Das aktuelle Wetter Hemer 13°C
Heinrich-Böll-Stiftungspr...

Gesamtschulförderverein: "Gute Schulen wachsen von unten"

24.02.2010 | 12:51 Uhr
Gesamtschulförderverein: "Gute Schulen wachsen von unten"

Hemer. Der große Hemeraner Bürgertriumph wird am Samstag gebührend gefeiert und gewürdigt, wenn der Förderverein der Gesamtschule Hemer von der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Ideen- und Initiativpreis „Der Heinrich” ausgezeichnet wird.

Die Feier beginnt um 15 Uhr im Kulturzentrum am Park. Bürgermeister Michael Esken darf die Begrüßung übernehmen. Es moderiert Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Düsseldorfer Landtag. Die Laudatio hält Professor Klaus Klemm, emeritierter Bildungswissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Die Bigband „Jazzination” von der Gesamtschule Iserlohn sorgt für den musikalischen Rahmen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung schreibt zur Preisverleihung: „Im Mai 2008 wurde der Förderverein Gesamtschule Hemer gegründet. Noch nicht einmal ein Jahr später, am 30. Januar 2009, erfolgte die Genehmigung zur Errichtung einer Gesamtschule in Hemer. Eine engagierte Elternschaft und ihre Mitstreiter/innen haben sich durch die bekannten Widerstände (z. B. Drittelparität, geforderte Anmeldezahlen, Gesamtschulen als Halbtagsschulen) weder beirren noch verunsichern lassen. Inzwischen besuchen 120 Kinder mit Freude die neue Gesamtschule in Hemer.”

Der Hemeraner Festakt der Heinrich-Böll-Stiftung führt den schönen Namen „Gute Schulen wachsen von unten”.

Paul Kramme

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
28.02.2010
10:27
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von sozi4kids | #12

Ruhig durchatmen, locker bleiben. Der Artikel berichtet von Eltern die einen Preis erhalten habe, weil sie sich über eine längere Zeit für ein gemeinsames Ziel eingesetzt haben. Der Artikel berichtet nicht über eine Schulform. Noch einmal meine Frage, ist diese Leistung für Gegner so schwer anzuerkennen? Dann noch einmal die Worte Toleranz und Respekt, in diesem Zusammenhang, jetzt verstanden???

27.02.2010
21:05
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von Taffy11 | #11

@9
Kinder müssen Toleranz und Respekt vor allem auch dadurch erlernen, dass sie in ihrer Leistungsfähigkeit gestärkt werden und daraus Selbstbewusstsein und Orientierung gewinnen.
Leistungsverweigerung, angeregt durch Eltern, die gute Noten auch dann erwarten, ist der Nährboden für die Intoleranz und Respektlosigkeit der Versager.
Wer hier Mitläufer mit einer Modeerscheinung ist, das wird sich zeigen. Das goldene Bild der Gesamtschule, eine Mischung aus Selbstbetrug und ideologischen Denkverboten, ist längst korrodiert.

27.02.2010
11:07
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von Ruhrik | #10

@9
Wenn Ihre Kritik auf mich zugespitzt war, dann kann ich Ihnen sagen, dass die schärfste Kritik an der Gesamtschule, bzw, an dem, was die Politik daraus gemacht hat, aus ihren eigenen Reihen kommt, nämlich von Lehrern, die sich zunehmend in die Rolle der Dienstleister für Leistungsverweigerer gedrängt sehen.

27.02.2010
07:58
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von sozi4kids | #9

In diesem Artikel geht es um die ausgezeichnete Leistung von Eltern die sich der gängigen CDU Schulpolitik in den Weg gestellt haben und gemeinsam für eine Sache gekämpft haben Nichts anderers sagt der Artikel aus. Sollte man eigentlich auch als Gegner anerkennen können. Eines werden die Kinder der Gesamtschulen vor allen lernen: Toleranz und Respekt! Und vielleicht wollen ja nicht alle Eltern aus ihren Kindern Leistungssklaven machen, sie denken halt anders als die übrigen gesellschaftlichen Mitläufer.

26.02.2010
00:36
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von Ruhrik | #8

@4
Sie haben recht mit den Eingangsvoraussetzungen. In der Vergangenheit haben Gesamtschulen häufig jedoch das Wachstum bis auf 16 Züge getrieben (z.B. in Kamen), bis sie geteilt werden mussten. Es entstanden Mammutsysteme mit 3000 Kindern und 300 Lehrern. Die Folge: Kamen musste das gegliederte Schulsystem wieder installieren und schaffte nur unter großen Schwierigkeiten den Erhalt einer jetzt fünfzügigen Schule. Masse ist nicht gleich Klasse.
Von den Leistungsrückständen gegenüber den Gymnasien sollte man nicht ablenken, dazu sind sie zu offensichtlich. Ein SekI-Schüler an einer Gesamtschule muss für eine 1 nicht annähernd den Aufwand an Intelligenz und Arbeit leisten, den ein Gymnasiast für eine schlappe 3 braucht. Die eklatanten Klassenunterschiede zwischen scheinbar gleich qualifizierten Schülern werden offensichtlich, wenn Gymnasiasten mit schwachen Noten in die 11 der Gesamtschulen wechseln, dort sofort die notenmäßige Spitze übernehmen und die Gesamtschüler deklassieren, ohne sich sich dafür anstrengen zu müssen.
Die akademischen Ergebnisse im Vergleich beider Schulformen spricht eine eindeutige Sprache: nur 1 von 100 Gesamtschulabiturienten promoviert, aber 11 Gymnasiale schaffen das. Und das ist gerade mal der Prozentsatz von Gesamtschulabiturienten, die überhaupt ein Studium erfolgreich beenden.

25.02.2010
20:34
Blockierter Kommentar.
von Setzen6 | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.02.2010
16:48
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von Ochlokratie | #6

Da könnte man doch vielleicht das langsame Sterben der benachbarten Hauptschule, auf deren Kosten die Installation der Gesamtschule schließlich ging, gleich gebührend - je nach Standpunkt - mitfeiern oder bedauern und der im Artikel genannten engagierten Elternschaft einen besonderen Dank für die Bereinigung der Schullandschaft in Hemer aussprechen.

25.02.2010
04:13
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von Durchblicker2 | #5

@Schlotti
Alles schön und gut, es mag sogar so sein dass die Gesamtschule in Hemer tatsächlich... im Gegensatz zu unserer in Iserlohn, ähnliche Leistungen wie ein Gymnasium abfordert. Das Problem ist SIE wissen dass, einige Insider vielleicht auch noch, aber wenn sich Ihre Tochter in einigen Jahren an einer Uni bewirbt kommt das böse erwachen. Bei ähnlichen Notendurchschnitt wird fast immer der Bewerber vom Gymnasium genommen, in der so genannten freien Wirtschaft ist es sogar noch schlimmer.
Und ja eher Sie fragen wir haben auch eine Tochter und wissen worüber wir hier schreiben. Solange es in Deutschland das klassische Schulsystem gibt findet die Gesamtschule leider nicht dieselbe Akzeptanz wie das Gymnasium. Ich wünsche Ihrer Tochter dass Sie sich kein Studium aussucht bei dem die Plätze knapp sind...

24.02.2010
23:37
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von Schlotti | #4

zu #2 von Taffy11
Das verstehe ich nicht so ganz. Gesamtschulen müssen vierzügig starten und zu jedem Schuljahr 112 SchülerInnen aufnehmen, gem. Schulgesetz NRW. Vier Eingangsklassen an einer weiterführenden Schule sind auch nicht außergewöhnlich.
zu #3 von The_dark_Side
Was wissen Sie von der Leistungserwartung der SchülerInnen an Gesamtschulen? Hat eines Ihrer Kinder (falls Sie welche haben) eine Gesamtschule besucht? Ich habe zwei Töchter. Die erste hat das Gymnasium besucht und studiert bereits. Die zweite besucht die Gesamtschule in Hemer. Ich habe nicht den Eindruck, dass an einer Gesamtschule wenig Leistung von den SchülerInnen erwartet und erbracht wird. Schon mal was von zentralen Abiturprüfungen gehört? Erst informieren, dann nachdenken, dann schreiben.

24.02.2010
20:06
Gesamtschulförderverein: Gute Schulen wachsen von unten
von The_dark_Side | #3

Gute Schulen wachsen von unten.
Bezeiht sich das auf die Leistungserwartung der Schüler, oder wie darf ich das verstehen?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2639587/create

Aktuelle Fotos und Videos
Festamia im Sauerlandpark
Bildgalerie
Fotostrecke
Zinnfiguren in Kierspe
Bildgalerie
Zinnfiguren
Ökumenischer Friedensweg in Hemer
Bildgalerie
Fotostrecke
Verregnetes 50er-Jahre-Festival
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Keine Panik beim Ausbau der U-3-Betreuung
Kindertagesstätten
Wenn Bundesfamilienministerin Kristina Schröder noch immer 160 000 fehlende Betreuungsplätze in Kitas oder bei Tagesmüttern - davon rund 27 000 in NRW - vermutlich schlaflose Nächte bereiten, dann trägt zumindest die Stadt Hemer zu diesen Sorgen nicht bei. „Wir liegen im Soll“, sagt Jugendamtsleiter