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Kriminalität

Zahl der Straftaten sinkt erneut

12.03.2012 | 18:27 Uhr
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Zahl der Straftaten sinkt erneut
Einbruch in Wulfener LKW-Werkstatt am 30.9.2011

Dorsten. Das Risiko, in Dorsten Opfer einer Straftat zu werden, ist erneut gesunken. Das ist die gute Nachricht der Kriminalitätsstatistik der Polizei. Die schlechte Nachricht, die Kritiker der scheidenden Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere bestätigen: Die Zahl der Wohnungseinbrüche (insgesamt 213, plus 21,7 %) und Taschendiebstähle (139, plus 26,3 %) sind auch in dieser Stadt stark angestiegen und damit in Delikt-Bereichen, die das Sicherheitsgefühl der Bürger besonders nachhaltig beeinträchtigen.

An der Grundaussage der Statistik ändert das nichts. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der registrierten Straftaten von 6493 im Vorjahr auf 6300. In der Kriminalitätshäufigkeitszahl (Straftaten pro 100 000 Einwohner), die einzelne Städte miteinander in den Vergleich setzt, sinkt der Dorstener Wert von 8399 auf 8206. Eine erneute Verbesserung -- im Vergleich der Jahre 2009 zu 2010 war er von 9581 auf 8399 stark gesunken.

Die Dorstener leben damit in ihrer Stadt sicherer als die Bürger im Durchschnitt des Landes NRW (8470 Straftaten pro 100 000 Einwohner) und des Polizeipräsidiums Recklinghausen (8447). Den höchsten Quotienten weist die Kreisstadt mit 10 388 aus, am sichersten dürfen sich die Halterner (6827) fühlen.

Die Aufklärungsquote der Straftaten in der Lippestadt beträgt fast 42 %, neun Punkte weniger als im Vorjahr, in dem die Polizei über 51 % der Fälle klärte. „Das ist sicherlich steigerungsfähig“, so Polizeisprecher Andreas Weber, der den Rückgang aber nicht überbewerten will. „Wenn wir eine Serie klären, wie die der Fahrrad-Diebstähle in 2010, schlägt das stark auf die Statistik durch.“ Auffällig dennoch: Zwar konnten die Beamten die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen von 6,3 auf 12,1 % fast verdoppeln, dennoch bleibt sie ebenso wie bei den Taschendiebstählen (fünf Prozent geklärt) auf niedrigem Niveau.

Positiv fällt auf: Zu gefährlichen und schweren Körperverletzungen auf Straßen und Wegen kommt es in Dorsten immer seltener. Nach 75 Fällen im Vorjahr zählte die Polizei 2011 noch 54 solcher Delikte (-54 %). „Da hatten wir schon doppelt so hohe Zahlen“, erinnert Weber. „Möglich, dass die Gewaltbereitschaft insgesamt sinkt.“ Dass Prävention Wirkung zeigt, etwa durch Programme an Schulen, könnte ein weiterer Grund sein, so der Polizeisprecher.

Gestützt wird seine Interpretation der Statistik durch die Langzeit-Analyse der ermittelten Tatverdächtigen nach Altersgruppen. Im Ergebnis der Betrachtung sinkt die Zahl der Täter unter 21 Jahren. So waren vor zehn Jahren 236 ermittelte Täter jünger als 14 Jahre, ihre Zahl ist nun auf 70 gesunken. Bei den Jugendlichen ging sie im gleichen Zeitraum zurück von 378 auf 246.

Martin Ahlers

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