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Partynacht

Kraftklub im Piano, Comedy an der FH und Party bis zum Morgen

Gossip-Frontfrau Beth Ditto zog im FZW bei der 1Live-Nacht in Dortmund alle Register. Foto: Steffen Gerber/DerWesten

Im Piano zeigten die aufstrebende Deutsch-Rocker von Kraftklub, wo der Hammer hängt. Das Musiktheater Piano war brechend voll und, na klar, ausverkauft. Vor dem Club versuchten junge Erwachsene noch vergeblich, Karten zu ergattern. Drinnen hüpften, pogen und sangen die Fans zu diesem einzigartigen Misch aus Rock, Rap, ein wenig Punk, Indie und Pop. Und in den Pausen zwischen den Liedern stimmte sich das Publikum schon mal auf das Pokalfinale ein und sang BVB-Lieder.

Abklatschen mit den Fans: Kraftklub hatte mächtig Spaß beim Konzert im Piano. Foto: Linda Zuber

Sänger Felix kam immer wieder ganz nah 'ran an die Fans, bückte sich von der Bühne, Männer und Frauen klatschten ab. Egal ob alternativ gekleidet oder so wie ein nettes Mädchen von nebenan. Für alle gab erst mal eine geforderte Bierdusche. „Die Jungs sind einfach bodenständig und geil“, sagte ein Zuschauer. „Kraftklub sind etwas völlig Neues, alles was nach ihnen kommen wird, kann nur nachgemacht sein“, meinten andere.

Mit ihren zynischen, ironischen, humorvollen und kritischen Texten begeisterten die Chemnitzer wie schon im Oktober 2011 beim Visions-Festival im FZW : Auch im Piano kreischten die Mädels, die jungen Männern tanzten, Frauen mittleren Alters sangen die Refrains mit. Und auch ein paar ältere Musikbegeisterte waren dabei. Mit Hemd und Krawatte stach etwa Werner aus der Menge hervor. Der 65-Jährige reiste direkt von einer geschäftlichen Sitzung an. „Ich habe mich schon immer für Musik interessiert, früher bin ich auf Stones-Konzerte gegangen. Heute bin ich hier, diese Band gefällt mir, sie sprechen viele Wahrheiten aus.“

Comedy an der „Kevin-Großkreutz-FH for Applied Sciences“

Einen rappelvollen Hörsaal bescherte die 1Live-Nacht in Dortmund der FH. Bei dem Comedy-Abend taufte Moderator Luke Mockridge die Fachhochschule in „Kevin-Großkreutz-FH for Applied Sciences“ um.

Die gut zweieinhalb-stündige Show war mit 487 Amüsierwilligen im besten Studierenden-Alter bis auf den letzten Platz besetzt und schon seit Wochen ausverkauft. Der Örtlichkeit und dem Publikum angemessen, scherzten Abdelkarim, David Werker, Fee Badenius und Maxi Gstettenbauer über Themen wie Facebook, Freunde und Lebensweisheiten in dem sehr besonderen Lebensabschnitt von Schule und Studium: „Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert!“, gab David Werker dem Publikum als Tipp mit, und Abdelkarim zitierte seinen Vater: „Geh studieren, am besten irgendwas mit BAföG!“

Fee Badenius brachte dann Mädchen-Themen ein („die perfekte geometrische Figur – ist die Kugel!“) und outete sich als „keine gute Freundin“, weil sie nicht auf gemeinsame Diäten stehe. Maxi Gstettenbauer hatte als Bayer gleich alle Lacher auf seiner Seite, aber Luke Mockridge verspielte beinahe alle Sympathien, als er sich mit „Ich sag mal, Düsseldorf, seid ihr bereit …“ in der falschen Stadt wähnte. Da halfen auch Schmeicheleien über Double- und zukünftige Triple-Meisterschaften nichts – das Publikum hatte einfach verdammt viel Spaß.

Party bis zum Morgengrauen in den Nightrooms

Derart amüsiert oder auch bestens bei der Lesung im Seepavillon unterhalten, konnten viele dann noch zur langen Party-Nacht in zehn Diskotheken bzw. Clubs aufbrechen. Und in den Nightrooms, an der Technischen Universität (TU Dortmund), im Daddy Blatzheim am Westfalenpark, im Tanzcafé Hösel, View im U-Turm, Alter Weinkeller, auf dem Clubschiff Herr Walter im Hafen, im FZW und domicil brach bereits überwiegend der Morgen an, als die letzten Tanzwütigen sich auf den Weg nach Hause machten.

So stürmten 2500 Discogänger zur Charts-Party in die Nightrooms. Verteilt auf drei Hallen und zwei Lounges machten sie dort Nacht zum Tag. Das 1ive-Team und die Resident-DJs des Clubs brachten die Meute mit zusätzlicher Technik und Videoanimationen in Bewegung. Im Bay-Club stimmten die Partygäste für ihre Lieblingshits ab, was Moderator Jan-Christian Zeller, der schon seit fünf  Jahren als DJ in den Nightrooms auflegt, und DJ Thorsten Neuhaus dann auf den Plattentellern umsetzten.

Parallel zum Bay Club ging es auch auf den anderen Floors heiß her. Im Buddha, der zweitgrößten Halle, legte der Nightrooms-DJ Timo S. bekannt groovige House-Sounds auf, während im Gold-Club DJ Amir die Gäste mit heiße R'n'B-Rhythmen auf die Tanzfläche bekam. Zufriedenheit aller Orten.

Stagediving im Odeon beeindruckte auch U23 des BVB

Ähnlich lief es auch im Odeon: Dort legte 1Live-DJ Jens Gusek auf. 650 Leute feierten bis 5 Uhr morgens. Partygänger berichteten von einer grandiosen Stimmung: Stagediving war angesagt, Leute wurden auf Händen über die Menge getragen. Dabei hatte auch die erfolgreiche U23 von Borussia Dortmund ihren Spaß, ein Großteil der Mannschaft mit den jungen Regionalliga-Kickern ließ sich von der guten Laune anstecken.

Und wird wie viele weitere Tausende auch am Wochenende mit dem „großen" BVB mitfiebern und dann weiter feiern.

Die Stars von "Eine Nacht in Dortmund"
Kraftklub im Piano

Steffen Gerber, Katrin Figge, Andreas Winkelsträter, Linda Zuber

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