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Kinderkulturtage

Tief Luft holen und pusten

17.03.2010 | 16:55 Uhr

Hemer. Um 15.58 Uhr öffnet Musikschulleiter Martin Niedzwicki die Tür eines Unterrichtsraumes. Im Treppenhaus warten bereits viele Kinder mit ihren Müttern - und sie sind gespannt: Eine Stunde lang dürfen sie gleich verschiedene Musikinstrumente kennen lernen.

Es ist gar nicht so einfach, einem Horn einen Ton zu entlocken. IKZ-Foto: Wrona

Wenn das Kulturbüro zu den Kinderkulturtagen einlädt, darf die Musik nicht fehlen. Deshalb hatte Niedzwicki gemeinsam mit Musikschullehrerin Birgit Maiworm und einigen Schülern am Dienstag viel vorbereitet. Neugierig setzten sich die kleinen Gäste in einen Stuhlkreis. Die Musikschüler Simon mit der Gitarre, Benedikt mit dem Keyboard, Jörn am Klavier, Marius am Schlagzeug oder Johann mit der Geige warten schon. „Wir werden jetzt ganz viel über die Instrumente erfahren”, versprach Martin Niedzwicki. „Falls jemandem langweilig wird, dann muss er das nur sagen, dann machen wir etwas anders”.

Töne, die direkt ins Ohr sausen

Und schon ging es los: Was bewegt sich eigentlich in einem Klavier? Wo ist bei einer Geige die Schnecke? Und was macht man mit den Wirbeln einer Gitarre? Mit großen Augen begutachteten die Kinder die verschiedenen Instrumente und lauschten den Musikeinlagen der Schüler. Nicht für jedes der Kinder waren die Musik und die Instrumente Neuland - einige sind bereits Musikschüler. Aber auch die Neulinge unter ihnen wussten schon, was Bogen, Zargen oder Hals einer Geige sind und dass der Ton einer Gitarrensaite aus dem Schallloch direkt ins Ohr saust.

Doch nicht nur Zuschauen und -hören war gefragt, auch mitmachen durften die kleinen Gäste. So wurde zum Beispiel erst prüfend ein Geigenbogen betrachtet und betastet, bevor jedes Kind versuchen durfte, dem Horn einen Ton zu entlocken. Nicht so einfach, aber nach einigen Trockenübungen (tief Luft holen, Lippen schließen und dann kräftig pusten) erschallten tatsächlich die ersten Töne.

Langeweile? Fehlanzeige!

Und schließlich gründete Martin Niedzwicki mit seinen Gästen nach nur einer Stunde quasi ein neues Orchester: Zu der Melodie von „Pipi Langstrumpf” griff der Musikschulleiter in die Klaviertasten, Birgit Maiworm stimmte mit der Klarinette ein und die Kinder begleiteten mit Triangel oder Tamburin das Lied. Nicht eines der Kinder hat während der gesamten Stunde gesagt, dass ihm langweilig sei.

Silke Wrona

Kommentare
18.03.2010
08:29
Tief Luft holen und pusten
von Meinolf J. | #1

Tief Luft holen und pusten - das kennt der Martin ja aus den Polizeikontrollen:-)

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Tief Luft holen und pusten
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2010-03-17 16:55
Hemer