Zwischen Geländeplan und Shuttlebus
31.08.2010 | 16:32 Uhr 2010-08-31T16:32:00+0200
Hemer.Hemer. Wann fährt der nächste Shuttlebus? Wo finde ich die Blumenhalle? Und gibt es auch Regenponchos? Es gibt wohl keine Frage rund um die Landesgartenschau, die Annegret Michael und Erna Reimann nicht beantworten können. Sie gehören zum Team der Ehrenamtlichen am Informationsstand und damit zu den „guten Geistern“ der LGS.
Von der schönen Landschaft, die mit Blumen, Himmelstreppe und Jübergturm hinter ihnen liegt, sehen Annegret Michael und Erna Reimann nicht viel, wenn sie am Informationsstand im Einsatz sind. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt den LGS-Besuchern. Deswegen kommt es für die beiden Damen auch nur selten infrage, sich auf die hohen Hocker zu setzen, sie stehen lieber und signalisieren den Gästen: Wir helfen ihnen gerne.
Annegret Michael und Erna Reimann gehören am Informationsstand zu einem Team von über 70 Helfern, darunter Mitarbeiter der Stadt, aber auch über 40 ehrenamtliche, die nicht nur aus Hemer kommen. „Auch Bürger aus Iserlohn oder anderen Städten der Umgebung engagieren sich in der Landesgartenschau“, freut sich Claudia Heetfeld von der Stadtverwaltung, die gemeinsam mit Nadine Schilling die Koordination des Info-Teams übernommen hat.
Für Annegret Michael und Erna Reimann, die beide auch Mitglied im LGS-Förderverein sind, stand von vornherein fest, dass sie ebenfalls mithelfen wollen, den NRW-Garten zu einer Attraktion für Jung und Alt werden zu lassen. „Es ist Ehrensache, dass ich für Hemer etwas mache“, sagt Erna Reimann. Und Annegret Michael ergänzt: „Ich stehe voll und ganz hinter der Landesgartenschau.“
Zu 80 Prozent, berichten die beiden, seien es ältere Menschen, die sich bei ihnen informieren. Gefragt sind vor allem Veranstaltungskalender, Geländeplan, Informationen zur Ausstellung in der Blumenhalle und in letzter Zeit auch Regenponchos. Aber auch über die Seniorennachmittage und -tanz sowie Auftritte von Schlagerstars lassen sich die Besucher gerne informieren. Viele Gäste, die von außerhalb kommen, wissen zudem nicht, dass es einen Shuttlebus gibt. „Wenn sie dann das Gelände betreten und die Himmelstreppe und den Turm sehen, haben sie Sorgen, dass sie dort nicht hinaufkommen“, so Erna Reimann. In solchen Fällen steht das Info-Team gerne mit Rat zur Seite - am Eingang Stadt wie in Deilinghofen. Gearbeitet wird täglich in zwei Schichten zu je vier Stunden.
„Die Arbeit macht einfach Spaß“, sagt Annegret Michael. „Und zu 95 Prozent sind die Menschen gut gelaunt, Beschwerden sind selten“, fügt Erna Reimann hinzu. Der Kontakt zu den Menschen liegt beiden besonders am Herzen. Und durch diese Nähe erleben Annegret Michael und Erna Reimann auch emotionale Momente mit, wie etwa im Fall einer Frau, die als Krankenschwester im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag VIA gearbeitet hat und beim Betreten der LGS zu Tränen gerührt wurde.
Aber auch kuriose Erlebnisse gibt es zu berichten: Eine Besucherin wollte unbedingt einmal eine Maus fotografieren und erkundigte sich nach dem Weg. Da war jedoch selbst Erna Reimann überfragt, von einer Maus wusste sie nichts. Erst später entdeckte sie im Internet das Bild eines Besuchers, der bei seinem Rundgang über das Gelände eine kleine Maus fotografiert hatte. Und eben diese Maus wollte die Besucherin auch fotografieren.
Aber auch ehemalige Soldaten, die in der Blücherkaserne stationiert waren, kommen heute mit ihren Kindern und Enkeln wieder nach Hemer, um zu sehen, was aus dem Gelände geworden ist. „Und der eine oder andere zeigt uns dann auch, in welchem Gebäude einst seine Stube lag“, so Annegret Michael.
Das Info-Team hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Fragen der Gäste. Und das bei jedem Wetter. Besonders zu schaffen gemacht hat ihnen die Hitze. „Das war schon heftig“, erinnert sich Annegret Michael. Zu der Zeit wurden die Helfer regelmäßig mit kühlen Getränken versorgt. Unangenehm ist aber auch das kühle Regenwetter der vergangenen Tage. Dennoch: Die Freude an ihrer Arbeit kann das Wetter nicht trüben. „Wir freuen uns, dass Hemer aufblüht“, sagt Annegret Michael.
Daher liegt beiden auch die Zukunft des Areals am Herzen. „Es wäre schön, wenn ein Teil der Landesgartenschau erhalten werden könnte und sowohl für die Stadt als auch für die Gäste bezahlbar wäre“, so Erna Reimann. An der Bürgerversammlung heute Abend im JuK wollen sie unbedingt teilnehmen. Und beide können sich gut vorstellen, sich auch im LGS-Nachfolgepark ehrenamtlich zu engagieren.
20:20
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10:10
Ja sicher - ich nehme immer fleißig was im Tupperpott mit hier runter, wenn ich mal wieder zu Besuch war, so was feines kennen die hier unten gar nicht!
Man kann ja Suppe und ein paar Schnittkes mit ordentlich Schmalz und Mett anreichen... Jetzt bekomme ich Hunger! Wann ist der Termin? Bin dabei!
15:37
Das kommt mit Sicherheit noch in der ein oder anderen Form, mir persönlich reichen auch wieder lecker Schnittkes wie beim letzten Mal
14:08
@1
Sie wissen noch in Bayern wie lecker Erbsensuppe in Südwestfalen sein kann, daher die Empfehlung an den Bürgermeister. Das Team wird es freuen und der Haushalt sogar geschont. Schreiben Sie doch weiter gute Ideen hier ins Forum
10:12
Na, da wird es doch bestimmt mal eine Danke-Veranstaltung mit ordentlich Erbsensuppe und Pils geben, finanziert von den Gewinnen der LGS - oder, Herr Esken??