Staatsanwalt ermittelt gegen Ex-HGW-Chef Harald Kaerger
04.06.2012 | 17:59 Uhr 2012-06-04T17:59:00+0200
Hagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Untreue gegen den Ex-HGW-Geschäftsführer. Es bestehe der Verdacht der Untreue, teilte ein Sprecher der Behörde mit und verwies auf die Abschiedsfeier Kaergers im Osthaus-Museum. Sollte sich der Verdacht erhärten, will die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den einstigen HGW-Chef erheben.
Harald Kaerger, ehemaliger Geschäftsführer der Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaf t, hatte sich im Februar nach acht Jahren an der Spitze der HGW mit einer 31.000 Euro teuren Feier aus dem Amt verabschieden lassen. Sogar die Lobreden auf sich selbst hatte der scheidende Geschäftsführer bei einer professionellen Agentur verfassen lassen und den Laudatoren an die Hand gegeben. Die Kosten fielen zunächst komplett zu Lasten des Unternehmens, das zu 100 Prozent der Stadt gehört.
Die Affäre hatte zu einem Aufschrei der Empörung in Hagen gesorgt, auch der Aufsichtsrat der HGW und sein Vorsitzender Timo Schisanowski gerieten in die Kritik. Als der Druck der Öffentlichkeit immer größer wurde, sicherte Kaerger schließlich zu, sich mit 16.000 Euro an den Kosten der Feier zu beteiligen.
Die Staatsanwaltschaft will nun unter anderem prüfen, ob sich Kaerger durch die Organisation der Feier tatsächlich der Untreue schuldig gemacht hat ober ob die Party, wie von ihm geltend gemacht, auch der Imagepflege der HGW sowie der Einführung seines Nachfolgers Marco Boksteen gedient habe.
Hagener Jurist hat Regierungspräsidium Arnsberg eingeschaltet
Derweil hat der Hagener Jurist Martin vom Brocke seine Ankündigung wahr gemacht und im Zuge seiner Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Kaerger die Kommunalaufsicht beim Regierungspräsidium Arnsberg eingeschaltet.
Er sehe sich gezwungen, so vom Brocke in einem Schreiben an Regierungspräsident Gerd Bollermann, die Kaerger-Verabschiedung „im Rahmen der Rechtsaufsicht einer kritischen Überprüfung zu unterziehen im Hinblick auf das Verhalten des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen“.
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22:10
Wieder einmal ein Fall, in dem die politischen Instrumentarien komplett versagt haben und es nun die Justiz richten soll. So ein Fehlverhalten muss doch inhaltlich von der Politik aufgearbeitet und für die Zukunft ausgeschlossen werden und nicht auf eine nachgeschaltete Strafverfolgungsbehörde übertragen werden.
18:05
Eigentlich müsste doch auch der AR durch den Staatsanwalt vernommen werden. Eventuell findet dieser dann ja auch noch etwas heraus, was uns eventuell alle überrascht.
Der AR Vorsitzende hat doch angeblich zum Geschäftsführer gesagt, mach Du mal. Passt schon.
Eventuell muss ja noch der ein oder andere seinen Hut nehmen und seinen Stuhl räumen.
16:15
Wer allerdings behauptet das durch die Aufsichtsratsmitglieder der CDU die Affäre aufgeklärt wurde ist ein Traumtänzer , oder ?? Der Aufsichtsrat hat komplett versagt und seine rechtlichen Aufgaben nicht wahrgenommen . Der AR Vorsitzende gehört abgelöst !
Liebe Moderation , darf man das so schreiben ??
12:54
Warum handelt Herr Dehm eigentlich nie? Was macht der Herr OB eigentlich ausser sich mit dem dicken Benz durch die Gegend fahren zu lassen?
Aber seit Samstag ist die CDU ja auch Geschichte in Hagen. Mit so einem Vorsitzenden kann es nur bergab gehen.
12:53
Wirklich erstaunlich ist für mich das im Rat der Stadt nur die Linke mit Anfragen reagiert haben. Von allen anderen, auch Hagen Aktiv!, kam nix. Sie schweigen...
Da fragt sich der Bürger: Warum wohl???
09:03
"CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel bezeichnete Kaerger auf dem CDU-Parteitag am Samstag als „einzelnen, wild gewordenen Geschäftsführer“. Die Aufklärung der Affäre sei maßgeblich den CDU-Mitgliedern im Aufsichtsrat zu verdanken."
Diese interessegeleitete Behauptung ist objektiv untriftig.
Fakt ist, dass von unbekannter Seite der Lokalpresse Informationen zugespielt wurden. Daraufhin haben Journalisten recherchiert und hierbei natürlich auch bei der HGW nachgefragt. Erst dadurch wurden die bereits aufgelaufenen hohen Kosten der Kaerger-Abschiedsfete für den HGW-Aufsichtsrat überhaupt ein Thema.
Der daraufhin erfolgte Umgang dies HGW-Aufsichtsrates mit diesem Skandal ist mitnichten irgendwie lobenswert. Einstimmig hat man zum Schaden des Unternehmens ein dürftiges Kaerger-Angebot akzeptiert, nur einen Teil der völlig überhöhten Kosten zu selbst zu übernehmen. Bis heute blieb unaufgeklärt, für welche ehrenwerten Festredner Kosten durch das Kreativschreibbüro entstanden sind.
19:04
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