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Hoesch-Museum ist ein Erinnerungsort für alle

29.11.2010 | 18:17 Uhr
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Hoesch-Museum ist ein Erinnerungsort für alle
Das Hoesch-Museum feiert fünfjähriges Jubiläum in Dortmund. WR-Bild: Ralf Rottmann

Dortmund. Das Hoesch-Museum feiert am kommenden Freitag ab 16 Uhr sein fünfjähriges Bestehen mit der Eröffnung eines Lehrpfades „Vom Eisenerz zum Stahl“. Um 17 Uhr schließt sich im Info-Center der Westfalenhütte ein Festakt an, zu dem Interessenten eingeladen sind.

Kommen die Menschen zusammen, die nach der Abwicklung des Stahlstandortes Dortmund die Idee schmiedeten, der Stadt nach 160 Jahren Schmelze einen Erinnerungsort zurückzugeben, wird die Freude deutlich, dass man es überhaupt geschafft hat. Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums, bedankte sich bei starken Partnern - u.a. ThyssenKrupp Stahl, der Stadt, dem Verein pro Kultur. Durch den Lehrpfad werde die Attraktivität noch erhöht.

TKS-Personalchef Klaus Bailer beschrieb die kurze Risikophase am Anfang der Überlegung, solch ein Haus zu sponsern. „Man kann einen Euro nur einmal ausgeben - für die Vergangenheit oder für die Zukunft.“ Der ehemalige Arbeitsdirektor Alfred Heese habe aber Überzeugungsarbeit geleistet: „So ist es uns leicht gefallen, das Gebäude zur Verfügung zu stellen.“

Der städtische Museumsdirektor Wolfgang Weick sieht in dem Haus die Widerlegung der These von Altbundeskanzler Schmidt, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Das Museum werde sogar gefragt, wenn es um die Teilnahme an Kulturhauptstadt-Veranstaltungen wie „Extraschicht“ gehe - eine Auszeichnung. Kurator Michael Dückershoff, dem Ellerbrock dafür dankte, dass er sich erfolgreich darum bemühe, Jugendliche für das Museum zu interessieren, wies auf einige Exponate hin, die neu angeschafft worden seien. Nachwuchsarbeit sei wichtig, „es werden immer weniger Stahlarbeiter sein, die ihre Mitarbeit anbieten“. Die Idee für das Anlegen des Lehrpfades hatte Dr. Wolfgang Homann. Bis zu 12 Tonnen schwere Exponate wurden dafür herangeschafft - ein Beispiel mehr dafür, dass eine Idee nicht alleine zu realisieren ist. Denn der Brocken ist den Weg von Kiruna/Schweden schließlich nicht hierhergerollt. Es soll ja nichts kosten. Dafür braucht man Unterstützer - und die hat das Museum gefunden.

DerWesten

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