Kunstverein verschönert Gastronomie der Landesgartenschau
20.04.2010 | 16:11 Uhr 2010-04-20T16:11:00+0200
Hemer. Als einer der ersten Vereine hat der Kunstverein sein Interesse bekundet, aktiv an der Landesgartenschau mitzuwirken. Und als einer der ersten eröffnete er sein Programm mit einer Vernissage.
Fünf Künstler stellen bis zum 6. Juni in den Räumlichkeiten der Gastronomie aus. In insgesamt vier Ausstellungen präsentieren sich 26 Hemeraner Künstler einem größeren Publikum.
Im Gastronomiegebäude am Himmelsspiegel sind Bilder von Rosemarie Camminadi, Klaus Knoche und Jana Röther zu sehen. Camminadi, die ihre Ausbildung in der Kunstfabrik „Casa b” erhielt und in einem Mendener Grafikatelier arbeitet, präsentiert Bilder mit klaren Formen und Strukturen. Kunststudentin Jana Röther konzentriert sich in ihren Werken auf karge Landschaften, in denen man auf den zweiten Blick neue Elemente findet. Klaus Knoche zeigt die Bandbreite seines künstlerischen Schaffens; musizierende Menschen finden sich in seinen Werken ebenso wie abstrakte Malerei aus der Natur.
Im Restaurant „Himmelspforte” neben der Hauptgastronomie stellt Ludwig Peters unbearbeitete Analogfotografien aus. „Unter die Räder gekommen” nennt er den Teil seiner Ausstellung, die sich dem Fahrrad widmet. Dazu gehören für den Uhrmachermeister auch Aufnahmen vom perfekten Zusammenspiel von Zahnrädern in einer Uhr.
Passend für diese Landesgartenschau sind Fotografien von Gabriele Schulz im Café Flora. Seit 1984 fotografiert sie in der ganzen Welt eingerüstete Gebäude, die durch ihre Baustellenverkleidung einen „Zauber der Verwandlung” ausstrahlen. „Gerüste sind einfach sympathisch”, sagt die Journalistin, die unter anderem Bilder aus Shanghai oder Berlin, aber auch aus Hemer nebeneinander stellt.
Bürgermeister Michael Esken lobte die interessante Werkauswahl. Er wünschte den ausstellenden Künstlern viel Erfolg, insbesondere auch bei der Vermarktung der Werke. Kunstvereins-Vorsitzende Renate Wilmanns freut sich darüber, dass Hemeraner Künstler das LGS-Rahmenprogramm zum kleinen Teil mitgestalten können. Sie nutzte die Gelegenheit, um Bürgermeister Michael Esken einen Wunsch mit auf den Weg zu geben: „Vielleicht kann die Stadt uns ja eine Räumlichkeit in zentraler Lage zur Verfügung stellen?” Bislang müsse man vor jeder Ausstellung auf Raumsuche gehen.
Die erste Landesgarteschau-Ausstellung des Kunstvereins ist noch bis Sonntag, 6. Juni, zu sehen. Am Montag, 7. Juni, folgt die zweite Vernissage.
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Traurig