Das aktuelle Wetter Hemer 13°C
Sonderfahrten zur...

Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt

23.03.2010 | 13:42 Uhr
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt

Hemer. An der stillgelegten Bahntrasse Hemer-Menden finden Rodungsarbeiten statt, damit in diesem Jahr Bahnausflüge zur Landesgartenschau in Hemer stattfinden können.

Die Rhein-Sieg-Eisenbahn lässt die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden roden, und für die Müllbeseitigung als dringend notwendigen Frühjahrsputz will dort der Förderverein Oesetalbahn sorgen.

Die Oesetaler Eisenbahnfreunde haben nun erste Ausflugsfahrten nach Hemer terminiert. Auch Peter Reinhard mit seinen Straßenbahnfreunden Hemer arbeitet an einem kleinen „Kursbuch” für den Schienenverkehr zur Landesgartenschau: „Nachdem nun die Betriebserlaubnis für Eisenbahnfahrten bis zum 31. Oktober vorliegt, werden voraussichtlich Züge nach Hemer fahren, verbunden mit dem LGS-Besuch.” Bei der Hespertalbahn in Essen-Kupferdreh liegt die Anfrage vor, Sonderzüge am 23. Mai und 3. Juni nach Hemer zu organisieren; mit dabei ist Peter Reinhard als Gründungsmitglied der Hespertalbahn.

Die feine Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte ist auch als Reiseveranstalterin tätig, die als DGEG Bahnreisen GmbH zu den „Hemeraner Tagen der Eisenbahn” am 25./26. September Fahrten aus dem Ruhrgebiet nach Hemer plant.

Diese „Hemeraner Tage der Eisenbahn” im LGS-Grohe-Forum ist eine echte Großveranstaltung der hiesigen Straßenbahnfreunde, zum fünften Mal ausgerichtet.

Ingrid Ketzscher, Matthias Gast und Peter Köhler

Der Förderverein Oesetalbahn arbeitet Hand in Hand mit der Rhein-Sieg-Eisenbahn. Am 1. Mai um 18 Uhr wird es aus Menden eine Begrüßungsfahrt geben in einem Schienenbus, den die Eisenbahnfreunde Hönnetal zur Verfügung stellen werden. Die Haltepunkte Binolen und Klusenstein sollen via Menden angebunden werden.

Für den Pendelverkehr zwischen Landesgartenschau und Mendener Pfingstkirmes ist im Mai die Prignitzer Eisenbahngesellschaft mit einem modernen Triebwagen im Einsatz bei den Förderern der „Oesetalbahn”, die für eine LGS-Tour in der ersten Maiwoche zudem mit der Hespertalbahn verhandeln. Weitere Termine für Bahnfahrten durchs Oesetal zur Landesgartenschau berät der Förderverein nach Ostern mit der LGS GmbH.

Schulen in Balve, Menden, Neuenrade, Fröndenberg und Unna werden vom Förderverein der Oesetalbahn angeschrieben, um für Bahnfahrten zum „Grünen Klassenzimmer” im Hemeraner Landesgarten zu werben.

Paul Kramme

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
25.03.2010
21:44
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von zilp | #9

@#6
Nach § 64 Absatz 2 des Landschaftsgesetzes gilt das Verbot nicht für bestimmte behördlich angeordnete oder sonst zulässige Maßnahmen, wie z. B. Verkehrssicherung. Ich gehe davon aus, dass die Aktion genehmigt oder evtl. sogar für diesen Zweck generell erlaubt war.
Der letzte harte Winter (bis in den März hinein) ließ vermutlich keinen früheren Freischnitt zu und hat wahrscheinlich auch den Beginn der Brutsaison verzögert. Auch liegen ja nicht die allerwichtigsten und gefährdetsten Biotope und Vogelbrutgehölze direkt an der meist (zu) nah an der B7 liegenden Bahntrasse.

Und wie #8 schon sagt: der künftige jahrelange Bau und jahrzehntelange Betrieb der A 46 quer durch Wälder und andere wertvolle Landschaften richtet mit Sicherheit weitaus mehr Schäden in der Natur an als dieser Bahnstreckenfreischnitt.

24.03.2010
20:12
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von br5040 | #8

Hoffentlich denkt ihr auch alle daran,das wenn eure ach so tolle und wichtige Autobahn weitergebaut wird,dann auch das Ordnungsamt zu verständigen für jeden Busch und Baum der dann gefällt wird!!

24.03.2010
19:20
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von Smartdriver | #7

@ Sundwiger
den schnellen Brüter wollten sie doch mit Sicherheit auch nicht.
War ja fast fertig, so wie das Kohlekraftwerk in Datteln.
Was uns die angeblich geschundene Umwelt so alles wert ist....

24.03.2010
12:56
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von sundwiger | #6

Liebe RSE,

was seid Ihr eigentlich für ein seltsamer Laden? Habt Ihr schon mal davon gehört, dass nach dem 1. März keine Hecken und Buschwerk mehr zurückgeschnitten werden darf? Wieviele Frühbrüter werden da jetzt samt Gelege durch den Schredder geschickt? Hättet Ihr diese Arbeiten nicht schon lange erledigt haben können?

Liebe RSE, spätestens jetzt seid Ihr bei mir völlig unten durch. Einen solchen Umweltfrevel zu verzapfen und dann noch stolz darüber berichten lassen....
Jeder Privatmensch würde mit Recht vom Ordnungsamt mit eine satten Geldbuße bestraft.

Schämt Euch. Die freiwilligen Deppen bitte auch.

der sundwiger

24.03.2010
08:44
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von Hartzmut4 | #5

Hallo proRadweg,

seit wann redet ihr von euch in der 3. Person?
Seit 1987 habt ihr es nicht geschafft auf der Trasse nach Iserlohn einen vernünftigen durchgehenden Radweg zu bauen.
Solange es diesen Radweg nach Iserlohn nicht gibt, langweilen mich die Rufe nach einem Radweg auf der Bahntrasse nach Menden von Leuten, die nichts auf die Kette kriegen!

24.03.2010
07:38
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von Hemersonne | #4

Die Situation zwischen Freiwilligen und RSE ist schlicht und ergreifend eine Symbiose. Ein Verein von Eisenbahnfreunden kann nicht einfach nach Lust und Laune eine Bahnstrecke betreiben, dazu bedarf es eines Eisenbahninfrastruktur-Unternehmens. Und als solches springt die RSE Bonn in die Bresche.
Wenn die Freiwilligen also an der Strecke arbeiten, dann arbeiten sie für sich selbst.
Die RSE hat ja ihre Rolle als juristisches Feigenblatt zum Okober aufgekündigt, die Oestalbahner suchen deshalb ja nach einer neuen Lösung.

Ob der Streckenerhalt Sinn macht oder nicht sei dahingestellt, aber ausgenutzt wird niemand.

Und mit Blick auf die aktuelle Haushaltslage muss man sehr genau abwägen. Sowohl die Bahnstrecke als auch ein Radweg kosten Unterhalt. Dieser kommt dann nicht mehr aus Fördertöpfen wie die Kosten für die Errichtung des Radweges. Von daher muss man fragen, ob die Oesetalbahner bereit sind (und auch leistungsfähig genug) um die Strecke auf eigene Kosten ohne städtische Zuschüsse zu unterhalten. Wirtschaftlich wäre dies fürs erste wohl günstiger. Ein Verkehrschaos ist auch nicht zu befürchten, denn kurz- und mittelfristig gäbe es sicherlich keinen regelmässigen Verkehr.

Man muss sich bei der Diskussion völlig frei von Ideologien pro und contra Bahnstrecke machen, man muss es auf den Kernpunkt reduzieren, nämlich Geld. Was kann sich Hemer eher leisten? Bahnstrecke, Radweg oder kombinierte Lösung?

23.03.2010
23:53
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von fraxinus | #3

@#2
Die Oesetalbahner sind doch nicht willenlose Sklaven der RSE. Woher kommt eigentlich diese seltsame Vorstellung der Bahngegner?

Der Radweg gehört neben die Bahnstrecke, dann hat auch Hemer endlich die anderswo längst bewährte und beliebte Bahn-Radweg-Kombination.
Ein Nur-Radweg kann nicht so viel für den Verkehr leisten wie Bahn+Rad.

23.03.2010
22:37
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von proRadweg | #2

Schon wieder arbeiten die Freiwillighen für die RSE-Bahn. Ich verstehe es nicht, da werden die Freiwilligen ausgenutzt und trotzdem ackern sie schön weiter für eine Firma, die es bisher zu nichts in Hemer gebracht hat. RSE verschwinde endlich aus Hemer. Wir wollen den Radweg.

23.03.2010
22:26
Die stillgelegte Bahnstrecke Hemer-Menden lebt
von oesetalbahn2 | #1

Mehr Infos zur Oesetalbahn gibt es hier:

http://www.oesetalbahn.de/start.htm

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2775958/create

Aktuelle Fotos und Videos
Festamia im Sauerlandpark
Bildgalerie
Fotostrecke
Zinnfiguren in Kierspe
Bildgalerie
Zinnfiguren
Ökumenischer Friedensweg in Hemer
Bildgalerie
Fotostrecke
Verregnetes 50er-Jahre-Festival
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Keine Panik beim Ausbau der U-3-Betreuung
Kindertagesstätten
Wenn Bundesfamilienministerin Kristina Schröder noch immer 160 000 fehlende Betreuungsplätze in Kitas oder bei Tagesmüttern - davon rund 27 000 in NRW - vermutlich schlaflose Nächte bereiten, dann trägt zumindest die Stadt Hemer zu diesen Sorgen nicht bei. „Wir liegen im Soll“, sagt Jugendamtsleiter