Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen-Buer 12°C
Alarm

Rauch im Bergmannsheil

24.05.2011 | 08:08 Uhr
Rauch im Bergmannsheil
Nach dem Alarm war im verrauchten Bergmannsheil schnelles Reagieren gefragt. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool / 21.05.2011

Gelsenkirchen-Buer.   Ein Feuer hat ein Großaufgebot an Einsatzkräften zum Bergmannsheil ausrücken lassen. Als sie vor Ort eintrafen, mussten sie feststellen: Der Alarm war Bestandteil einer großen Übung.

Rauchschwaden hängen in der Urologie des Bergmannsheils in Buer. Um kurz vor 9 Uhr ist der Alarm ausgelöst worden. 16 Verletzte sind zu beklagen, sie müssen versorgt und nach draußen transportiert werden. Was die alarmierten Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Ein Feuer im Krankenhaus gibt es nicht, die Verletzten sind Gott sei Dank nur Schauspieler. Und das ganze Spektakel an diesem Wochenende ist nur eine Übung, wie sie für Krankenhäuser regelmäßig Pflicht ist.

Damit keiner in Panik geriet, wurden die Patienten kurz vor der Übung informiert. „Die haben zum Frühstück ein Briefchen bekommen, dass hier eine Übung stattfindet“, verrät Ulrich Tittelbach, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Gelsenkirchen. Zudem wurde die Station im zweiten Obergeschoss natürlich geräumt. Die meisten Mitarbeiter aber wussten nicht Bescheid. Klammheimlich war die Übung vorbereitet worden. Für den Rauch sorgte eine große Nebelmaschine, die Schauspieler kamen von weiter her. „Die haben wir uns vom Niederrhein geholt, damit sich das nicht rum spricht“, so Tittelbach über die kleinen Tricks der Organisatoren.

Rund 45 Feuerwehrleute sind an diesem Vormittag im Einsatz. Und alles läuft wie am Schnürchen. Schnell war eine so genannte „Patientenablage“ gebildet worden, eine Stelle, wo Verletzte gesammelt und auf andere Krankenhäuser verteilt werden. „Denn mit so einer Situation ist ein Krankenhaus schnell überfordert. Da müssen andere aushelfen“, so Ulrich Tittelbach. Die Einheiten aus den Nachbarstädten, die üblicherweise bei solchen Großeinsatzlagen zur Hilfe angefordert worden wären, wurden aber auch gleich nach dem Notruf über den Übungsfall informiert.

„Station E ist rauchfrei. Die Leute sind alle raus. Die Treppenräume werden belüftet. Wir haben alles im Griff“, meldet Einsatzleiter Joachim Graf. Und Ulrich Tittelbach ist zufrieden. „Jetzt ist schon die Entspannungsphase.“

Einmal im Jahr muss in jedem Krankenhaus solch ein Notfall geprobt werden. Nicht jede Übung aber ist so groß wie die, die an diesem Wochenende im Bergmannsheil stattfindet. Eine solche ist nämlich ein ziemlicher Aufwand. „Mehr als jeder echte Einsatz“, erzählt Feuerwehr-Chef Ulrich Tittelbach lachend. Denn natürlich muss hier erst mit viel Technik für den Notfall gesorgt werden.

Am Ende aber sind alle zufrieden. Die Übung wurde bravourös absolviert. Alle Beteiligten sind gewappnet für den Ernstfall, der, so hoffen alle, gar nicht kommt.

Kira Schmidt



Kommentare
Aus dem Ressort
Neuer Chor „Lights of Hope“ meistert Premiere mit Bravour
Musik
Erst seit ein paar Wochen gibt es den Chor „Lights Of Hope“, der in der Freien evangelischen Gemeinde in Horst beheimatet ist. Jetzt gaben die Akteurinnen und Akteure ein Benefizkonzert – eine Premiere, auf die sie hingearbeitet und -gefiebert hatten.
SPD Buer: Stadt zieht bei Parkleitsystem nur Notbremse
Verkehr
Was die CDU „Wortbruch“ nennt, hält die SPD in Buer für eine „Notbremse“: das von der Verwaltung geplante Aus für das dynamische Parkleitsystem in Buer.
Rabatz in der Arche von St. Hippolytus Horst
Kirche
Alle (zwei) Jahre wieder wagt sich Chorleiter Martin Berghane von St. Hippolytus Horst an ein Mammutprojekt in Sachen Musical heran: Sein Kinderchor probt über Monate für ein Stück mit biblischem Thema. Dieses Mal gibt’s Rabatz in der Arche.
Erler Bibliothek kennt ihre Leserinnen und Leser mit Namen
Serie: Lesen im Stadtteil
Die Stadtteilbibliothek Erle setzt mit ihrer neuen Leiterin Marianne Rösener auf Zusammenarbeitmit der neuen Gesamtschule, um mehr jugendliche Leser zu gewinnen.
Kasper, Kabarettisten, Karrierefrauen
Kultur
Auch unter der Woche besteht in diesen Tagen Gelegenheit zum Kulturgenuss. Und das sogar für Klein und Groß.
Umfrage
Der öffentliche Raum wird immer mehr durch Video-Kameras überwacht. Stört es Sie, von einer Kamera etwa beim Parken oder Bummeln beobachtet zu werden?

Der öffentliche Raum wird immer mehr durch Video-Kameras überwacht. Stört es Sie, von einer Kamera etwa beim Parken oder Bummeln beobachtet zu werden?

 
Fotos und Videos
Erster Heimsieg für Di Matteo
Bildgalerie
Schalke 04
Manuel Neuer Kids Foundation
Bildgalerie
Eröffnung
Schalke feiert Derbysieg
Bildgalerie
Bundesliga
O'zapft is!
Bildgalerie
Oktoberfest