unsere Vision ist es, so viele Schüler wie möglich einzubeziehen und gesunde Ernährung auch für andere Schulen schmackhaft zu machen”, erklärt Bio-Mentor Brunnert, der bereits mehrere Schulen in Meinerzhagen, Breckerfeld und Espelkamp bei solchen Angeboten beraten und biozertifiziert hat. Seine Philosophie bringt Gerald Brunnert auf die griffige Formel „Klimaschutz mit Messer und Gabel”. „40 Prozent der Schüler zu erreichen, wäre schon ein Erfolg”, sagt Gerald Brunnert.

Der frühere Küchenchef von Haus Ortlohn und sein von ihm ausgebildeter Koch haben beide den praxisnahen Bezug der Arbeit einer Großküche, jedoch mit ökologisch-regionalen und saisonal ausgerichteten Ansprüchen. Ihre Gerichte liegen bei 2,90 Euro, Snacks zwischen 1,50 und zwei Euro. Die Mitnahme-Mahlzeiten kredenzen sie in umweltfreundlichen Bechern aus Maisstärke. „Auf der Bildungsmesse Didacta waren das die Renner”, weiß der Iserlohner Ökokoch. Außerdem bietet das „Bio-Bistro” auch Müsli-Riegel an. Im Bistro soll es auch erfrischende Getränke geben, so genannte „Smoothies”, frisch püriertes Obst mit Sprudel und Saft.

„Das Essen soll vielfältig, abwechslungsreich und handwerklich sauber gekonnt jeden Tag frisch gemacht werden”, erläutert Gerald Brunnert das neue kulinarische Angebot der Realschule am Bömberg. „Hinzu kommt, dass die Schülerinnen und Schüler mit einbezogen werden sollen, sie werden in Hygiene geschult und sollen mithelfen, die Tische abzuputzen für die nächsten Schüler.” Sie sind an entsprechenden T-Shirts erkennbar.

Das bereits bestehende Angebot an der Schule, bei dem Mütter in der ersten Pause ein gesundes Frühstück mit belegten Brötchen anbieten, gebe es weiterhin.

Cornelia Merkel

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