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Sprengsätze am Stadion gefunden

01.04.2011 | 07:54 Uhr
Sprengsätze am Stadion gefunden

Dortmund. Nächtlicher Einsatz des Bundeskriminalamtes auf einem Parkplatz nahe des Signal Iduna Parks: Ein Erpresser hatte gedroht, einen Bombenanschlag auf Zuschauer des Spiels Borussia Dortmund - Hannover 96 zu verüben.

Nach Hinweisen eines 25-Jährigen Deutschen stellte die Kriminalpolizei gleich drei sprengstoffverdächtige Gegenstände auf dem Parkplatz gegenüber der Eislaufhalle an der Ardeystraße sicher. Offenbar hatte der 25-Jährige versucht, mit den angeblich geplanten - tatsächlich aber erfundenen - Bombenanschlägen Geld zu erpressen. Die Polizei in Dortmund und der BVB nehmen den Vorfall ernst, glauben aber nicht, dass er sich auf das kommende Heimspiel auswirken wird.

Anonyme E-Mail

Laut Polizei hatten das BKA und die Landespolizei in den vergangenen beiden Tagen Einsätze sowohl in Krefeld als auch in Dortmund. Hintergrund waren zunächst anonyme Hinweise per E-Mail, die im Februar bei der Deutschen Botschaft in Islamabad/Pakistan landeten. Sie kündigten Informationen zu zwei angeblich durch eine Gruppe geplanten Anschlägen in Deutschland an. Die Polizei nahm die Hinweise ernst, verfügte der Hinweisgeber doch „über umfangreiche Kenntnisse beim Bau von so genannten unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV)“, so das Bundeskriminalamt.

Die Polizei sperrte das Gelände am Stadion ab. Foto: Franz Luthe

Aufgrund eines ähnliche gelagerten Erpressungs-Falles in der Vergangengeit hatte die Polizei zwar schnell den Verdacht, dass die Anschlagsserien vom Hinweisgeber nur konstruiert sein könnten - Gewissheit gab es aber erst am 29. März, als der Hinweisgeber in einem Kölner Hotel festgenommen wurde. In seiner Vernehmung räumte der Mann ein, „die geplanten Anschlagsszenarien in Deutschland erfunden zu haben“, so das BKA am Donnerstagnachmittag. Gleichzeitig sagte er jedoch aus, im Bereich des Signal Iduna Parks drei Sprengsätze abgelegt zu haben und auch in seiner Wohnung drei Sprengsätze zu lagern, wobei das Tatmotiv bislang offen ist.

Beim nächtlichen Einsatz auf dem Parkplatz in Dortmund „wurden drei sprengstoffverdächtige Gegenstände gefunden und unschädlich gemacht bzw. gesichert.“ Ob es sich um tatsächlich explosiven Sprengstoff gehandelt hat - unklar. „Nach einer ersten Einschätzung war jedoch nicht von einer akuten Gefährdung der Bevölkerung auszugehen“, so das BKA.

Normales Heimspiel

Die Polizei in Dortmund stellt sich auf einen normalen Heimspieltag ein. Nach dem Ermittlungsstand von gestern Nachmittag sei nicht davon auszugehen, dass die Polizei ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen müsse. An normalen Spieltagen des BVB sei man mit 100 bis 200 Beamten im Einsatz. Beim Revier-Derby könnten es auch schon mal bis zu 1000 Einsatzkräfte sein. Sprengstoff-Spürhunde habe man zuletzt bei der WM 2006 im Einsatz gehabt.

Peter Ring



Kommentare
31.03.2011
18:36
Sprengsätze am Stadion gefunden
von kahevo | #1

Menschen, wenn man von Menschen reden kann, sollten, schon bei der Planung einer sochen Tat,
für immer weggesperrt werden. Dortmund ist überall,
ein Urteil in diesem Sinne kann das zukünfig zwar nicht verhindern, aber es ist eine abschreckende Wirkung.

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