Das aktuelle Wetter Hemer 13°C
Bundeswehr-Traditionsraum

„Weißt du noch, unser Spieß?“

29.07.2010 | 17:49 Uhr
„Weißt du noch, unser Spieß?“
Ehemalige Soldaten erinnern an den Standort

Hemer.Hemer. Natürlich darf ein Raum, der an den Bundeswehrstandort Hemer erinnert, auf dem Landesgartenschaugelände nicht fehlen. Viel Arbeit hat die Kameradschaft der Ehemaligen in den Traditionsraum, der sich im Erdgeschoss des Gebäudes 15 befindet, gesteckt. Anderthalb Jahre wurden dazu allerhand Materialien zusammengetragen.

Nach dem Abzug der Bundeswehr 2007 überlegten sich die Ehemaligen, dass der Standort nicht in Vergessenheit geraten darf. Gemeinsam mit der Stadt Hemer und Bürgermeister Michael Esken wurde man sich einig - 52 Jahre Bundeswehr in Hemer müssen in Erinnerung bleiben.

Viele der Ehemaligen, die sich für die Erinnerungsstätte eingesetzt haben, waren in der Blücherkaserne stationiert. Deshalb gab es bereits zahlreiche Erinnerungsstücke. Bis dahin schlummerten diese in Kellern und auf Dachböden. Bilderalben und Uniformen aus den Anfängen der Garnisonsstadt waren schnell gefunden. Die Ehemaligen kauften Modelle von Panzern und Fahrzeugen, die es in Hemer gegeben hat.

Mit Stadtarchivar Eberhard Thomas sowie den Firmen Ladenbau Klein und Kippar-Druck fanden die Ehemaligen Unterstützung. Etwas enttäuscht waren die Verantwortlichen über die Anfangsschwierigkeiten, so wurde der Bundeswehr-Traditionsraum auf dem LGS-Lageplan schlichtweg vergessen. Auch die Beschilderung fehlte zunächst, wurde aber nachgebessert.

In dem Traditionsraum sind die Chroniken des Bataillons von der Aufstellung bis hin zur Auflösung zu finden. Diverse Stammblätter fallen dem Besucher ins Auge. Alte Zeitungsausschnitte und persönliche Fotos mit Beschriftungen sowie weitere Erinnerungsstücke sind Bestandteil der feinen Ausstellung. Zufrieden sind die Verantwortlichen mit dem Ergebnis. Von der Idee bis zur Realisierung ist man wie von der ganzen LGS begeistert.

Sogar auswärtige LGS-Besucher, die in Hemer gedient haben, schwärmen von dem Traditionsraum. Knapp 8000 Besucher haben im Traditionsraum schon vorbeigeschaut. Ein Kreis von 20 Personen betreut den Traditionsraum ehrenamtlich, somit ist die ganze Woche von 10 bis 18 Uhr jemand vor Ort, der Fragen beantwortet. So entstehen interessante Gespräche mit den Besuchern.

Über 800 Stunden war der Traditionsraum bereits geöffnet. In dieser Zeit haben die Mitglieder der Ehemaligen-Kameradschaft viele Anekdoten erlebt. Väter kommen mit ihren Söhnen, um zu zeigen, in welchem Kasernenblock sie untergebracht waren. Auch gibt es Besucher, die auf den Fotos plötzlich Verwandte wiedererkennen. Einen Raum der Begegnung bietet der Traditionsraum auf der anderen Seite. So kann es durchaus vorkommen, dass sich Kameraden zufällig wiedertreffen, die sich lange Zeit nicht mehr gesehen haben. „Weißt du noch unser Spieß? – Mein Gott waren das Zeiten!“, erinnert sich mancher.

Auch für Schulklassen ist ein Besuch im Bundeswehr-Traditionsraum pädagogisch wertvoll, so erfahren die Schüler, wo einst der Großvater oder Vater gedient hat.

Auf viele Gäste hofft man, wenn am 28. September zum Soldatentag eingeladen wird.

Annabell Jatzke

Facebook
 
Kommentare
29.08.2010
11:19
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von Manfred Klüner | #10

Fleißige Gesellen in Sache Traditionsraum!
Ich kenne die herren, mehr oder weniger. Als Sol-
dat hatte ich mit den Kameraden nichts zu tun.
Darum kann ich mir dienstlich kein Urteil erlau-
ben.Als Kameraden sind sie, jeder auf seine Weise,
sehr umgänglich und nette Herren. Jeder hat seine
Macken. Ich auch!

30.07.2010
23:56
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von etteette | #9

meiner hieß bzw. heißt Zander - war nen prima Kerl -3./201 - das war in den 70er Jahren; da gabs den 2. Herrn von links auch schon in der Kaserne, Grabowski heißt er glaub ich ...; die Herren rechts und links aussen sind mir auch schon mal über den Weg gelaufen, an sie als Soldaten kann ich mich aber ebenso wenig erinnern wie an die anderen Herren ...

30.07.2010
19:46
Blockierter Kommentar.
von östlich von Dortmund | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.07.2010
13:39
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von Lokalist | #7

#2
Der war doch in der 5/202, Anfang der 80er.
Man, man, fast 30 Jahre her...

30.07.2010
08:54
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von Meinhardt S. Rohr | #6

Ich wiederhol mich gern: Name Wulff
Besonderheiten: Trottel, aber laut.

29.07.2010
23:45
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von maupi | #5

und ich seh auf dem bild meinen spieß von der 1/203 (komm aber nicht auf den namen) und den vorne rechts kenne ich vom sehen auch noch

29.07.2010
23:17
Blockierter Kommentar.
von Mendener | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.07.2010
22:52
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von Vinzenz Heller | #3

und meiner war OK,er hiess Unzeitig

29.07.2010
22:10
„Weißt du noch, unser Spieß?“
von dc | #2

Meiner hiess anders und war eine A r s c h g e i g e ...

29.07.2010
21:32
Blockierter Kommentar.
von Meinhart S. Rohr | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3317932/create

Aktuelle Fotos und Videos
Festamia im Sauerlandpark
Bildgalerie
Fotostrecke
Zinnfiguren in Kierspe
Bildgalerie
Zinnfiguren
Ökumenischer Friedensweg in Hemer
Bildgalerie
Fotostrecke
Verregnetes 50er-Jahre-Festival
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Keine Panik beim Ausbau der U-3-Betreuung
Kindertagesstätten
Wenn Bundesfamilienministerin Kristina Schröder noch immer 160 000 fehlende Betreuungsplätze in Kitas oder bei Tagesmüttern - davon rund 27 000 in NRW - vermutlich schlaflose Nächte bereiten, dann trägt zumindest die Stadt Hemer zu diesen Sorgen nicht bei. „Wir liegen im Soll“, sagt Jugendamtsleiter