Gemeinsam gegen Armut in Brasilien
02.09.2010 | 16:19 Uhr 2010-09-02T16:19:00+0200
Hemer.Wie gebannt hängen die Blicke der Kinder an den Schauspielern: Sie erleben, wie sie von der Natur, ihrer Verschmutzung, Armut, Hoffnung und dem Glauben in ihrem Heimatland Brasilien erzählen. Gemeinsam mit Pater Beda begannen sie am Donnerstag in der Freiherr-vom-Stein-Schule ihre Rundreise durch die Hemeraner Schulen, um Aufklärungsarbeit zu leisten.
Es ist 10 Uhr, als die Kinder der 3. und 4. Klassen in der Turnhalle versammelt sind. Für viele von ihnen ist Pater Beda kein Unbekannter: Vor einem Vierteljahr haben alle Schüler bei einem Sponsorenlauf Geld gesammelt und die Hälfte des Erlöses - 2500 Euro - Pater Beda für seine Hilfsaktionen in Brasilien überreicht. Dafür bedankte sich der 75-Jährige Donnerstagmorgen noch einmal herzlich.
„Wir haben das Geld Pater Beda gegeben, weil wir wissen, dass das Geld auch ankommt“, sagte Schulleiter Gert Wolff. Wie dringend viele Menschen in Brasilien auf Hilfe angewiesen sind, das erfuhren die Kinder der Freiherr-vom-Stein-Schule, auch die 1. und 2. Klassen, nicht nur durch die Erzählungen Pater Bedas, der von dem Leben der armen Menschen, aber auch von ihrem starken Glauben an Gott berichtete.
Unterstützt wurde der 75-Jährige nämlich nicht nur von seinen Helfern aus dem Aktionskreis Pater Beda, sondern auch von sechs jungen Brasilianern sowie Pater Wellington, die noch bis zum 22. September in Deutschland sein werden. Ana Paula, Marluce, Débora, Neide, Gilcleison und Robson heißen die Gäste, die mit zwei Theaterstücken die Worte Pater Bedas im Schauspiel für die Schüler greifbar machten. In ihrer ersten Aufführung - „Die Mutter Natur schreit nach Gerechtigkeit“ - zeigten sie, wie achtlos die Menschen (nicht nur in Brasilien) mit ihrer Umwelt umgehen und wie man im Kleinen Großes bewirken kann. Mit ihren zweiten Stück - „Die Religiosität der armen Leute“ - gaben sie einen Einblick in den harten Alltag derer, die kaum etwas zum Leben haben.
Viel Applaus gab es am Ende für die Schauspieler, die den Kindern zur Erinnerung Freundschaftsarmbänder schenkten.
Am Freitag macht Pater Beda mit seinen Helfern und Gästen Station in der Oesetalschule, zudem besuchen sie Kirchengemeinden, bevor sie am 21. September von 19 bis 21 Uhr im Grohe Forum sein werden.
14:37
Es gibt doch satt Hartz4 - jetzt ist es kein Wortspiel mehr.
10:48
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10:24
Genau. Und hier unterstützen wir dann wenigstens Deutsche und keine Brasilianer.
09:47
Alles schön und gut, aber wie wäre es mit der Armut im eigenen Lande? Auch hier gibt es genug Kinder, die nicht genug zu beissen bekommen.