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SV-Trainer Farke: "Velbert ist Favorit in Relegationsspielen - Wir sind Außenseiter"

06.06.2012 | 06:00 Uhr
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SV-Trainer Daniel Farke stimmt seine Jungs auf die Relegationsspiele gegen NRW-Ligist Velbert ein. Foto: Hartwig Sellmann/WNM

Lippstadt.  SV-Trainer Daniel Farke (35) kann es kaum noch erwarten. Zweimal spielt er mit Lippstadts Mannschaft gegen die SSVg Velbert um den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga. Am Donnerstag (Fronleichnam) findet um 15 Uhr die erste Partie beim Tabellenvierten der NRW-Liga statt. Das Rückspiel steigt am Sonntag, 10. Juni, vor einer Rekordkulisse im Stadion am Waldschlösschen. Schafft der Westfaliga-Meister das Wunder?

Noch nie hat eine Mannschaft des SV Lippstadt 08 seit der Fusion im Jahr 1997 so nah vor dem Einzug in die Regionalliga gestanden. Der Erfolgsgarant ist Trainer Daniel Farke, in der Oberliga-Saison 2001/2002 selbst Torschützenkönig des SV 08 mit 28 Treffern. Jetzt kann er als Teamchef mit seinen Schützlingen Geschichte schreiben. Vier Fragen an den Coach:

Herr Farke, ist Ihre Mannschaft gut vorbereitet?

Daniel Farke: Absolut. Wir hatten das vergangene Wochenende über ein volles Trainingsprogamm. Auch am Mittwoch und Dienstag standen die Jungs abends auf dem Trainingsplatz. Alle sind heiß. Es kann losgehen.

Was wissen Sie über den Gegner?

Farke: Ich habe Velbert in den Spielen gegen Bielefeld II und Duisburg II gesehen und werde mir auch noch einige Video-Aufnahmen von der Truppe anschauen. Die Mannschaft hat individuelle Qualitäten. Ihr Spielmacher Markus Kaya war vergangene Saison noch für Rot-Weiß Oberhausen in der 2. Bundesliga aktiv. Die Stärken liegen eindeutig in der Offensive. Über die Schwächen möchte ich vor dem Anstoß aus verständlichen Gründen nicht sprechen.

Hat der SV Lippstadt eine realistische Chance?

Daumen hoch: Trainer Daniel Farke, Assistent Mirko Vogt und Stürmer Lars Schröder vor dem Anstoß. Foto: Sellmann/WNM

Farke: Velbert war eindeutig der härteste Brocken im Lostopf und hätte eigentlich direkt aufsteigen müssen, nicht der VfB Hüls per Freilos. Unter dieser sportlichen unfairen Auslegung der Aufstiegsregeln leiden wir jetzt indirekt auch. Aber wir werden uns der schweren Aufgabe stellen. Das sind zwei Relegationsspiele, in denen wir überhaupt keinen Druck haben. Velbert will aufsteigen, die sind der Favorit. Wir sind nur Außenseiter. Die ganze Geschichte ist für uns eine tolle Zugabe. Unser eigentliches Ziel, den Aufstieg in die neue Oberliga, haben wir nach einer großartigen Saison als souveräner Meister erreicht.

SV Lippstadt hat Pech im Pokal

Trotzdem haben Sie ihren Vertrag noch nicht verlängert. Warum?

Farke: Ich wollte erst noch die weitere Entwicklung abwarten. Der Verein sollte Rahmenbedingungen schaffen, damit sich der SV Lippstadt mittelfristig in der Regionalliga etablieren kann. Auf diesem Weg haben wir sportlich ja schon den Grundstein gelegt. Ich bin ein Mensch, der gerne strategisch, langfristig und zielgerichtet arbeitet. Die Tendenz beim SV geht in die richtige Richtung. In ein bis zwei Wochen wird die Trainerfrage sicherlich geklärt sein.

Hartwig Sellmann

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