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Musikzentrum

Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest

23.05.2012 | 00:04 Uhr
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
Detail des preisgekrönten Entwurfs.Foto: Karl Gatzmanga

Bochum. Eine Arbeitsgemeinschaft des Stuttgarter Achitekten-Büros Bez + Kock soll das Musikzentrum an der Viktoriastraße bauen. Das ist das Ergebnis der Jury-Sitzung, die am 22. Mai im Museum auf Einladung der Stadt Bochum über die Bühne ging.

Der Entwurf sieht als Fassade des Neubaus zur Viktoriastraße hin keinen Glaskörper, sondern einen geschlossenen und verkleideten Bau vor. Wie in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt, ist die Marienkirche als städtebauliches Wahrzeichen in den Entwurf eingearbeitet worden, mit einem verglasten Zugang an der Fassade des Seitenschiffs. „Es hat den Richtigen getroffen, es war der herausragende Beitrag“, so SPD-Fraktionschef Dieter Fleskes auf WAZ-Anfrage gestern Abend.

Ergebnisse werden am 07. Juni der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Das Büro Bez + Kock hat 1. Wettbewerbspreise und Aufträge u.a. für das Deutsche Generalkonsulat in Jekaterinburg/Russland, für die Erweiterung der Fachhochschule Deggendorf und die Naturwissenschaftliche Bibliothek der Universität Göttingen vorzuweisen. Das Büro besteht seit dem Jahr 2001 und erhält seine Aufträge nach eigenen Angaben vornehmlich aus gewonnenen Wettbewerben und Gutachterverfahren. Dem Team um die Firmenchefs Martin Bez und Thorsten Koch gehören etwa 20 Architekten an.

OB Ottilie Scholz wird den preisgekrönten Musikzentrum-Entwurf mit den weiteren neun Wettbewerbsbeiträgen am Donnerstag, 24. Mai 2012, offiziell präsentieren; anschließend sollen die Ergebnisse bis zum 7. Juni der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mehr als 100 Architektenbüros hatten sich um den rund 33 Millionen Euro schweren Bochumer Auftrag beworben, darunter Büros aus Glasgow, Madrid und Berlin.

Wenn das Verfahren läuft wie geplant, könnte im Frühjahr 2013 Baubeginn sein.

Jürgen Boebers-Süßmann



Kommentare
25.05.2012
07:28
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von tomatenkiller_neo | #13

Auch Millionen von auswärtigen Arbeitgebern kommen jetzt, von der Kultur beflügelt,
nach Bochum und investieren, investieren, investieren.

..... sofern sie die marode Oskar-Hoffmann-Straße überleben :-)))

24.05.2012
20:02
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von noeppi | #12

Na, da haben wir ja nun fast geschafft! Millionen werden von auswärtigen Leuten verplempert ( als ob es nicht einheimische Architekten aus dem Ruhrgebiet gibt ), und unsere Schwimmbäder werden dafür an manchen Tagen geschlossen.Auch unssere Naherholungsanlagen dürfen weiter verrotten, Hauptsache ein gewisse geselschaftliche Kaste hat ihren Musentempel.l

1 Antwort
Falsche Sichtweise, denn ...
von radfahrer.ruhr | #12-1

nicht Millionen verplempert, sondern Millionen von Besuchern werden Bochum zum Zentrum der Kultur für ganz Deutschland werden lassen. Es wird Kulturbegeisterte aus aller Herren Länder nach Bochum bringen, die dieses Meisterwerk der Architektur und der dortigen Kulturdarbietungen sehen wollen - sicherlich wird innerhalb von sehr kurzer Zeit ein weiterer, dann noch größerer, Kulturpalast gebaut werden müssen.

Naherholungsanlagen, wie kleinlich ist dies denn - dafür gibt es jetzt Kultur für alle und damit basta! Die Flächen der Naherholungsanlagen lassen sich bestimmt gut als neue Wohnbauflächen für all die zuziehenden kulturinteressierten Familen vermarkten, die wegen dieses Musikzentrums nach Bochum ziehen werden.

Durch diese gezielte Zuwanderung der kulturellen Hochelite wird es mit Bochum stark bergauf gehen:

Glückauf, Bochum!

Damit finanziert sich alles selber, ist doch ganz einfach lt. der berühmten Kulturberatungsgesellschaft: "Milch, Mädchen, Rechnung und Partner"

24.05.2012
13:19
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von tomatenkiller_neo | #11

#9 Ich tippe mal auf 40 Mio €, wobei wahrscheinlich wieder jede Menge Belege
verschwinden werden ....

24.05.2012
09:36
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von DrDr | #10

Gott sei Dank, kein seelenloser Glaspalast! Ich freue mich schon auf das erste Konzert im neuen Musikzentrum.

24.05.2012
08:33
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von Stolperstein | #9


Nachgebessert werden muss auch noch am Preis. Der Kostenvoranschlag liegt derzeit noch über der Maximalsumme von 33 Millionen Euro.
Hat schon mal irgend jemand gehört, dass ein solcher Auftrag am Ende preiswerter wird?

Bestes Beispiel:

Flughafen Berlin!!!!!!!!!!!!!!!

23.05.2012
21:24
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von delahaye | #8

Hier scheinen ja schon einige Schaum vor dem Mund zu haben ...
Ich zähle mich zum "gemeinen" Wahlvolk und bin ganz klar PRO Musikzentrum !
Und ich werde mir in Ruhe Morgen den Gewinner-Entwurf anschauen !

23.05.2012
19:57
Die Kulturelite möchte sich wohl gerne abschotten ...?
von radfahrer.ruhr | #7

Wenn ich mir den Siegerentwurf dieses Bauwerkes so anschaue, dann frage ich mich ob die großen Befürworter dieser Bauwerkes sich vom gemeinen Wahlvolk, die nicht unbedingt zu den großen Befürwortern dieser Einrichtung gehören, mit der Ausgestaltung der Architektur bewusst abgrenzen wollen ...

23.05.2012
17:38
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von Palermo | #6

sorry, ob huebsch oder haesslich ist doch eigentlich egal! bochum darf sich das neue musikzentrum nicht leisten!
wer kommt zum beispiel fuer den betrag x auf, wenn sich wie ueblich ( siehe gerade flughafen berlin) die baukosten erhoehen sollten?
nicht alles ist kalkulierbar und planbar siehe die cross-boarder geschichte mit dem abwassernetz! was hat das eigentlich am ende gekostet?

aus den krisen in griechenland, spanien, irland usw. sollten wir auch als stadt lernen!


23.05.2012
13:13
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von UlliWeber | #5

Mehr als 100 Architektenbüros haben sich beworben, das neue Musikzentrum Bochum als neue Spielstätte der international renommierten Bochumer Symphoniker zu bauen. Das Deutsche Generalkonsulat in Jekaterinburg/Russland, die Erweiterung der Fachhochschule Deggendorf und die Naturwissenschaftliche Bibliothek der Universität Göttingen scheinen eine akzeptable Referenz zu sein für ein Unternehmen, das immerhin den neuen Mittelpunkt für das imposante Kulturleben im gefühlten Mittelpunkt des Ruhrgebiets bauen wird. Diese Stadt ist etwas besonderes, gewissermassen die Creme im Brei des Ruhrgebiets, und hat deshalb auch etwas besonderes verdient.

Genug jetzt. Wer die Ironie findet, darf sie behalten.

23.05.2012
13:13
Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht fest
von Kaufmannvonhoentrop | #4

Und wieder eine Hässlichkeit, ein Betonklotz, mehr in der schon jetzt nicht vor Schönheit strotzenden Innenstadt!

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