250 Brote für Erdbebenopfer gebacken
08.02.2010 | 17:06 Uhr 2010-02-08T17:06:00+0100Iserlohn. „250 Brote in drei Stunden. Das muss uns erst einmal jemand nachmachen”, sagt Pfarrer Bernhard Laß.
Laß zog mit Schülern aus seinem Religionskurs der Klasse 12 der Abteilung Land- und Gartenbau in Letmathe ununterbrochen durch die Schule, um die frischen Brote an die Frau und den Mann zu bringen.
An drei Stellen wurde das „Brot des Lebens” beim Tag der offenen Tür im Berufskolleg an der Hansallee angeboten. Neben dem wandelnden Verkaufsstand gab es den Verkauf in der Backstube, der von den Bäckern organisiert war und in der laufend frisches Brot nachgebacken wurde. An einem Extrastand der Schüler des Religionskurses vor der Oase gab es zu dem Brotverkauf auch noch eine Umfrage zum Thema.
Die Idee zu der Aktion war im Religionsunterricht mit Bernhard Laß entstanden. In ihrem Kurs setzen sich die Schüler schon eine ganze Weile mit dem Thema auseinander: „Jesus spricht: Ich bin das Brot des Lebens - Wahrheit die trägt.” „Und eine Wahrheit, die trägt, muss erfahrbar sein. Darum hatten wir Innungsmeister Karl Schreiber eingeladen und mit ihm zusammen die Idee des Brotverkaufes zu Gunsten von Brot für die Welt ausgedacht. Als dann auch noch das Erdbeben in Haiti passierte, war klar, wofür das Brot sein sollte”, so die einhellige Meinung der Schüler. Und ihnen war bewusst: „Brot des Lebens brauchen die Menschen in Haiti jetzt ganz besonders, und das heißt aus unserer Sicht: 1. Nahrung, 2. medizinische Hilfe und 3. Zuwendung und Betreuung. Letztere darf auf gar keinen Fall fehlen, daran denkt man oft viel zu wenig, und für alles benötigt man Geld.”
Neben dem Erlös aus der Backaktion haben sich noch der Bücherverkauf der Hauswirtschaft und der Waffelverkauf des Religionsunterrichts mit dem Erlös von 90 Euro der Aktion angeschlossen, so dass am Ende die stolze Summe von 1012,70 Euro zusammenkam. Gelingen konnte das nur dank der großzügigen Spende an Mehl und Backzutaten der Bäckerinnung, dem Einsatz einige Bäcker in der Backstube und dem Engagement von Innungsmeister Karl Schreiber.
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