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St.-Aloysius-Gemeinde

25 Jahre Unterstützung für Good News Centre

04.06.2012 | 16:05 Uhr
25 Jahre Unterstützung für Good News Centre
25 Jahre Partnerschaft Kibargare Good News Centre Nairobi

Iserlohn. „Wenn wir mehr Geld haben, können wir mehr Kindern helfen, satt zu werden und etwas zu lernen,“ sagt Schwester Leah aus Kibagare in Kenia. So einfach ist das. Und groß ist ihre Freude, dass sie mit Spenden aus Iserlohn nach Hause zurück kehren kann.

In der Messfeier der St.-Aloysius-Gemeinde ist am Sonntag für Schwester Leah und ihr „Good News Centre“ gesammelt worden. „Ich habe einige große Scheine im Korb gesehen“, freute sich Pfarrer Johannes Hammer.

Seit 25 Jahren unterstützt die Iserlohner Gemeinde das „Zentrum der guten Nachricht“. Und aus diesem Anlass hat sie Schwester Leah nach Deutschland eingeladen. Eine große Jubelfeier gab es nicht. Zu groß ist die Not der Menschen in Kenia.

Und die Armut wächst. „Die Dürre auf dem Lande treibt immer mehr Menschen in die großen Städte, und die Slums wachsen“, berichtet die Afrikanerin im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Das „Good News Centre“ liegt am Rand eines solchen Slums. Schwester Leah und fünf Mitschwestern eines afrikanischen Ordens betreiben diese „Insel der Hoffnung“ - bis 2009 mit einem Kinderheim, jetzt mit einer Grundschule und einer weiterführenden Schule. „Insgesamt 935 Schüler werden hier unterrichtet“, berichtete Schwester Leah, die als Sozialarbeiterin ausgebildet ist, in der Aloysiuskirche. „Manche Kinder kommen mit leerem Magen in die Schule. Die einzige Mahlzeit, die sie bekommen, ist die in der Schule.“

Nach wie vor müssen viele Kinder abgewiesen werden, weil das Geld nicht reicht. Der Orden sucht sich die Kinder, die er betreuen kann, aus den ärmsten Familien selbst aus. Das hat schon zu viel Missgunst im Slum geführt. Doch als kürzlich bei einem Brand 50 Bewohner ihr gesamtes Hab und Gut verloren, spendete das Good News Centre Nahrung und Kleidung. Dadurch hat sich das Verhältnis entspannt.

Wenn sie nach ihren Wünschen und Träumen gefragt wird, sagt Schwester Leah, sie würde gern mehr für die Bildung der jungen Menschen tun. „Denn nur durch Bildung kommen sie aus ihrer Notlage raus,“ ist die Sozialarbeterin überzeugt.

Ob Osterkerzen oder Herbstkränze, Helfer aus der Aloysius-Gemeinde haben in 25 Jahren durch Basare und Verkaufsaktionen viel Geld für Kibagare erlöst.

Besuche und Gegenbesuche haben die Verbundenheit gestärkt.

Wo früher das Kinderheim war, ist jetzt eine Schule

In 25 Jahren ist viel passiert, wo früher das Kinderheim war, ist jetzt eine Schule, und die wird erweitert, um Ausbildung für Mädchen zu ermöglichen.

Um Rückblick und Ausblick zu halten, versammelten sich die Interessierten der Gemeinde nach dem Sonntagsgottesdienst zum Mittagessen im Haus der Begegnung. Anschließend wurden Bilder per Beamer gezeigt. Und der Kibagare-Kreis der Gemeinde freute sich, dass sogar Besuch aus Paderborn gekommen war. Magdalena Birkle, neue Missio-Diözesanreferentin, fand das Projekt so beachtenswert, dass sie sich persönlich informieren wollte. „Ein guter Beitrag für Entwicklung und Frieden“, lobte sie die Partnerschaft.

Von Helmut Rauer

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