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Rekord-Ergebnisse auf der "Meile"

Zur Zoomansicht 08.09.2009 | 11:42 Uhr
Stadtteilfest Lindener Meile 2009. Foto: Thomas Schild
Stadtteilfest Lindener Meile 2009. Foto: Thomas Schild

Gelungenes Familienfest zum verkaufsoffenen Sonntag im Lindener Zentrum. Gut besuchtes Programm auf dem Kirchplatz.

Linden. „Zu einem ordentlichen Platzkonzert gehört auch ein kräftiger Platzregen”, muss sich Petrus wohl gedacht haben und schickte am Samstag zum Auftakt der Lindener Meile einen so heftigen Regenschwall hernieder, dass selbst den furchtlosesten Besuchern angst und bange wurde. Die richtige Antwort fanden die „Knurrhähne” der Marinekameradschaft. Sie besangen den „Blauen Himmel” und fortan blieb das Wetter bis zum Sonntagabend stabil gut.

Nur die Isetta-Oldtimer und die Traktoren durften fahren. Foto Thomas Schild

Damit war schon einmal die erste Hürde für die veranstaltende Lindener Werbegemeinschaft genommen. Hielt sich am Samstag der Besucherandrang noch erwartungsgemäß etwas zurück, so war es am verkaufsoffenen Sonntag rappelvoll in der Lindener City. Am Samstag war die für den Autoverkehr gesperrte Hattinger Straße noch relativ leer. Nur einige Traktoren, die mit den Kindern kleine Spritztouren durch den Ortskern fuhren, waren auf der Straße zu sehen. Besucher nutzten den Bürgersteig. Am Sonntag dann ein ganz anderes Bild. Die Tram musste sich immer wieder durch lautes Bimmeln ihren Weg durch die Menschenmassen bahnen.

In Höhe „AmPoter” gab es kaum ein Durchkommen. Eine riesige Menschentraube blieb stehen, um den Auftritt von Josua Köhler (8) zu verfolgen. Er brach gerade den bisherigen Rekord von 25 Bierkisten, die er hinauf geklettert war und sattelte noch einen Kasten obenauf. Gesichert wurde der Gesamtführende im Bierkistenklettern von der ganz in rot gekleideten Truppe des Elias-Reinigungsdienstes mit ihrem Hubwagen.

26 Kisten stapelte Josua Köhler - am Sicherungsseil.

Aufsehen erregend war auch das Bullenreiten, das die Firmen Kruse, Lindemann, Optik Schulze und Bestattungen Fritz gemeinsam an der Hilligenstraße veranstalteten. Ziel war, sich so lange wie möglich auf dem widerspenstigen Kunstbullen zu halten. Spektakuläre Stürze auf das Luftkissen wurden mit einem lauten Applaus bedacht. Verhaltene Kritik an der Organisation kam allerdings von Michael Schmidt von Haushaltswaren Schwager. Er sprach das aus, was wohl die Händler zwischen Nöckerstraße und dem Marktplatz dachten: „Das ist doch eine amputierte Meile. Warum hat man nicht die Straßensperrung am Marktplatz enden lassen und den zentralen Platz mit einbezogen?”, fragte sich der Geschäftsmann. Der sehr gut besuchte Auftritt von Esther Münch alias Waltraut Ehlert hätte es vielleicht geschafft, den Marktplatz zu füllen. Für die übrigen Veranstaltungen war der übersichtliche Liebfrauen-Kirchplatz genau die richtige Lokalität mit Flair und Charme. Egal ob Knurrhähne, TKS-Jazzdancegruppe oder die Judokämpfer vom Budo-Sportclub, sie alle sorgten ebenso wie die Jung- und Altrocker der Hugo-Schultz-Schulband „Bad Behavior” für eine tolle Stimmung und angenehme Fülle auf dem sich zum Kleinod entwickelnden Kirchplatz.

Bezirksvertreter Thomas Lingnau-Konincks (Grüne), der beide Tage besucht hatte, zog deshalb auch ein überaus positives Fazit. „Die Integration der ehrenamtlichen Gruppen in die Meile 2009 ist gut gelungen. Ein breiter Querschnitt der Lindener Vereine hat mitgemacht. Das war keine reine Verkaufsveranstaltung, sondern ein Fest für die ganze Familie”, zollte der Politiker der Lindener Werbegemeinschaft ein dickes Kompliment. HaCl

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