Das aktuelle Wetter Dortmund 10°C
Billardclub

„Gut Stoß!“ seit 80 Jahren

12.06.2012 | 16:09 Uhr
„Gut Stoß!“ seit 80 Jahren
Der Carambolbillardclub Tümmler wird 80 Jahre alt. Foto: Michael Printz

Eving. Ja, die Bälle rollen wieder. Allerdings nicht nur auf den Spielfeldern in Polen und der Ukraine. Auch in Dortmund geht es um alles oder nichts: Beim Carambolage, einer Billard-Variante, die mit drei Bällen und einem Tisch ohne Löcher gespielt wird. Wo? Im Billardclub Tümmler, der gerade sein 80-jähriges Bestehen feiert. Gerne laden die routinierten Vereinsmitglieder auch Neulinge an ihre Tische ein. Hier erklären die Jungs, worauf es beim Carambol-Billard wirklich ankommt. Nur das Einlochen überlassen sie der Deutschen Nationalelf auf dem Bolzplatz. In diesem Sinne: Gut Stoß!

Lebendige Randsportart

„Wir sind eine Randsportart“, sagt Bernhard Trawinski. Trotzdem – oder gerade deshalb – liegt dem Sportwart viel an dem Erhalt des Carambol-Billards. Dreimal wöchentlich kommen die „Tümmler“ in der Sporthalle Nord 1 an der Münsterstraße zusammen. Offiziell, um zu trainieren – für die Mannschafts- und Einzelmeisterschaften im Winterhalbjahr. Inoffiziell wird neben der einen oder anderen Carambolage auch ein nettes Pläuschchen unter Freunden am Tresen gehalten. Und zu erzählen, gibt es in 80 Jahren Vereinsgeschichte eine Menge. Mit mittlerweile knapp 30 Mitgliedern können sich die „Tümmler“ im Umkreis sehen lassen. „In Dortmund sind wir damit gut aufgestellt“, meint Trawinski. Bei den derzeit laufenden Meisterschaften des Billard-Verbandes Westfalen ist der Verein gleich mit sieben Mannschaften in unterschiedlichen Disziplinen aufgestellt.

Der Vereinsname hat übrigens nichts mit dem bekannten Meerestier zu tun – ein Tümmler ist ein besonderer Stoß beim Billard. Nachdem der Club 1932 von acht billardbegeisterten Sportkameraden in Lindenhorst gegründet worden ist, sind die Männer inklusive neuem Inventar 1977 erst in die Bergstraße und 2005 in die Münsterstraße umgezogen. Hier fühlt sich die Truppe pudelwohl: „Endlich raus aus dem Kneipenmilieu“, wie sie selbst sagen.

Jüngster Spieler ist Student

Wer denkt, dass die Sportart nichts für junge Hüpfer ist, der irrt. Der jüngste „Tümmler“ ist gerade einmal 24 Jahre alt. Tobias Große heißt er, und wenn der Student nicht gerade büffelt, steht er hinterm Billardtisch. „Mein Onkel ist in dem Verein. Am Anfang hat er mich ab und zu mitgenommen – dann habe ich Spaß daran gefunden“, sagt er. Wer also Lust dazu hat, neben Fußball, Fitness und Co ein besonderes Sportvergnügen auszutesten, ist im Clublokal täglich ab 17 Uhr willkommen. Mehr Informationen unter www.bc-tuemmler.de.

Hannah Biermann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6759273/create

Fotos und Videos
Väter werken mit ihren Kindern
Bildgalerie
Fotostrecke
Manegenfieber in Eving
Bildgalerie
Fotostrecke
Das Frühlingsfest in Wambel
Bildgalerie
Fotostrecke
Berufsfindung am Gymnasium
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
LKW parken Gehweg zu
Altenderner Straße
Fern Mehring ärgert sich über die Zugmaschinen, die ständig auf der Altenderner Straße in Höhe der Hausnummer 195 abgestellt sind. Da kommt weder ein schlanker, noch ein dicker Fußgänger durch, sagt der Anwohner.
Die Kirchen-Entwidmung in Lindenhorst erregt die Gemüter
Evangelische Kirche
Die alte evangelische Kirche liegt Rudolf Hübener am Herzen. Sie war ein fester Lebensbestandteil und soll nun entwidmet werden. Wenn die Genehmigung des Landeskirchenamtes für den Verkauf vorliegt, könnte bereits Mitte des Jahres der Entwidmungsgottesdienst stattfinden.