A-46-Gegner zum Staatssekretär Koslowski eskortiert
22.12.2009 | 15:47 Uhr 2009-12-22T15:47:00+0100Hemer/Düsseldorf. Die Autobahngegner aus der Interessengemeinschaft Hemer-Stübecken durften im Landesverkehrsministerium ihren Standpunkt vortragen.
Günter Schulte und Fritz W. Bald von der Interessengemeinschaft Hemer-Stübecken waren gemeinsam mit Bürgermeister Michael Esken, Vize-BM Hans Schmöle, Hubert Schulte (MdL) und Landtagskandidat Wolfgang Exler bei Staatssekretär Günter Kozlowski im NRW-Ministerium für Bauen und Verkehr.
Es ging um den Autobahnneubau zwischen dem A-46-Ende Bilveringsen und der Anschlussstelle Edelburg sowie der Tunnelplanung unter dem Wohngebiet Stübecken. Die IG konnte dem Staatssekretär die im Zusammenhang mit der A-46-Planung bestehende Verunsicherung in dem Wohngebiet erläutern.
Anhand von Zeichnungen zum Bohrlinienverlauf und der aktuellen Trassenführung legte Fritz W. Bald die neuen Bedenken seiner Initiative gegen den Tunnel dar. Das Ergebnis der Bohrung Nr. 30 stellte er als besonders kritisch heraus. Neben Tonsteinbohrproben sei man in ca. 33 m Tiefe auf artesisches Wasser gestoßen mit etwa 60l/min. Zulauf. Die Gesamtfläche, in dem der östliche Tunnelaustritt geplant werde, sei ein Hochmoor, berichtete Fritz W. Bald, der auch die befürchtete Klima- und Lärmbelastung ansprach, falls der östliche Tunnelaustritt im Bereich des Wohngebietes erfolgen sollte.
Die Initiative stellte auch ihre Skizzen mit Trassenführungen ohne Tunnel vor. Sollte nach Prüfung und Abwägung aller Einflussfaktoren die Untertunnelung weiter betrieben werden, verlangt sie eine garantierte Zusage, dass der östliche Tunnelaustritt ca. 200 m hinter der Waldkante von "Königs Wiese" erfolgt, sowie die Anwendung aller technischen und baulichen Maßnahmen zur Eliminierung der befürchteten Belastungen.
Staatssekretär Kozlowski entgegnete, dass bei den verschiedenen Möglichkeiten für die Trassenführung äußerst sorgfältig vorgegangen werde, um letztlich das Optimum vorlegen zu können. Zur weiteren Verdeutlichung des Planungsvorhabens stellte Ekhart Maatz, Leiter der Abteilung Straßeninfrastruktur und Straßenverkehr im Ministerium, die weitere Vorgehensweise dar. Dabei wurde deutlich, dass sich anhand der Bohrungen noch keine Linienbestimmung mit Tunnelbau ableiten lässt. Zur Problematik „Artesisches Wasser" und „Quellgebiet" zeigte er Möglichkeiten auf wie z. B. das Prinzip „Weiße Wanne", um Tunnelbau in Gebieten mit solch einer Bodenstruktur realisieren zu können. Dafür seien aber weitere Untersuchungen erforderlich.
Abschließend betonte Kozlowski noch einmal, dass erst im weiteren Planungsablauf die endgültige Linienbestimmung festgelegt werden kann, wobei Ergebnisse weiterer Untersuchungen einfließen werden. Er empfahl, den weiteren Kontakt zum Landesbetrieb Straßen.NRW zu pflegen.
13:37
Offenbar wird die Diskussion ganz einfach dazu benutzt, um alle und jeden, der nicht bedingungslos das Auto anbetet, in Schubladen einzuordnen und mit geistigem Unrat zu überkübeln. Die unterschiedlichen Stimmen unterscheiden sich lediglich graduell im Maß der Realitätsverleugnung.
Selbst der CDU-Verkehrsminister hat die Zeichen der Zeit längst erkannt und das Ruder herumgerissen. Man kann nur hoffen, dass er nicht irgendwann einem mysteriösen Verkehrsunfall zum Opfer fällt.
Allerdings werden die hirnlosen PS-Mantras auch dann nicht der Vernunft weichen, wenn sie von unverdächtiger Seite ins Spiel gebracht wird.
Bedauerlich ist insbesondere, dass Leute wie Smartdriver, die eine gewisse Basisfähigkeit zur Argumentation bewiesen haben, am Ende dann auf Stichwort (VCD) schnell die Verwandlung zum Hassprediger durchmachen.
20:52
@#27 marwang
Auch in Großbuchstaben (Schrei-Schrift) bleibt das eine unbegründete und unbewiesene Behauptung; es ist kein Argument.
Die Bahnstrecke Hemer-Menden hat übrigens auch den großen Vorteil, dass die Trasse schon da ist. Für die A 46 dagegen muss erst eine Schneise der Verwüstung durch die Landschaft geschlagen werden.
15:10
UND KEINER BRAUCHT NACH 20 JAHREN DIE BAHN AUSSER EINE HANDVOLL TRÄUMER
23:53
@ #25 marwang
Und hier in der A46-Lücke geht das (menschliche und wirtschaftliche) Leben auch seit 40 Jahren ohne Autobahn weiter....
Die Sauerland-Linie hat auch eher einen Sinn, nämlich Nord-Süd-Verbindung Ruhrgebiet - Rhein-Main-Gebiet, als die A46, die nur eine ins Sauerland abgerutschte zusätzliche Spur von A1/A44 wäre.
21:50
#24 schon heuchlerische argumente, die sauerlandlinie wurde auch durch die natur gebaut und das leben geht weiter und alle fahren auf der autobahn, aber typisch deutsch baut nur nicht vor meiner tür was die bahn betrieft auch die hat reichlich schwächen
21:43
@Smartdriver
# 9
Dass eine 4-streifige Autobahn quer durch Wälder, Feuchtgebiete usw. doch wohl ein viel schlimmerer Eingriff in die Landschaft ist als einzelne Windräder auf (kahlen) Wiesen- oder Feldkuppen, sollte doch wohl einleuchten. Die Autobahn versiegelt jede Menge Bodenfläche, zerschneidet und verinselt Biotope und Naherholungsgebiete. Der Autoverkehr bringt einiges mehr an Lärm und Schadstoffen mit sich als die Windradflügel.
Die A46-Trasse führt nun einmal durch wertvolle naturnahe Landschaft von Hemer bis ins Ruhrtal bei Ense. Wäre dort so etwas wie eine öde (Agrar-)Steppe, könnte man den Naturschutz vielleicht eher vernachlässigen. So wie der zu zerschneidende Raum aber beschaffen ist, ergibt die Abwägung zwischen (Straßen-)Verkehr und Naturschutz jedoch den Verzicht auf den Lückenschluss als richtige Entscheidung.
#21
Einige Nachteile der Autos bleiben übrigens auch mit eventuell künftig irgendwann mal anderen (sauberen) Antrieben bestehen, v. a. eben Flächenverbrauch, Landschaftszerschneidung, Bodenversiegelung, Roll-Lärm, Reifenabrieb u. a. Deshalb ist emissionsarmer Antrieb kein Freibrief für noch mehr Autoverkehr und Straßen.
Vielleicht geht der Weg aber auch weg von Gummireifen-Asphalt-Fahrzeugen zu Stahlrad-Schiene-Mobilen (Eisenbahn u. ä.) oder anderen spurgebundenen Systemen; die sind energieeffizienter und weniger unfallanfällig.
Überhaupt sind die heutigen Autobahnen für die aktuelle Art von Straßenverkehr gemacht. Gibt es eine ausreichende Garantie, dass man die in dieser Form auch noch lange genug (d. h. viele Jahrzehnte) braucht?
Aus ökologischen Gründen muss man die A46 eh ablehnen, aus ökonomischen Gründen ist sie mindestens fragwürdig in Sachen Kosten-Nutzen-Verhältnis.
17:55
kaum zu glauben ,dass einige leute zu weihnachten nichts anderes zu tun haben als ihren geistigen müll zu verbreiten, (ruhrig,taffy 11,ehemals brasseur?)was die schiene leistet wird uns zur zeit wieder eindrucksvoll gezeigt nämlich nichts ,doch unkosten
11:47
@ Smartdriver
Sie sind über den VCD aber sehr wenig informiert und kommen deshalb mit unsachlichen Argumenten, die außerdem nichts für den Lückenschluss vorbringen.
Der VCD wird seit vielen Jahren eher als Mittelschicht-Verband angesehen, gegen den es sogar vereinzelt Vorwürfe des Unsozialen gab. Dass einige ihn so sehen, sie ihn dagegen als rot bis anarchistisch betrachten, zeigt, dass er mit seiner Haltung genau richtig in der Mitte liegt.
Mein gestriger Beitrag, auf den #21 sich bezieht, ist offenbar verschwunden...?
Daher hier noch mal - und damit zurück zum Thema -die VCD-Infos zur A46:
http://www.vcd.org/vorort/hagen-mk/themen/weiterbau-autobahn-a-46/
02:48
Ruhrik, sie wiedersprechen sich in ihrem Beitrag in Nr. 20 ja schon selbst!
Wozu nähmlich noch das Schienennetz der DB ausbauen, wenn wir doch ihrer Meinung nach, ohnehin auf eine nachindustrielle Zeit zusteuern??
Das Gegenteil ist der Fall!
Es werden Generationen Arbeit finden, mit dem Projet, die Energieversorgung umzustellen und uns ein Stück unabhängiger zu machen.
VW zB kommt mit den Anfragen zu ihren geplanten Minikraftwerk das Häuser beheizt und Strom für Elektroautos herstellt kaum nach.
Die Produktion des ersten TDI Motors für einmotorige Sportflugzeuge (der sich durch besondere Sparsamkeit auszeichnet) ist für 15 Monate ausverkauft.
Das wir in Zukunft mit Brennstoffzellen/ E-Antrieben, Wasserstoff oder sonst wie durch die Gegend fahren werden, macht den Lückenschluß der A46 eher noch dringlicher.
Noch ein Wort zum VCD.
Dies ist ein Verein von sozialneidischen Besserwissern, die die Hybrittechnik in den Himmel loben und von der Sparsamkeit moderner Dieselmotoren und/ oder alternativer Antriebe entweder ahnungslos oder voreingenommen sind.
Einlinker Anticlub der die Vorstufe vom rottolerierten Anzünden von Luxusfahrzeugen darstellt.
Großartig!
19:51
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