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Sprinkler für Düsseldorfs U-Bahnen

22.02.2012 | 09:00 Uhr
Sprinkler für Düsseldorfs U-Bahnen

Düsseldorf. Die Düsseldorfer U-Bahnen sollen vor Feuer besser geschützt werden. Die Rheinbahn will 103 rot-weiße Stadtbahnen der B 80-Baureihe mit Wasser-Sprinklern ausstatten, um einen Brand bereits im Keim zu ersticken und Fahrgästen mehr Zeit zu geben, sich in Sicherheit zu bringen.

Auslöser für die jüngste Initiative war die Diskussion um den unzureichenden Brandschutz in den zwölf Düsseldorfer U-Bahnhöfen. Die strengen Vorschriften werden nicht erfüllt, die Stationen müssen saniert werden. Die Kosten liegen im zweistelligen Millionenbereich. Das schafft die Stadt nicht mit einem Schlag. Der Umbau wird etliche Jahre dauern, bis er abgeschlossen ist.

Doch jetzt zeichnet sich eine neue Lösung ab, wie die Stadt wenigstens einen Teil der Kosten für die Bahnhöfe einsparen kann. Die Brandschutz-Konzepte für die Haltestellen können etwas abgespeckt werden, wenn die U-Bahnen selbst besser gegen Feuer gewappnet sind. An besonders sensiblen Fahrzeug-Anlagen sollen deshalb Rauch- und Temperaturfühler installiert werden, die im Notfall Sprinkler an den Decken der Waggons aktivieren. Der Fahrgastraum wird in einen feinen Wassernebel gehüllt. „Wir wollen so ein Ausbreiten der Flammen verhindern“, erklärt Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. „Und wir schaffen das mit wenig Wasser.“

Auch dies ist ein Millionenprojekt, aber insgesamt deutlich günstiger als der nachträgliche Einbau von aufwendigen und riesigen Rauchabzugsanlagen in den U-Bahnhöfen. Deshalb soll konkret beim Umbau des U-Bahnhofes Nordstraße auf solche Abzugsschächte verzichtet werden, wie aus einer Sitzungsvorlage für den heutigen Ordnungs- und Verkehrsausschuss (16 Uhr im Rathaus) hervorgeht.

Dies ist grundsätzlich dann möglich, wenn die B 80-Stadtbahnen mit einer sogenannten „Brandbekämpfungsanlage“ (Sprinkler, Sensoren) ausgestattet werden. Zu diesem Schluss kommt der von der Stadt beauftragte Sachverständige in seinem aktuellen Brandschutz-Gutachten, wird Beigeordneter Stephan Keller heute mitteilen.

Im Kern geht es darum, dass alle Fahrgäste aus einem U-Bahnhof evakuiert werden können, bevor der Rauch zu dicht wird. Also ist es wichtig, das Feuer möglichst bereits an der Quelle zu löschen, betont Georg Schumacher.

In Hamburg fahren bereits U-Bahnen mit Sprinklern. Und in Essen ist ein Prototyp am Start. Die Rheinbahn setzt schon jetzt auf die Technik: „Sie ist unumstritten, erprobt und verfügbar“, erklärt der Sprecher.

Bis heute verfügen die rot-weißen U-Bahnen aus den 80er Jahren, die auf den Linien U74 bis U 79 eingesetzt werden, lediglich über Hand-Feuerlöscher, die im Notfall sowohl von den Fahrgästen als auch vom Fahrer eingesetzt werden können.

Michael Mücke



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