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Kaufpark verlässt das Brückencenter in Arnsberg

28.06.2012 | 11:22 Uhr
Kaufpark verlässt das Brückencenter in Arnsberg
Matthias Ulrich vom Brückencenter-Eigentümer Ciag Immobilien sieht die Zukunft trotz der Kündigungen von Schlecker und Kaufpark positiv. Foto: Eichhorst

Arnsberg.   Das Brückencenter in Arnsberg sucht einen Nachmieter für einen seiner beiden Anker-Mietobjekte. Der Supermarkt Kaufpark, seit 30 Jahren neben Woolworth der wichtigste Mieter des Centers, hat zum Jahresende gekündigt. Auch Schlecker ist ja endgültig raus - nicht nur aus dem Brückencenter.

„Leider sind wir hier nicht bei Asterix und Obelix, wo es dieses kleine gallische Dorf gibt...“, sinnierte Matthias Ulrich, Prokurist der Ziag Immobilien AG und seit fünf Jahren verantwortlich für die Vermietungen im Brückencenter, beim Blick auf die zugeklebten Schlecker-Schaufenster.

Wie überall in Deutschland schloss auch im Brückencenter gestern Mittag die Schlecker-Filiale für immer ihre Pforten. „Schade,“ sagte Ulrich, bei so einer bundesweiten Insolvenz sei man machtlos, aber an dieser Filiale habe das Aus von Schlecker bestimmt nicht gelegen. Sie sei noch 2011 renoviert worden und den Kunden hätte die hellere und attraktivere Gestaltung gefallen. Auch der Schlecker-Insolvenzverwalter habe den Standort Brückencenter positiv bewertet und sogar kurz vor dem Ende noch den Mietvertrag bis 2017 verlängert.

Größere Fläche im Obergeschoss des Brückencenters frei

Ulrich wird die 300 Quadratmeter des Schlecker-Markts jetzt zunächst den beiden direkten Nachbarn, Deichmann Schuhe und Jeans Fritz, anbieten, die sich ausdehnen könnten. Für andere Drogerieketten ist die Fläche wohl zu klein. Eine wesentlich größere Fläche hat Ulrich im Obergeschoss des Centers zu vergeben. 1400 Quadratmeter werden frei, weil der Kaufpark zum Jahresende gekündigt hat. In den 30 Jahren seit dem Bau des Brückencenters seien Woolworth und Kaufpark die beiden Ankermieter des Centers gewesen, so Ulrich. Woolworth habe man in schwieriger Zeit „mit dem Glück des Tüchtigen“ halten können, doch Kaufpark sei jetzt „weder mit Geld noch mit guten Worten“ zum Bleiben zu bewegen gewesen. Kaufpark sei mit den Zahlen unzufrieden und habe noch den zweiten Laden an der Ruhrstraße. Die Ziag habe sogar einen Architekten eingeschaltet, um den Zugang vom Parkdeck zum Supermarkt attraktiver zu gestalten. Die Pläne lägen fertig in der Schublade, hätten die Kündigung aber nicht mehr verhindern können.

Kaufpark wird das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen und zum Jahresende schließen. Dann werde, so Ulrich, eine vier- bis sechswöchige Umbauphase folgen. Danach, so ist der Ziag-Prokurist überzeugt, werde es nahtlos einen attraktiven Nachmieter geben. Derzeit fahre man noch zweigleisig, ein Lebensmittelmarkt sei ebenso denkbar wie ein Drogeriemarkt. Für beides sei der Bedarf da.

Heimischer Makler eingeschaltet

Ulrich hat einen heimischen Makler eingeschaltet, wird sich selbst aber auch an die Expansionsentscheider der großen Ketten wenden. Dort werde er allerdings noch für eine Veränderung in den Köpfen sorgen müssen, denn ähnlich wie bei der Stadtverwaltung denke man bei den großen Ketten, wenn es um Handel in der Stadt Arnsberg gehe, immer an Neheim. Man müsse klar machen, dass auch in Alt-Arnsberg Menschen leben, die ihren täglichen Bedarf hier decken wollen.

Er blicke lieber nach vorne als zurück, sagt Matthias Ulrich, seine Zuversicht gründe aber auch auf das bisher Erreichte. So verweist er auf viele positive Veränderungen, seit die Ziag das Center 2004 übernommen hat. Aufwändige Renovierungen, der Erhalt von Woolworth, der 2010 am seidenen Faden gehangen habe, das Verlagern der Post ins Center, was für viel zusätzliche Frequenz gesorgt habe, das Kio-Café, Kik, Tedi, Zeeman und eine Damenboutique. Auch eine Anfrage einer Drogeriekette habe es vor nicht allzu langer Zeit gegeben. Doch da war Schlecker noch da und kein ausreichend großes Ladenlokal frei.

Oskar Eichhorst



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