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Kultur

Stefan Stoppok begeisterte auf dem Duisburger Stadt-Folk-Fest

24.06.2012 | 20:00 Uhr
Stoppok begeisterte am Samstag mit einem Solo-Akustikset seine zahlreichen Fans.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Vor mehreren hundert Fans gab Stefan Stoppok im Rahmen des Duisburger Stadt-Folk-Festes ein Konzert. Mit poetischen Liedern über Liebe und die Leiden des Alltags zog er das Publikum in seinen Bann. Das sang verträumt mit und zeigte sich vom Auftritt am Ende sehr begeistert.

Wenn Stefan Stoppok sich auf etwas verlassen kann, dann ist es sein Publikum. Es passiert beim dritten Lied, das der Musiker am Samstagabend auf dem Stadt-Folk-Fest anstimmen will: Ihm reißt eine Gitarrensaite.

An sich kein Problem, schließlich hat der Barde gleich vier Gitarren auf der Bühne um sich herum positioniert. Trotzdem fragt er in die Runde: „Es hat nicht zufällig jemand eine D-Saite dabei?“ Und tatsächlich: Ein Mann kommt auf die Bühne – und repariert Stoppoks Klampfe. „So etwas bekommt man auch nur in Duisburg geboten“, bedankt sich Stoppok gerührt.

Ganz allein sitzt der gebürtige Essener auf der Bühne, vor der sich hunderte Fans versammelt haben. Er blickt in die untergehende Sonne, eine orangefarbene Sonnenbrille verdeckt seine Augen. Und Stoppok spielt. Singt von der Liebe, von den Leiden des Alltags, zieht das Publikum mit poetischen Texten in seinen Bann: „Sie hat alleine gelebt, vegetiert auf dem Mond , es hat leise gebebt, ja der Mond ist bewohnt, und ihr zittern die Hände“, schmachtet er in das Mikrofon. Und verträumt singen viele Zuschauer mit.

"Ein bisschen quatschen, bevor es losgeht"

Dabei hatte Stoppok gleich zu Beginn klar gemacht, dass gar nicht er selbst zu hören sei: „Ich muss noch ein bisschen quatschen, bevor es losgeht“, hatte er augenzwinkernd erklärt. „Es ist gar nicht meine Stimme, die gleich kommt, die wird per Satellit aus dem Weltall eingespielt.“

Der vielgereiste Barde wandelt auf dem schmalen Grat zwischen charmant-lustigem Smalltalk und nachdenklichen Liedtexten – und seine Fans sind begeistert. Stoppoks Vertrauen in das Duisburger Publikum zahlen sie ihm dankend zurück: Als der Musiker um Unterstützung mit der Mundharmonika bittet, zücken gleich mehrere Herren ihr mitgebrachtes Instrument.

Musik und Spaß in der City

 

Henrik Veldheon



Kommentare
24.06.2012
21:43
Die D-Saite aus dem Publikum
von Soddemannomann | #1

Ja, das war ein uneingeschränkt gelungener Auftritt eines ungewöhnliches Künstlers vor interessiertem Publikum. Klasse!

PS 1: Geboren ist Stoppok in Hamburg.
PS 2: Die zwei (!) ausgewechselten Saiten waren sicher erwähnenswert, aber ein Viertel des Textes für eine Randnotiz?

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