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Kohleabbau

Bergbau-Hohlräume unter Kindergarten entdeckt

05.07.2012 | 18:12 Uhr
Bergbau-Hohlräume unter Kindergarten entdeckt
Der Katholische Kindergarten Barop ist wegen Bergschäden und Hohlräumen unter dem Gebäude geschlossen. Foto: Franz Luthe

Barop.   Der Kindergarten St. Franziskus-Xaverius in Dortmund-Barop ist für mindestens sechs Wochen dicht: Bei Bauarbeiten sind direkt unter dem Gebäude Hohlräume entdeckt worden – Relikte aus der Bergbau-Ära.

Hohlräume unter dem Kindergarten und dem Pfarrheim der Katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus-Xaverius in Barop führten am Dienstag zu einer sofortigen Sperrung beider Gebäude. Wegen einer akuten Gefährdung der Standsicherheit wurde die Nutzung durch die Bezirksregierung in Arnsberg untersagt.

Die Hohlräume stammen aus einem oberflächennahen Kohleabbau , vermutlich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Entdeckt wurde die Gefährdung jetzt bei Erkundungsarbeiten für einen neuen Anbau für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

Die Kath. Kindertageseinrichtungen Östliches Ruhrgebiet gGmbH reagierte umgehend auf die Situation und organisierte bis gestern eine Unterbringung der 50 Kinder in Notgruppen im Kindergarten von St. Clemens in Hombruch. Die Eltern wurden am Mittwoch in einer Versammlung informiert.

Bezirksregierung trägt die Kosten

„Inzwischen ist die Betreuung der Kinder für die nächsten sechs Wochen sichergestellt“, sagt Birgit Sprenger von der Kath. Kita gGmbH. So lange etwa wird die Sanierung des Untergrunds mindestens dauern. Die Kosten für die Standsicherheit von Kindergarten und Pfarrheim werden von der Bezirksregierung in Arnsberg übernommen.

Die nahen Sommerferien erleichtern die Unterbringung der Kinder in anderen Einrichtungen. So kann vom 9. bis 20. Juli der dann normalerweise geschlossene Kindergarten St. Marien in Hombruch genutzt werden. Vom 23. Juli bis 10. August ist der Kindergarten St. Franziskus-Xaverius dann planmäßig geschlossen und vom 13. August bis 17. August findet die Betreuung wieder in St. Clemens statt.

Betreuungszeiten bleiben unverändert

Birgit Sprenger weist darauf hin, dass alle Betreuungszeiten unverändert bleiben. Lediglich die Versorgung der Kinder mit einem warmen Mittagessen sei in diesen Zeiten nicht möglich. Die Eltern werden daher gebeten, den Kindern ein zweites Frühstück oder einen kalten Imbiss mitzugeben. Ein Teil des Spielzeugs sowie persönliche Gegenstände der Kinder wurden von einem Umzugsunternehmen aus dem geschlossenen Kindergarten mitgenommen und werden nun in die Ausweicheinrichtungen gebracht.

Bis zum Abschluss der Sicherungsarbeiten bleiben die betroffenen Gebäude eingezäunt und dürfen nicht betreten werden.


Kommentare
05.07.2012
21:34
Das ist doch nur die Spitze...
von runningvalentino | #1

des Eisberges. Glaubt denn wirklich jemand, dass es nicht viel, viel mehr unverfüllte Hohlräume im Großraum Hombruch/ Barop gibt.

Die Tagesbrüche im Bereich der A 45 geben doch deutliche Fingerzeige.
Nur : Wer will denn da etwas tun, bevor "Gefahr im Verzug" ist?

Es werden noch mehr Altlasten durch den Bergbau zu Tage kommen, wetten?

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