Egal, was kommt – die Küppersmühle kostet die Gebag Millionen
03.05.2012 | 12:32 Uhr 2012-05-03T12:32:00+0200
Duisburg. Bemerkenswert offen schildert der oberste Bauleiter seinen Blick auf die Baustelle Küppersmühle und ruft dabei in Erinnerung, dass das ehrgeizige Museumsprojekt gleich zu Beginn in Schwierigkeiten geriet .
In die Silos flossen mehr Beton und Millionen als erwartet. Nicht Chaos auf der Baustelle, sondern Zeitdruck machten – so wohlgemerkt seine Sicht – aus dem Vorzeige-Bau ein Desaster, bei dem schief ging, was nur schief gehen konnte. Und nicht architektonische Halsbrecherei, sondern krimineller Pfusch am Bau hätten den Kunst-Kubus zur Rost-Ruine werden lassen.
Hanebüchene Vertragsabhängigkeiten
Das mag alles so sein und der transparent schimmernde Kasten auf den Silos hätte vielleicht wirklich zum spektakulären Wahrzeichen Duisburgs werden können. Doch jetzt liegt nicht nur das Stahlskelett am Boden, sondern auch die Bauherrin Gebag , die halb getrieben von eigenem Ehrgeiz, halb gezogen durch allzu ehrgeizige Stadtobere und belastet mit hanebüchenen Vertragsabhängigkeiten nun vor einem Scherbenhaufen steht. Und all dies fiel nicht vom Himmel, sondern hat Verantwortliche.
Nun wartet die Gebag, wartet die Stadt auf die Entscheidung der Geldgeber aus Darmstadt, des Mäzen-Ehepaars Ströher. Nimmt es einen neuen Anlauf, um seine Kunst-Sammlung in Duisburg zu zeigen? Hievt es die Kunst doch noch auf die Silos, oder erweitert es das Museum Küppersmühle am Boden? Monat für Monat verrinnt.
Miete für Lagerung kostet 35.000 Euro
Zeit, die die Gebag bei 30 Millionen Euro Verbindlichkeiten nicht hat, auch wenn die Banken zur Zeit stillhalten. Nur ein Beispiel: Allein die Miete für die Lagerung der schon gefertigten Kubus-Verkleidung kostet 35.000 Euro – im Monat.
Die Gebag, so scheint es, wird an dem Abenteuer Küppersmühle, nicht zerbrechen, die 15.000 Mieter bleiben versorgt, die städtische Wohnungstochter wird auch nicht verscherbelt. Doch welche Entscheidung auch immer gefällt wird: Der Kunst-Ausflug wird die Gebag Millionen kosten, im wohlgemerkt besten Fall an die 20 Millionen Euro. Unfassbar!

08:58
Welche Wahrheit soll die Gebag eigentlich verkünden ? Wer 350 TE für Kräne ausgibt die nie auf der Baustelle waren, den störe die paar Euro Lagerkosten doch nicht mehr. Das ganze Desaster jetzt beim Stahlbauer zu parken ist ja ziemlich einfach. Hat der eigentlich vor dem Kubus nichts gebaut ? Ist das auch alles umgefallen oder hatte der gar zufriedene Kunden ? Jetzt will es keine gewesen sein. Wenn doch die Staatsanwaltschaft schon seit einem Jahr gegen diese Typen wegen Baugefährdung ermittelt, frage ich mich nur, warum das in dem Laden keinen weiß. Die Staatsanwaltschaft hat meiner Kenntnis nach nur die Firmen in Vreden besucht.
Fragt doch mal bei den eigentlichen Bauleuten nach !
07:53
Miete für Lagerung kostet 35.000 Euro
stellt sich nur die frage ob diese kosten sein muessen
es geht auch kostenguenstiger
nur wer sorgt dafuer das die laufenden kosten auf ein minnimum reduziert werden?
wer tritt fuer schadensbegrenzung ein?
Vor allem wenn man mal sieht wer der Vermieter der Lagerhalle ist... und sich damit bereichert.
18:30
#2
Nicht die Gebag wollte den Schuhkarton, sondern allein Adolf Sauerland.
Obwohl das fehlende Rückgrat des Herr Cremer schon bemerkenswert ist. Und richtig:Muss so ein A...... so viel Knete kriegen? Auch wenn es Verträge gibt, die könnten auch mal unter die Lupe!
Und Schadensersatz wäre das mindeste.
Ich habe schon seit Jahren gesagt, dass uns dieser Adolf S. teuer zu stehen kommt.
Wartet mal ab, erst die PPP Projekte!!
18:27
Zunächst einmal finde ich es gut, dass Herr Grönke über die Presse an die Öffentlichkeit geht und weitere Informationen gibt, weil ansonsten offenbar niemand informieren will. Dennoch habe ich den Verdacht, dass es ihm, warum auch, nicht um die Information der Bürger geht, sondern um sich selbst, resp. seinen Arbeitgeber, der möglicherweise in der Bredouille sitzt. Insofern wäre es gut, wenn sich die GEBAG endlich einmal herablassen und wirklich nachvollziehbare umfängliche Informationen veröffentlichen würde.
Es ist keine Frage, dass der Bürger ein Recht auf diese Information hat, denn die GEBAG muss mit Steuergeldern gestützt werden, wenn sie nicht in die Insolvenz gehen soll.
Auch die Rollen der "Hintermänner" aus der Verwaltungsspitze müssen aufgeklärt werden, insbesondere die von Sauerland, aber auch die von Dressler. Diese Dinge gehören ebenso zum Neuanfang wie die Wahl eines neuen OB, der nicht aus der SPD kommen darf.
17:43
Was uns hier entgegengeworfen wird, ist die "wohlgemerkte Sicht" des Herrn Grönke (mit oder ohne H). Es wird aber zunehmend deutlich das die Gebag von Ehrgeiz getrieben dieses Projekt auf "biegen und brechen" wollte. Anders sind auch halsbrecherische vertragliche Verpflichtungen dem Sponsor / den Sponsoren gegenüber nicht zu erklären. Wenn die gewusst haben, in welcher Klemme die G steckt, dann konnten die ja fordern fordern fordern - die G musste ja zustimmen. Was für eine fabelhafte Situation für die Sponsoren jetzt - da muss die G ja fast zu Kreuze kriechen um das Projekt noch zu realisieren. Wir dürfen gespannt sein, mit welchen Forderungen eine weitere Beteiligung des "ehrwürdigen Sponsorenehepaares " einher geht. Mal Hand auf´s Herz - auch ein Sponsor verfolgt Ziele. Ist es nicht im wesentlichen "seine" Kunstsammlung die hier in einem "Supermuseum" zur Schau gestellt wird oder werden soll? Die G sollte sich trotz der schweren Situation nicht unter Druck setzen lassen ! aufklären!
16:25
Und dafür erhält der Ex-GEBAG-Chef eine Jahresrente von 280.000 €?? Wo bleibt die Staatsanwaltschaft und die Ermittlungen wegen Untreue?