Keine Notfall-Plan-B-Lösung
12.03.2010 | 16:35 Uhr 2010-03-12T16:35:00+0100Hemer. Die Schüler des Kunstgrundkurses sowie der Kunst-AG des Woeste-Gymnasiums haben am Freitag ihre Projekte für die Landesgartenschau vorgestellt.
„Über Kunst lässt sich nicht nur berichten, sondern auch trefflich diskutieren”, sagte Eckardt Lüblinghoff, Schulleiter des Woeste-Gymnasiums, gestern mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Kunstwerke auf der Landesgartenschau. Dort werden Schüler der Klassen 12 und 13 eigens entwickelte Kunstobjekte präsentieren und beweisen, dass diese eines eben nicht sind: eine Notfall-Plan-B-Lösung.
Eineinhalb Jahre haben sich die Schüler des Kunstgrundkurses sowie der Kunst-AG gemeinsam mit Kunstlehrer Jan Wille intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Herausgekommen sind zwei Projekte. Das erste heißt „Natur und Kunst in Kommunikation”. Dabei haben die Gymnasiasten in einem ersten Schritt streng nach Naturalismuskriterien das verwilderte Waldstück östlich des Jübergturms zeichnerisch dokumentiert und dann künstlerisch interpretiert. Rachelle Verbruggens Idee: ein Spinnennetz aus Glas zwischen zwei Bäumen. Um das zu realisieren hat die Schülerin Kontakte zu einem niederländischen Glaskünstler geknüpft, der ihr geholfen hat, die Idee umzusetzen. Das Resultat ist ein achteckiges gläsernes Spinnennetz, bestehend aus vier Teilen, die aus einem bunten Bulleye-Glas-Mosaik bestehen.
Ihre Mitschülerin Janina Tripp entwarf drei Metallkonstruktionen - zum Beispiel in Y-Form -, die die Form eines Baumes widerspiegeln. In einer heimischen Schlosserei fand Janina Unterstützung, um ihr Projekt realisieren zu können. Beide Schülerarbeiten sowie der Beitrag ihres Kunstlehrers Jan Wille (Figurationen, die an menschliche Körper erinnern, auf einer 1 Meter mal 2 Meter großen Cor-ten-Stahlplatte) werden in der LGS entlang des Zick-Zack-Weges zu sehen sein.
Das zweite Projekt, der „Zauber der Verwandlung”, ist vielen Hemeranern von den Herbsttagen bereits bekannt: Dort stellten Schüler der Kunst-AG bereits einen Hippie-Käfer aus, der ebenfalls in der LGS zu sehen sein wird. Drei Schrottautos haben die Schüler als Gundlage genommen und neu interpretiert. Ebenfalls zu sehen sein wird ein „Afrika-Auto” mit Tiermotiven und eine Karosserie, die ganz der Natur überlassen wurde.
Jeden Freitag in der 7. und 9. Stunde haben die Schüler an ihren Projekten gearbeitet. „Wir vom Woeste-Gymnasium sind stolz darauf”, sagte Eckardt Lüblinghoff. Die Kunstwerke werden eine Bereicherung für die Landesgartenschau sein, betonte auch Bürgermeister Michael Esken.
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