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Lärmschutz mit Lücke

04.04.2012 | 18:00 Uhr
Lärmschutz mit Lücke
Zum Rewe-Lager am Brackeler Hellweg kommt jetzt die neue Zentralfleischerei. Ob die Lärmschutzwand (nicht im Bild) das Areal wirkungsvoll abschirmt, ist umstritten. Foto: Jochen Linz

Brackel. Rewe am Hellweg hat die neue Fleischerei in Betrieb genommen - die städtische Lärmschutzwand, eigentlich Voraussetzung für die Produktion, steht aber nicht vollständig. Das ärgert die Bürgerinitiative „Gemeinsam für Brackel“: Die Stadt entscheide einmal mehr pro Wirtschaft und gegen die Interessen der Anwohner.

Die Lärmschutzwand sei „laut Genehmigung eindeutig und unmissverständlich“ „unbedingte Voraussetzung“, so Wilhelm Auffahrt für die Bürgerinitiative. „Dies ist jedoch definitiv nicht der Fall, weil ein circa 20 Meter breites und 8 Meter hohes Teilstück immer noch nicht errichtet ist. Somit ist auch kein ausreichender Lärmschutz für die Anwohner gegeben“.

Mängel am Bau

Unterdessen hat Rewe den Betrieb der neuen Fleischerei aufgenommen. Mit Recht, meint Kira Limbrock, Pressesprecherin der Rewe Dortmund Großhandel eG. „Als wir die Fleischerei in Betrieb genommen haben, war die Lärmschutzwand bereits fertiggestellt. Mängel am Bau, die auf die kalte Witterung zurückgeführt wird, haben nun dafür gesorgt, dass ein Teil der Wand wieder abgerissen und erneuert werden muss.“ Wegen Lieferschwierigkeiten der neuen Bauelemente werde sich die erneute und hoffentlich endgültige Fertigstellung, nach Angaben des Tiefbauamtes bis Mitte April hinziehen, so Kira Limbrock auf Anfrage unserer Zeitung.

„Die Fertigstellung der Lärmschutzwand hat sich immer wieder nach hinten verzögert. Die Rewe Dortmund war zur vereinbarten Fertigstellung der Wand, die noch für November 2011 vorgesehen war, längst mit ihrem Bau der Fleischerei fertig.

160 Kräfte pendelten

Dennoch mussten wir weiter in unserem Ausweichbetrieb in Oer-Erkenschwick produzieren. Als dann die Lärmschutzwand Mitte Februar endlich errichtet war, war es für unsere Mitarbeiter eine Erleichterung, dass sie nicht mehr bis nach Oer-Erkenschwick pendeln mussten, sondern ihre Arbeit wieder in ihrer Heimatstadt aufnehmen konnten.“

In der Fleischerei stehen 160 Mitarbeiter in Lohn und Brot. „Wir können nicht einfach den Betrieb einstellen, weil die Baufirma der Lärmschutzwand nicht korrekt gearbeitet hat und nun nachbessern muss“, so die Rewe-Sprecherin. Die Bürgerinitiative beklagt Lärmbelastungen zum Beispiel von den oberen Kühlaggregaten und den Lkw-Bewegungen im oberen Teil der Tedi-Zufahrt und des Rewe-Lkw-Parkplatzes.

„Auch hier haben sich leider unsere lange gehegten und mehrfach geäußerten Bedenken wieder einmal bewahrheitet“, so Auffahrt.

Alexander Ebert


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