Duisburg hat die Wahl - Link oder Lensdorf
30.06.2012 | 14:00 Uhr 2012-06-30T14:00:00+0200
Duisburg. Die Wahl zum neuen Duisburger Oberbürgermeister geht am Sonntag in die letzte Runde. Vor der Stichwahl haben wir erneut beide OB-Kandidaten zum Interview gebeten. Die Antworten auf die zehn Fragen machen die Standpunkte deutlich.
Sören Link (SPD) oder Benno Lensdorf (CDU), das ist das Duell und gleichzeitig die Frage, die 365.500 Duisburger am Sonntag beantworten können . Die Wahllokale öffnen wie gewohnt von 8 bis 18 Uhr, insgesamt gibt es 357 Stimmbezirke, erneut sind 3000 ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz. Es ist bereits die vierte Abstimmung in diesem Jahr für die Duisburger, die erwartet steigende Wahlmüdigkeit spiegelt sich zumindest nicht in der bisherigen Briefwahlbeteiligung wieder, die leicht höher liegt als beim ersten Urnengang am 17. Juni.
Der Gewerkschaftsbund ruft derweil noch einmal alle Bürger auf, sich aktiv an der Stichwahl zu beteiligen. Nach der hohen Beteiligung bei der Abwahl sei die niedrige Wahlbeteiligung am 17. Juni „umso enttäuschender“ gewesen, so der DGB. Es sei wichtig, am Sonntag „ein Zeichen für eine handlungsfähige und selbstbestimmte Kommune zu setzen“.
9,42 Prozent betrug die Wahlbeteiligung am Freitagmittag. Denn für die Stichwahl hatten bis zu diesem Zeitpunkt 34.420 Wahlberechtigte per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. Nach Angaben der Stadt sind das 2,5 Prozent mehr als beim ersten Urnengang der OB-Wahl am 17. Juni.
Grüne und Linke, deren eigene Kandidaten im ersten Wahlgang weit abgeschlagen waren, unterstützen Sören Link mit einer Wahlempfehlung. Der SPD-Kandidat hatte sich in dieser Woche in Gesprächen mit beiden Parteien zu wichtigen kommunalpolitischen Fragen positioniert, Zusagen gemacht und sich hinter die rot-rot-grüne Kooperation und die vereinbarten Grundlagen gestellt.
Ob Sören Link , der mit 48,3 Prozent im ersten Wahlgang nur knapp die erforderliche absolute Mehrheit verfehlte, oder Benno Lensdorf (21,1 Prozent): Der neue Oberbürgermeister wird für sechs Jahre gewählt.
Zehn Fragen, 20 Antworten
Ein neuer Oberbürgermeister macht noch keinen Neuanfang. Was wollen Sie tun, um die Forderung der Bürger nach einem Neuanfang umzusetzen?
Sören Link: Ich werde das tun, was ich im Wahlkampf versprochen habe, nämlich mit einem neuen Stil an die Arbeit gehen. Ich werde den Dialog mit den Bürgern verstärken, mit den Menschen vor Ort über Probleme, aber auch über mögliche Lösungen sprechen. Und ich werde über alle politischen Grenzen hinaus Gespräche führen, mir Vorschläge anhören und sie, wenn sie sinnvoll und hilfreich sind, in meine Arbeit einbeziehen.
Benno Lensdorf: Den Bürgern war es wichtig, dass die Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe unabhängig von juristischen Fragen mit der Abwahl des Oberbürgermeisters einen ersten sichtbaren Teilabschluss findet. Dieses spiegelt sich auch in der hohen Beteiligung bei der Abwahl wieder. Dagegen scheinen sich die Bürger, was den versprochenen „Neuanfang“ angeht, von den Initiatoren der Abwahl verschaukelt zu fühlen.
Was werden Sie als Erstes ändern, wenn Sie Oberbürgermeister sind?
Link: Es gibt viele Bereiche, wo wir schnell aktiv werden müssen. Ich werde aber ganz schnell Gespräche mit den Personalräten und den Mitarbeitenden führen, z.B. über das von mir angestrebte Personalentwicklungskonzept.
Lensdorf: Den Dialog mit den Menschen. Ich werde sofort das Gespräch mit allen Mitarbeitern der Verwaltung, aber auch mit der Bürgerschaft suchen. Wir sind ein Team und wollen alle unsere Stadt wieder liebens- und lebenswert gestalten. Als OB werde ich neue Perspektiven durch eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik entwickeln.
Was ist ihre Vision von Duisburg? Wie soll die Stadt in zehn Jahren aussehen?
Link: Ich möchte, dass Duisburg in 10 Jahren ohne neue Schulden auskommt und wieder selber bestimmen kann, wofür in Duisburg Geld ausgegeben wird . Ich möchte, dass wir als Stadt Duisburg dafür stehen, dass jedes Kind eine Chance erhält, kein Kind zurückgelassen wird.
Lensdorf: Duisburg muss in 10 Jahren eine prosperierende, starke Stadt sein, die den Strukturwandel erfolgreich hinter sich gelassen hat. Neue Arbeitsplätze sind die wichtigste Voraussetzung, um die Stadt-Finanzen nachhaltig zu sanieren.
Was schätzen Sie an Duisburg besonders?
Link: Duisburg ist unglaublich vielfältig und hat großes Potenzial. Vor allem mag ich die Menschen, ihre offene, ehrliche und bodenständige Art.
Am 17. Juni wählen die Duisburger ihren neuen Oberbürgermeister. Aktuelle und ausgewählte Artikel finden Sie auf unserer Spezialseite zur Wahl.
Lensdorf: Ich mag die Menschen wegen ihrer direkten und unkomplizierten Art. Die Lage der Stadt an Rhein und Ruhr, die für Offenheit steht.
Was missfällt Ihnen in der Stadt am meisten?
Link: In der Stadt regen mich die „Schmuddelecken“ auf, wo einige verantwortungslose Mitmenschen glauben, sie könnten einfach ihren Müll abladen, anstatt ihn ordentlich zu entsorgen. Hier werde ich schnell ansetzen, um das zu ändern.
Lensdorf: Das Image in der Außenwahrnehmung. Hier müssen wir mit aller Kraft dran arbeiten, dass Duisburg als attraktiver Lebens- und Wirtschafts-standort gesehen wird und nicht als Synonym für leere Kassen, Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Der OB muss der beste „Außenminister“ sein.
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16:15
""""„Mit dem EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens hat sich die Situation rapide verschlimmert“, sagt Bülles. „Das größte Problem sind einschlägig bekannte Roma-Clans.“
Ich war heute wählen für den Neuanfang. Mit unseren NEUEN wird auch dieses Problem nach längerem Nichtstun endlich angegangen und locker gelöst.
Ich habe direkt bei beiden mein Kreuzchen gemacht, damit sie mit vereinten Kräften für Duisburg arbeiten. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man direkt darüber lachen.
Bei dieser Führung kann man nur sagen: armes, armes Duisburg.
11:59
500.000 Euro für solch ein Theater.
Das nenne ich doch mal KULTUR !
Und jetzt kriegen wir einen OB, der dem Namen KITA eine ganz neue Bedeutung gibt.
10:44
Duisburg sollte sich schämen bzw seine Bürgerinnen und Bürger.
Jeder der lesen und schreiben kann,konnte nachlesen das die "Volksparteien" nicht sauber sind. Denn wo ist es schon möglich,in einer Ratssitzung nicht zu erscheinen und stattdessen shoppen zu gehen.
Duisburgs Parteien sind und bleiben verfilzt.
Schämt euch nicht einen freien gewählt zu haben! Ich bleib heute mit meinem ***** zu Hause.Ihr könnt mich mal am .....Mich interessiert es einfach nicht mehr.Wegziehen wäre angebracht.Bedauerlich was aus Duisburg geworden ist.
10:35
So ich gehe jetzt den Herrn Link wählen ,weil ich Demokrat bin und mir nicht von einigen hier vorschreiben lasse ,was ich zu tun habe (Wahlschein ungültig machen ,oh Mann was ein Schwachsinn ) und ich froh bin das die CDU hier in Duisburg nicht mehr den OB stellt ,nach dem unsäglichen AS !!
09:02
Gewählt wird heute ein roter Hut unter dem sich kein geistiger Inhalt befindet.
07:40
Für mich ist das doch ganz einfach, ich wähle keinen von beiden, weil sie beide auch nichts taugen.
Schade, der "gefällt mir" Button fehlt hier. :-D
06:59
Letzte Infos zum Wahlkampf von Sören Link gibts heute exkulisiv unter:
www.ein-roter-besenstiel-fuer-duisburg.de
02:23
Diese Diskussion ist grotesk.
Da wird die SPD beschimpft, weil sie einen SPD-Kandidaten aufgestellt hat.
Ja, mein Gott, wer hat denn die Wähler gezwungen, ihn zu wählen?
Da waren mehrere unabhängige Kandidaten aufgestellt, die musste man nur ankreuzen, wenn man keinen Parteisoldaten möchte.
Anscheinend haben zu viele die Grundregeln unserer Demokratie imme noch nicht verstanden.
Die SPD wird nicht beschimpft, weil Sie einen SPD Kandidaten aufstellt. Sie wird beschimpft, weil Sie zur Abwahl noch laut tönte einen Konsenskandidat müsse es sein und sich dann aber ganz schnell nach der Abwahl von dieser Position verabschiedet hat. Die SPD wird beschimpft, weil Sie uns einen Kandidaten zumutet, der nicht trocken hinter den Ohren ist und bei dem man froh sein kann, dass er seinen Namen schreiben kann.
Zu den Grundregeln einer Demokratie gehört es normalerweise aber auch, dass eine Wahl ungültig ist, wenn es nicht ein Mindestmaß an Wählern gibt. Wäre dies eine Landtagswahl, so wäre sie ungültig. Zur Rettung der SPD gibt es aber leider auch kommunaler Ebene keine Mindestklausel. Diese Wahl zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Bürger sie boykottieren!
01:53
Beim ersten Wahlgang hab ich gewählt, und zwar einen der parteilosen Kandidaten.
An der Stichwahl hab ich schon vor ein paar Tagen per Briefwahl teilgenommen. Und es war das erste mal, das ich bewusst meinen Stimmzettel ungültig gemacht hab.
23:51
Man muß ganz einfach nur begreifen: Politik und Moral, Ehrlichkeit, Wahrheit schließen sich total aus! Es geht nur um Macht - und das um jeden Preis! Ich rede oft privat mit Kommunalpolitikern aller Parteien. Dann sind sie vernünftigen Argumenten nicht verschlossen - selbst wenn sie von der Opposition kommen. Doch wenn es dann ums Eingemachte geht, dann gibt es für sie nur noch Parteiraison, was auf deutsch heißt, sie geben ihr Gewissen an der Garderobe ab. Und so bekommt ein gewisser Herr Link, der an Farblosigkeit nicht zu übertreffen ist, die Chance, Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt zu werden - nur weil er ingendwann irgendwann einmal das richtige Parteibuch inhalliert hat - und woanders möglicherweise im Wege ist. Gute Nacht Duisburg!!! Auf jeden Fall hat die SPD dann wieder einen ihrer Getreuen versorgt...
Warum beklagen Sie sich? Waren Sie vor 14 Tagen wählen, oder wohnen Sie gar nicht in Duisburg?
Über 48% der Leute , die zur Wahl gegangen sind haben Link gewählt.
Daran gibt es doch nur zu bemängeln, dass fast 70% der Bürgerinnen und Bürger kein Interesse mehr an der Wahl hatten.
Für `Nachtreten´ gibt es im Fussball die rote Karte!
Ich bin morgen als ehrenamtlicher Wahlhelfer im Wahllokal, Sie auch?!