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Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer

26.05.2012 | 10:00 Uhr
Der hintere Teil des Festivalgeländes wird immer beliebter. Diesmal legt u.a. Désirée auf.

Essen.   Nach einjähriger Auszeit geht das Musikspektakel im Löwental am Montag zum 30. Mal über die Bühne. Durch das Sicherheitskonzept gibt es ein paar Neuerungen: So dürfen maximal 13.000 Fans gleichzeitig auf das Gelände; Speisen und Getränke dürfen nicht mitgenommen werden. Headliner ist Soul-Größe Sharon Jones.

„Back for good“ - unter diesem Motto meldet sich das Pfingst Open Air im Werdener Löwental am Montag zurück, nachdem es im vergangenen Jahr wegen fehlenden Sicherheitskonzepts abgesagt werden musste. Die 30. Auflage scheint den Sommer wieder gepachtet zu haben - 24 Grad und Sonnenschein sagen die Wetterfrösche voraus. Was darüber hinaus am Montag wichtig ist:

Programm: Im Jahr 2012 geht es musikalisch etwas gemächlicher zu als in den Vorjahren. Statt Metalgrößen wie Kreator oder Soulfly steht diesmal die Soulsängerin Sharon Jones mit ihrer Band The Dap Kings an der Spitze des Programms (20.50 - 21.50 Uhr). Als Geheimtipp werden Retro Stefson aus Reykjavik gehandelt, die Rock und Afrobeat mit Pop und Elektro mischen (19.45 - 20.25 Uhr). Alte Bekannte unter neuem Namen stehen mit Kmpfsprt auf der Bühne: Die Brüder Richard und Dennis Meyer, bekannt durch Fire in the Attic, wollen damit neue Akzente im deutschen Punk-Rock setzen (17.40 - 18.20 Uhr). Sie spielen an Stelle von The Computers, die kurzfristig absagen mussten. Erste Band am Montag ist Starry, eine Essener Punk-Rock-Band, die vor allem von Bands wie Millencolin und NoFX geprägt wurde (13.45 - 14.15 Uhr).

Anfahrt: Enge Straßen, wenige Parkplätze und eine Baustelle, die Werden schon seit geraumer Zeit lahmt: Wer ins Löwental will, sollte schon allein zur Nervenschonung auf Öffentlichen Nahverkehr setzen. Auf der Linie S6, die alle zehn bis 20 Minuten vom Essener Hauptbahnhof fährt, werden zusätzliche Bahnen eingesetzt. Die Evag nutzt auf der Linie 169 außerdem Gelenkbusse, um möglichst viele Fans zu transportieren. Alle Infos zur Anfahrt hat das Pfingst Open Air auch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Neues Sicherheitskonzept: Im Zuge des neuen Sicherheitskonzept haben sich die Zuwege zum Festival leicht geändert. Der Eingang befindet sich jetzt am Sportplatzgelände. Dabei dürfen maximal 13.000 Besucher gleichzeitig auf das Gelände. Ist diese Zahl erreicht, wird die Wiese gesperrt. Aktuelle Infos über den Besucherstand veröffentlicht das Pfingst Open Air am Montag aktuell über Twitter und Facebook.

Essen und Trinken: Erstmals ist es in diesem Jahr nicht erlaubt, Getränke und Speisen mit auf die Festivalwiese zu bringen. Verhungern und verdursten muss natürlich niemand, zahlreiche Stände werden aufgebaut. Softdrinks und Bier kosten 2,50 Euro. Wasser kostet einen (0,3 Liter) bzw. 3,50 Euro (1 Liter). Damit sollen weitere Einnahmen generiert werden, um das Festival am Leben zu halten.

Elektronische Wiese: Im hinteren Teil des ehemaligen Strandbads im Löwental wird wieder die Bühne zur elektronischen Wiese aufgebaut. Dort legen ab 13.30 Uhr DJs wie Patrick Chardronnet, Helly Larson und Désirée auf. Headliner ist das Duo Märtini Brös., das aus den beiden DJs Mike Vamp und DJ Clé besteht. Ihr letztes Album „Moved By Mountains“ erschien 2011 auf dem Label Mole Listening Pearls.

Eintritt: Der Eintritt ist wie in den Vorjahren frei.

Pfingst-Open-Air Werden 2010

 

Jennifer Schumacher


Kommentare
28.05.2012
15:25
Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von Gothaur | #5

Das neue Sicherheitskonzept. Ebenfalls eine der unendlich vielen Nachwehen der Duisber Loveparade Katastrophe. Ob sich Sauerland und Co eigentlich darüber im Klaren sind, was sie tatsächlich über das Ereignis hinaus angerichtet haben?
Aber die Zuschauer können ja noch von Glück reden. Hätte die EU Lärmschutz Richtlinei von 2002 gegriffen, müßten heute alle Musiker und Zuschauer Gehörschutz tragen :)
Aber wer weiß, vielleicht kommt ja im nächsten Jahr noch die Helmpflicht fur Festivalteilnehmer.
Gruß

28.05.2012
13:28
Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von foxtrott | #4

@pottblogger:
Wobei die Frage erlaubt sein muss, wieviel Geld tatsächlich an die Bands, und nicht nur Sharon Jones..., geht. Viele Jugendliche können sich das nicht leisten, für wenig Getränk relativ viel Geld zu bezahlen, und was passiert, wenn zu wenig(Antialkoholisches...) getrunken wird in großen Menschenmengen, ist auch hinlänglich bekannt; da wirkt das Argument Sicherheitskonzept nicht mehr wirklich...

26.05.2012
18:08
Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von drmccoy | #3

Sind die Infos betreff des Fahrplanangebotes auf der S 6 immer so fehlerhaft liebes WAZ Team?

http://www.vrr.de/imperia/md/content/service/s6_aushangtabelle_openairfestivalessenwerden_280512.pdf

Ist kein durchgängiger 10min takt sondern ein 20/10min Takt.
Oder schreibt der VRR Mist? Kann ja auch sein.

26.05.2012
14:02
Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von pottblogger | #2

@Blockschokolade: Hab noch nen Tip für dich :-) Beantrag beim Veranstalter doch gleich den Kosterersatz für deine Fahrkarte, die du am Montag kaufen musst.

Vorschlag: Das Openair wird kostenpflichtig: 10 - 15 EUR oder so für gute Bands ist immer noch super. Getränkepreise bleiben und schon kann man über nen Ticketvorverkauf alles steuern und entsprechend Leute aufs Gelände lassen. Die haben dann wenigstens Spaß und moppern nicht noch rum!

26.05.2012
12:23
Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von Blockschokolade | #1

Damit stirbt eine weitere Essener Traditionsveranstaltung. Durch den Getränkekaufzwang (2,50 für einen Pappbecher ist einfach nur dreist) hat man auch endlich auf dem Rücken der LoveParade-Toten das erreicht, was sich seit Jahren abzeichnete: Endlich kann man auf Kosten der meist jüngeren Besucher dick Kohle scheffeln.

Könnte kotzen...Man sollte kollektiv die Brehminsel aufsuchen und dort feiern !

2 Antworten
Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von pottblogger | #1-1

manchmal kann man es nicht glauben @Blockschokolade. es ist ein umsonst festival und du reitest noch auf den getränkepreisen rum. haha, das hat doch jedes bezahlfestival sogar noch höhere preise.

du scheinst die anderen artikel zum festival und die kostensteigerung sowie die finanzierung des ganzen spektakels noch nicht kapiert zu haben. puh, ist wohl besser du bleibst tatsächlich auf der brehmeninsel...

Pfingst Open Air eröffnet den Festival-Sommer
von foxtrott | #1-2

Wobei die Frage erlaubt sein muss, wieviel Geld tatsächlich an die Bands, und nicht nur Sharon Jones..., geht. Viele Jugendliche können sich das nicht leisten, für wenig Getränk relativ viel Geld zu bezahlen, und was passiert, wenn zu wenig(Antialkoholisches...) getrunken wird in großen Menschenmengen, ist auch hinlänglich bekannt; da wirkt das Argument Sicherheitskonzept nicht mehr wirklich...

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