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Landesgartenschau

Kran hebt Brückenstück ins Felsenmeer

17.02.2010 | 17:17 Uhr

Hemer. Mit einem 500-Tonnen-Kran ist am Mittwoch das Mittelstück der neuen Felsenmeer-Brücke in das Geotop gehoben worden.

„Sie schwebt”, raunt ehrfürchtig einer der Zuschauer am Rande des Felsenmeeres, alle Blicke hängen gebannt an dem Mittelstück der neuen Brücke, das von einem Kran langsam nach oben gezogen wird. Immer höher und höher, bis es schließlich über den Baumwipfeln des Felsenmeeres schwebt.

Der Kran hebt das Mittelstück der Brücke ins Felsenmeer. IKZ-Foto: Engel

Der Kran eines Frankfurter Unternehmens ist bereits von Weitem über den Dächern der Häuser zu sehen. Zwei Tonnen Schotter sind im Vorfeld auf dem durch den Schnee aufgeweichten Boden am Felsenmeer aufgetragen worden, um dem gelben Giganten einen stabilen Untergrund zu schaffen. Eine Last von bis zu 500 Tonnen kann er heben.

Die neue Brücke liegt in drei Teilen am Rande des Naturschutzgebietes. Das größte darunter, das 30 Meter lange Mittelstück, wird als erstes in das Felsenmeer gewuchtet. Ganz langsam hebt es sich mit der Kraft des Kranes vom Boden ab, erreicht die Höhe der Baumwipfel, überwindet diese und sinkt dahinter seinem neuen Standort entgegen.

"Einmaliges Gefühl"

„Das ist ein einmaliges Gefühl”, sagt Bürgermeister Michael Esken. Leise knackt der ein oder andere Ast, der der Stahlkonstruktion im Wege ist. Aber: „Es wurde kein einziger Baum für die neue Brücke gefällt”, betont Peter Friedrich, Erster Beigeordneter. Auch er ist unter den Zuschauern und verfolgt das Geschehen aufmerksam. „Wir bekommen genau die Brücke, die wir uns gewünscht haben.”

Ganz einfach ist die Montage des Mittelstücks, das im Ganzen in das Felsenmeer gehoben wird, nicht. Der Kranführer selbst hat nur eine spärliche Sicht durch die Bäume hindurch. Er steht in ständigem Funkkontakt mit den Männern, die auf dem Boden mit Hilfe eines Seils die Brücke annehmen und sie in ihre Position ziehen. Äste versperren jedoch den Weg, als das Mittelstück sich seinem Bestimmungsort bereits längst genähert hat. Mitarbeiter wagen sich auf die in der Luft schwankende Konstruktion, sägen hier und da einen Ast ab, der dann krachend in die Tiefe stürzt.

Faszinierendes Bauwerk

Am Rande des Geschehens lässt Architekt Peter Berndes seine Konstruktion keinen Moment lang aus den Augen. Es ist die erste Brücke überhaupt, die er entwickelt hat. „Eine Brücke ist ein faszinierendes Bauwerk”, sagt er. Die Herausforderung sei gewesen, die Konstruktion so unauffällig wie möglich in die Landschaft zu integrieren und sie zu gründen, das heißt, sie in dem unterhöhlten Erdreich zu fixieren. Mit zehn Fundamenten und insgesamt 50 Bohrpfählen wird die Brücke im Felsenmeer verankert und später ein Gefälle von 6 Prozent haben. „Es ist eine sehr leichte Konstruktion”, sagt Statiker Günter Werner. Auch er beobachtet den „Flug” der Brücke genau, greift immer wieder zum Mobiltelefon.

Lob für die umsichtigen Arbeiten in dem Naturschutzgebiet kommt von der Unteren Landschaftsbehörde, die nach anfänglicher Skepsis schließlich die Genehmigung für die Felsenmeer-Brücke erteilt hat: „Ich bin froh, dass alles so schonend abläuft”, sagt Dieter Dirks.

Abschließende Arbeiten

Sind alle Teile der Brücke im Felsenmeer montiert, wird im Anschluss daran auf die Holzstege der Laufbelag aufgetragen, die Geländer abschließend befestigt, noch frei liegende Fundamente ausbetoniert und der Zuweg angepasst. Der Holzpfad, der unterhalb der geschwungenen Brücke verläuft, soll ebenfalls in den kommenden Wochen fertig gestellt werden.

Silke Wrona

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Kommentare
18.02.2010
12:36
Blockierter Kommentar.
von Moderation | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.02.2010
10:15
Kran hebt Brückenstück ins Felsenmeer
von idgtkngh | #1

Danke Kran

Danke an die Landesgartenschau

Danke an BM Esken

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