Das aktuelle Wetter Dortmund 2°C
Phoenix-See

Stille Reserve für stille Örtchen

18.05.2012 | 17:17 Uhr
Funktionen
Stille Reserve für stille Örtchen
Eine Toilettenalage ist in der Phosphateliminierungsanlage am Phoenix-See untergebracht. Foto: Klaus Pollkläsener

Hörde.   Ein gemütlicher Spaziergang rund um den Phoenix-See, doch dann verlangt die Natur mit Nachdruck ihr Recht. Und hier werden – besonders an sonnigen Tagen mit vielen Besuchern – oft Beschwerden laut: „Am See gibt es zu wenige öffentliche Toiletten.“

Ein gemütlicher Spaziergang rund um den Phoenix-See, doch dann verlangt die Natur mit Nachdruck ihr Recht. Und hier werden – besonders an sonnigen Tagen mit vielen Besuchern – oft Beschwerden laut: „Am See gibt es zu wenige öffentliche Toiletten.“ Eine Einschätzung, die Ludger Schürholz, Geschäftsführer der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft, so nicht teilt. Dennoch gibt es eine stille Reserve, was kaum ein Spaziergänger bemerkt.

Container nur Übergangslösung

Zur Zeit ist die Situation so: „An der Nordseite gibt es eine öffentliche Toilette und an der Südseite ein Provisorium“, zählt Geschäftsführer Schürholz auf. Gemeint ist ein Container, der vor dem zukünftigen Sport- und Rettungsstützpunkt steht und voll funktionsfähig ist. Sind die Bauarbeiten für den Stützpunkt beendet, werde es auch eine endgültige Lösung in Sachen öffentlicher Toilette in diesem Bereich geben, verspricht Ludger Schürholz.

Doch die Entwicklungsgesellschaft hat auch noch weitere Asse im Ärmel. „Die technischen Voraussetzung für zwei weitere Anlagen sind bereits vorhanden, wenn es tatsächlich mehr Bedarf geben sollte“, so Schürholz. Zum einen könnte im Osten, nahe dem Landschaftsbauwerk und dem Parkplatz an der Bundesstraße 236, ein weiteres WC für alle entstehen. Und auch im südwestlichen Hafenbereich liegen die entsprechenden Leitungen bereits jetzt. Somit gäbe es dann vier Möglichkeiten, sich Erleichterung zu verschaffen.

Aber: „Ich sehe im Moment keinen konkreten Bedarf“, schätzt Schürholz die Situation ein. Er geht davon aus, dass Spaziergänger maximal einen Kilometer bis zum nächsten WC gehen müssten. Damit sei der Phoenix-See ähnlich ausgestattet wie andere Parks oder Freizeiteinrichtungen im Stadtgebiet. Zudem werde sich die Situation noch einmal verbessern, wenn „im Sommer die Gastronomie startet“. Mit den Gastronomen werde sicherlich eine Vereinbarung zur Toilettenbenutzung gefunden.

Mehr Druck bei Festen in Hörde

Auch größere Beschwerden habe es gegenüber der Entwicklungsgesellschaft bisher noch nicht gegeben – auch nicht von Familien mit Kindern. „Bei größeren Festivitäten in Hörde kann es schon mal zu einem erhöhten Toilettendruck kommen, wenn Besucher zum See gehen“, sagt der Geschäftsführer. Das sei etwa vergleichbar mit der Situation in der Innenstadt, wenn etwa der BVB spielt. Doch besonders Männer, die sich in die Büsche schlagen, kommen bei Spaziergängern nicht gut an.

Wolfgang Maas

Kommentare
23.05.2012
14:04
Stille Reserve für stille Örtchen
von bernddd | #3

Man möchte doch gar keine Besucher am Phönixtümpel. Diese stören doch das Gesamtbild. Also bleibt nur ein fernbleiben und weiter kräftig Steuern zahlen, dann haben die Anwohner Ihre Ruhe und man braucht keine Toiletten.

19.05.2012
14:25
Stille Reserve für stille Örtchen
von buntspecht2 | #2

Ist doch noch recht Komfortabel in ganz Witten gibt es nur zwei öffentliche Toiletten

19.05.2012
14:08
Stille Reserve für stille Örtchen
von nothdurft | #1

Und wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Problems.

Aus dem Ressort
55,5-Millionen-Euro-Bauprojekt feiert wichtige Schritte
Neubauten LWL-Klinik
Das eine kostet 13 Millionen Euro und wird den Hunger von hunderten Menschen täglich stillen, das andere wird das neue 32,5 Millionen Euro teure...
Polizei durchsucht Schüler-Schrank nach Waffe
Albrecht-Dürer-Realschule
Polizei und Staatsschutz waren am Dienstag an der Albrecht-Dürer-Realschule in Dortmund-Aplerbeck im Einsatz. Sie durchsuchten gezielt den Spind eines...
Mallorca-Party mit Oli P.
Aplerbecker Ratskeller
Das wird wohl die größte Sause, die der Ratskeller in Aplerbeck je erlebt hat. Am Freitag steigt in der historischen Gaststätte unter dem Amtshaus die...
Wie Neonazis in Dortmund versuchen, Gegner einzuschüchtern
Rechtsradikale
Der Dortmunder Robert Rutkowski wird von Neonazis bedroht. Im Interview erzählt er, wie sein Umfeld auf Todesanzeigen und Hakenkreuze reagiert.
Verliebter Arzt zog fort, ohne Patienten zu informieren
Umzug
Vor verschlossenen Türen stehen derzeit Patienten eines Allgemeinmediziners in Dortmund. Der Liebe wegen zog er Arzt quasi über Nacht fort.
Fotos und Videos
article
6670331
Stille Reserve für stille Örtchen
Stille Reserve für stille Örtchen
$description$
http://www.derwesten.de/ikz/staedte/dortmund/sued/stille-reserve-fuer-stille-oertchen-id6670331.html
2012-05-18 17:17
Süd