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A40-Sperrung

A40-Anwohner sind trotz dreimonatiger Mammutsperrung gelassen

18.06.2012 | 08:00 Uhr
Anwohner Tobias Klug erwartet in den drei Monaten der A-40-Sperrung deutlich mehr Verkehrslärm an der Kurfürstenstraße.

Essen.   Trotz der dreimonatigen Mammutsperrung bleiben die Anwohner der A40 gelassen: „Ich wohne direkt an der A 40, das werden drei erholsame Monate für mich“, sagt etwa Günter Niermann. Gedanken machen sich viele vor allem über den innerstädtischen Verkehr.

Wenn die A 40 zwischen Huttrop und Zentrum ab dem 6. Juli dicht macht , kommt nicht nur auf die Autofahrer eine Belastungsprobe zu. Auch die Nerven der Anwohner zwischen Friedrich- und Kurfürstenstraße dürften drei Monate strapaziert werden – soll diese Strecke doch als Umleitung für Fahrer aus Richtung Duisburg dienen. Doch noch sehen viele Betroffene dieser wohl immensen, wenn auch temporären, Steigerung des Lärmpegels gelassen entgegen.

„Hier ist es sowieso schon ziemlich laut“, meint etwa Karin Anders mit Blick auf die Kurfürstenstraße. „Die paar Autos mehr werden keinen Unterschied machen – wer nur an ruhigen Straßen schlafen kann, wird kaum hier wohnen.“ An dieser Straße lebt die 45-Jährige nicht nur, auch ihr Arbeitsplatz, der Kiosk Gawdi, liegt hier. Und diesbezüglich seien die drei Monate sogar ein Glücksfall, findet sie, denn: „Mehr Verkehr bedeutet auch mehr Kunden, denn viele halten im Vorbeifahren bei uns an“, betont Karin Anders.

"Das werden drei erholsame Monate für mich“

Auch Günter Niermann sieht in der Sperrung Anlass zur Freude. „Ich wohne direkt an der A 40, das werden drei erholsame Monate für mich“, lächelt er. Allerdings befindet sich das Büro des Personalsachbearbeiters an der Kronprinzenstraße, das hat den Vorteil, dass er zu Fuß zu seiner Arbeitsstelle gelangen kann und somit auch nicht fürchten muss, in Staus zu stehen. Aber: „Das dürfte in der Zeit schon nervig werden beim Arbeiten“, räumt Niermann ein. „Schon jetzt stört es, wenn Lkw an den Fenstern vorbeibrettern – bin gespannt, wie das dann erst wird.“

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A 40 bald sechsspurig

„Bin gespannt“ ist eine Vokabel, die auch Tobias Klug in den Sinn kommt, wenn er an die Verkehrssituation denkt, die ihn in ein paar Wochen an seiner neuen Bleibe erwartet – denn gerade ist er im Begriff, in die Kurfürstenstraße zu ziehen. „Ich bin schon ganz froh, dass ich die ersten Wochen nicht da bin“, sagt der Jugenddiakon und Sozialpädagoge im Waigle-Haus. Denn dann ist er mit einer Ferienfreizeit unterwegs. Sein Job ist es auch, der den 35-Jährigen die Baumaßnahme insgesamt positiv sehen lässt, denn: „Auch die Schallschutzwände sollen erneuert werden. Ich hoffe, dass sie im Zuge der Arbeiten auch erhöht werden, damit die Bälle beim Fußballspielen da nicht mehr so oft drüber fliegen“, lächelt er.

 „Am besten wird es wohl sein, das Chaos weiträumig zu umfahren"

Ganz so gelassen kann Silke Merz da nicht ans kommende Verkehrschaos denken. Zwar wohnt sie in Schönebeck, ihr Büro hat die Mediengestalterin allerdings an der Michaelstraße – sie wird also während ihres Wegs von und zur Arbeit voll betroffen sein. „Ich habe mir noch gar keine Gedanken gemacht, wie ich dann fahren werde“, sagt sie. „Am besten wird es wohl sein, das Chaos weiträumig zu umfahren – aber das wird Zeit und letzten Endes wegen des Benzins auch Geld kosten.“

So entstand die A 40

Auch Kurfürstenstraßen-Anwohner Imad Kheder Kalaf ist ob der Aussichten wenig begeistert. „Ich habe schon mal an einer Autobahn gewohnt“, so der 32-Jährige. „Da bin ich nicht ohne Grund schnell wieder weggezogen. Der Verkehrslärm lässt einen keine Nacht wirklich ruhig schlafen.“

Fakten zur A40-Vollsperrung in Essen

Gordon K. Strahl

Kommentare
06.07.2012
16:59
Rad... naja
von Polterer | #5

Ich hab 13km und werde wohl auch mal das Fahrrad nehmen wenn es wirklich übel wird mit Auto oder Motorrad.
Aber das dauert halt fast doppelt so lang...
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2012-06-18 08:00
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