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Bunter Tanz und leckere Torten

24.06.2012 | 16:40 Uhr
Bunter Tanz und leckere Torten
International präsentierte sich Hörde an der Schlanken Mathilde. Einige (Tanz-)Gruppen kamen in Trachten. Foto: Günter Schmitz

Hörde. Bunt, lecker, international - so präsentierte sich Hörde am Samstag (23. Juni) beim Fest „Hörde International“. Rund um die Schlanke Mathilde zeigten die Menschen, mit welchen kulturellen Erlebnissen sie den Stadtbezirk bereichern.

Rot-weiße Kleider und rote Mützen tanzen über die Bühne auf dem Hörder Markt. Eine russische Tanzgruppe zeigt, wie elegant sie sich bewegen kann. Tradition aufs Parkett gebracht. 15 Jugendliche mit russischen Wurzeln haben die alten Tänze einstudiert. Sie sind nicht die Einzigen, die an diesem Tag einen Ausschnitt aus der Kultur ihrer Heimat präsentieren.

„Manche singen, manche tanzen und manche spielen Musik“, sagt Marylin Pardo. Sie moderiert mit ihrem Vater Giorgio Pardo, vom Integrationsrat der Stadt, die Bühnenshow. Auch Familie Pardo bringt etwas Internationales mit, sie stammt aus Italien.

Im Scheinwerferlicht stehen an diesem Tag neben der russischen Tanzgruppe noch knapp 20 andere Bands und Tanzclubs. Eine polnische Gruppe tanzt Polka und Krakowiak. „Die Tänze, die wir zeigen, kommen aus den verschiedensten Regionen Polenst“, sagt Wojtek Wegrzyn. Die Jugendlichen tragen Blumenkränze auf dem Kopf, Stiefel an den Füßen und ornamentgestickte Kleider. Die Musik ist bestimmt von Akkordeon-Klängen und einem sehr schnellen Rhythmus.

„Wir haben einen polnischen Choreografen, mit dem wir die Tänze üben“, sagt Wojtek. Seine Gruppe tritt häufig auf, auch mit Tänzern aus anderen Ländern: „Letzte Woche haben wir in Castrop-Rauxel zusammen mit Portugiesen getanzt.“ Nach der Show lädt Wojtek spontan zwei Zuschauerinnen zum Training ein.

An den Ständen in der Hörder Fußgängerzone gibt es zumeist kulinarische Proben der Länder. Ein italienischer Stand lockt mit Pasta, Pizza und frittierten Reisbällchen. Ein paar Meter weiter gibt es Balkan Cevapcici und nebenan stehen gebratene Nudeln und Frühlingsrollen aus Vietnam auf der Karte. Die Welt in hundert Metern Köstlichkeiten.

Russische Torten kommen besonders gut an. „Die haben weniger Sahne und dafür mehr Boden“, sagt Julia Fur von der russischen Glaubensgemeinde. Sie will auf die Evangeliumsgemeinde aufmerksam machen. In Dortmund gehören etwa 80 Mitglieder zur russischen Gemeinde.

Beim TUS Wichlinghofen können die Besucher testen, wie schnell sie Plastikbecher stapeln und wieder einsammeln können. Speed Stacking nennt sich das. „Wir hatten eben die deutsche Meisterin hier“, sagt Jutta Stock.

„Es ist schön, so viele verschiedene Musiker und Tänzer zu sehen“, sagt Sabine Langer. Sie flaniert über den Markt, isst einen Blini und schaut der tamilischen Band zu. „Bezaubernd“, sagt sie. Fünf Geschwister haben sich auf der Bühne auf ihre vier Buchstaben gesetzt und spielen mit Maultrommeln, Zupfinstrumenten und Trommeln ein Lied, das Sabine Langer fast in Trance versetzt.

Von Oliver Körting



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