Das aktuelle Wetter Essen 15°C
Gastronomie

Die Rü - Im Essener Kneipenviertel pulsiert das Leben

13.03.2012 | 17:05 Uhr
In Rüttenscheid auf der Rü gibt es viele Kneipen und Lokale zum verweilen. Das Cabalou überzeugt mit einer ausgefallenem Lichtkonzept und einer gut sortierten Bar.

Essen/Bochum.  Wo lässt sich die Nacht besser zum Tag machen, welches der großen Ausgeh-Viertel im Ruhrgebiet ist szeniger, lebendiger authentischer? In unserem großen Vergleich stellen wir die Rüttenscheider Straße alias "Rü" in Essen und das Bermudadreieck in Bochum einander gegenüber. Hier: Die Rü.

Wer in den 1960er-, 1970er-Jahren in Rüttenscheid ein Haus gekauft hat, freut sich heute über eine enorme Wertsteigerung. Kein anderer Stadtteil in Essen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so prächtig entwickelt. Rüttenscheid ist zur heimlichen Innenstadt geworden – ohne seinen Charme und sein liebenswertes Ambiente einzubüßen. Hier wohnt man nicht nur, hier lebt man. In Rüttenscheid spielt das Leben, hier geht man aus, hier kauft man ein, hier trifft man sich.

Rüttenscheid vereint auf kleinem Raum all’ das, was sich anderswo über die ganze Stadt verteilt. Der Stadtteil ist geprägt von einem Mix, der ihn für alle Altersgruppen interessant macht. Es locken hunderte Fachgeschäfte, aber auch genügend Einkaufsorte für Dinge des täglichen Bedarfs. Besonders die gastronomische Vielfalt des Viertels schätzen Einheimische und Besucher.

Über 100 Restaurants, Kneipen, Bars und Clubs liegen an oder im Umfeld der überregional bekannten „Rüttenscheider Straße“. Die Einkaufs- und Flaniermeile nennt hier aber niemand bei vollem Namen. Die Lebensader des Stadtteils ist für alle einfach nur die „Rü“. Schnurgerade, wie mit einem Lineal gezogen, erstreckt sie sich auf über zwei Kilometern Länge vom Essener Hauptbahnhof gen Süden, wo sie in den schicken Stadtteil Bredeney übergeht.

Magazin
Revier für Genießer

Dieser Text stammt aus dem Ruhrgebiets-Magazin "Revier für Genießer", das im Essener Klartext-Verlag erscheint. Im jeweils aktuellen Heft werden die ebenso zahlreichen wie vielfältigen kulinarischen Highligts des Ruhrgebiets mit all ihren Facetten beleuchtet. Hier gelangen Sie zum Online-Shop.

Ein Erkundungsspaziergang erfordert etwas Zeit. Wer abkürzen möchte, nimmt die Straßenbahn, die unterirdisch unter der Rü verläuft. Wer mit dem Auto anreist, stellt es am besten so schnell wie möglich ab, und zwar sobald er einen freien Parkplatz entdeckt – denn die sind rar. Einmal angekommen braucht es eh keinen fahrbaren Untersatz mehr. Wer flaniert, gehört dazu. Sehen und gesehen werden – dieses Motto gilt auf der Rü mindestens ebenso sehr wie auf der Kö in Düsseldorf.

Coffee Pirates

Doch wo beginnt ein Rü-Bummel? Warum nicht bei den frisch-frech-modernen Sweet Coffee Pirates nahe der Florastraße? Die kleine Terrasse vorm gemütlichen Freibeuter-Café ist die Erste auf der Rü, der die Morgensonne einen Besuch abstattet. Zeit für ein „Piratenfühstück“. Ganztägig kommen hier allerlei süße Leckereien auf den Tisch. Dabei gilt das Motto: Das Dessert ist die neue Hauptspeise. Wer dabei über den Kaloriengehalt nachdenkt, ist selber schuld.

Lunch in "Little Italy"

plan B

Ein paar Meter weiter sticht das Ristorante Lucente ins Auge – ein moderner, durchgestylter Italiener mit sehr guter Küche und hervorragenden Weinen zu angemessenen Preisen. Macht das nicht Lust auf Mittagessen? Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, schließlich beginnt hier der Part der Rü, der gemeinhin auch als „Little Italy“ bezeichnet wird. Nicht nur zum Business-Lunch locken Restaurants wie das schicke, kleine Palladio, das sympathische Il Pomodoro oder die Trattoria Trüffel da Diego von Padrone Diego Palermo, Essens ungekröntem Hummerkönig, bei dem neben der exzellenten Meeresfrüchte-Auswahl natürlich die exquisiten Erdpilze als Spezialität des Hauses gelten. Beim Gang in Richtung Innenstadt passieren Flaneure bald zwei der alteingessenen Rü-Treffpunkte, das südländisch-mediterran inspirierte Oliv und das plan b, in dem sich die Sehen-und-Gesehen-werden-Crowd (nicht nur) vorm gemeinsamen Ausflug ins Nachtleben trifft.

Hier geht's ins Bermudadreieck
  1. Seite 1: Die Rü - Im Essener Kneipenviertel pulsiert das Leben
    Seite 2: Die Rü - Kölsch-Kneipe in der Pils-Stadt Essen
    Seite 3: Rü zwischen Mittelmeer und Tradition
    Seite 4: Der Fernsehkoch lockt Besucher auf die Rü

1 | 2 | 3 | 4



Kommentare
16.03.2012
02:33
Die Rü - Im Essener Kneipenviertel pulsiert das Leben
von Nichtzuglaubenwiedumm | #1

Die "Rü" fängt am Hbf. an. Aha. Ist mir neu.

Aus dem Ressort
Was geht wo an diesem Wochenende
Szene
Erst ein Konzert der heimischen Band „257ers“ in Kupferdreh besuchen, dann geht’s zum dänischen Singer-Song-Writer-Konzert auf’s Gelände der Zeche Carl und zum Abschluss gibt’s elektronische Sounds im Hotel Shanghai und dem Goethebunker auf die Ohren. Das klingt nach einem gelungenen Wochenende.
Woll-Kunstwerk nach Mahnung des Ordnungsamts Essen entfernt
Strickkunst
Seit Jahren bestrickt Gudrun Wöhler vom Wollgeschäft Maschenfantasie die Kreuzung an der Emma-/Reginenstraße in Essen-Rüttenscheid. Die meisten Nachbarn und Passanten freuen sich darüber. Weil sich aber nun ein anonymer Anwohner beschwerte, soll sie ihr buntes Wolltor abbauen.
Dukes of Downtown hoffen auf Genehmigung
Auto-Treffen
Bislang hat die Stadt die Sondernutzungserlaubnis für das Auto-Treffen Dukes of Downtown in Rüttenscheid mit bereits 111 angemeldeten Wagen noch nicht erteilt. Grund ist der noch nicht frei gegebene Parkplatz an der Annastraße – nun überlegen die Veranstalter ob sie weiter auf die Rü ausweichen.
Heiligabend im Sommer, Indie und Punk beim Pfarrfestival
Szene
Wer am Freitagabend im Weihnachtsmannkostüm im Essener Open-Air-Club Frohnatur erscheint, zahlt weniger Eintritt. Beim Pfarrfestival von St. Antonius Abbas gibt es Rock , Punk und Metal. Mit niemand geringerem als Pop-Ikone Boy George meldet sich das Hotel Shanghai aus der Sommerpause zurück.
Literatur-Café bringt Kultur und Kreativität ins Südviertel
Gastronomie
Carola Bühn eröffnet am Freitag, 5. September, 10 Uhr, das Café Livres an der Moltkestraße. Hier steht das „Wort“ im Vordergrund - ganz gleich ob gesungen, gelesen, gesprochen oder geschrieben.
Umfrage
Mehr als drei Monate nach dem Pfingstunwetter will die Stadt Essen nun die Bäume an den Nebenstraße auf Sturmschäden kontrollieren und testet dabei ein „freiwilliges Parkverbot“ für Anwohner. Glauben Sie, die Anwohner machen das mit?

Mehr als drei Monate nach dem Pfingstunwetter will die Stadt Essen nun die Bäume an den Nebenstraße auf Sturmschäden kontrollieren und testet dabei ein „freiwilliges Parkverbot“ für Anwohner. Glauben Sie, die Anwohner machen das mit?

 
Fotos und Videos