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Trotz Kahnbeinbruch erzielt Juskowiak den VfL-Ehrentreffer

17.06.2012 | 19:59 Uhr
Trotz Kahnbeinbruch erzielt Juskowiak den VfL-Ehrentreffer
Muhamed Acil und Welf Wemmer sind geschlagen, der Ball ist im Netz. Foto: Manuela Schwerte/press

Schwerte.   Bei seinem Abschiedsspiel aus der Landesliga ging der Absteiger VfL Schwerte gegen den Hasper SV unter. Der Gegner jubelte erst zehn Minuten nach Spielende über den Klassenerhalt.

Der Jubel des Hasper SV fiel nach dem Abpfiff am Schützenhof eher bescheiden aus, obwohl die Mannschaft ihre Pflichtaufgabe beim extrem ersatzgeschwächten Absteiger VfL Schwerte mit 6:1 relativ souverän gelöst hatte. Zehn Minuten später aber ertönten Freudenschreie, hatten Trainer Werner Benkert und seine Schützlinge vom späten Hünsborner 1:0-Siegtreffer über die SG Hemer erfahren. Dadurch bleibt dem Hagener Traditionsverein die Relegation erspart, in die jetzt die SG Hemer muss.

Die Frage, ob der VfL direkte Schützenhilferfür die Felsenmeerstädter würde leisten können, war quasi schon nach 125 Sekunden mit einem nein beantwortet. Gleich der erste Angriff der Hasper führte nämlich zum 0:1 durch Rexhepi, der zunächst an Keeper Acil gescheitert war, im Nachsetzen aber den Ball über die Linie befördern konnte.

Nach einer weiteren Schrecksekunde (Acil rettete gegen Rüster) schnappte die Schwerter Abseitsfalle regelmäßig zu, lag der Schiedsrichterassistent stets richtig, auch wenn die zahlreichen HSV-Fans mehrfach heftig protestierten. Der VfL wurde mutiger, kam durch Nordberg binnen zwei Minuten zu zwei Möglichkeiten, doch auch der zweite Treffer fiel auf der Gegenseite. Ein zu kurzer Rückpass auf Acil leitete das 0:2 durch den quasi abgeschossenen Rüster ein.

Juskowiak verschob seine OP

Schwerte spielte aber forsch weiter und wurde nach 35 Minuten auch belohnt, als ein schneller Konter über Dogan und Nordberg den Anschlusstreffer durch Jerome Juskowiak bescherte. Der 23-Jährige belohnte sich damit für seine außerordentlichen Einsatz – er hätte mit seinem Kahnbeinbruch eigentlich gar nicht spielen sollen, hat seine Operation aber extra um eine Woche verschoben, um der Mannschaft zu helfen, was er bis zur Schmerzgrenze tat.

Da Haspe aber mit dem letzten Angriff der ersten Halbzeit (schöner Dropkick von Rüster) und direkt nach dem Seitenwechsel (wieder durch Rexhepi) auf 4:1 erhöhte, kam keinerlei Spannung unter den 100 Zuschauern auf.

Der HSV machte nicht den Eindruck, ein Schützenfest anzupeilen, dabei hätte er mit 14 Toren Differenz gewinnen müssen, um Hemer im Falle eines Unentschiedens noch zu überholen. Schoppens Kopfball-Torpedo nach einem Eckball zum 1:5 blieb lange Zeit der einzige Aufreger im Schwerter Strafraum. Und da Acil zweimal glänzend parierte, dauerte es bis zur 86. Minute, ehe der technisch starke Caliskan das halbe Dutzend vollmachte.

Bernd Großmann

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