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Fußball-Kreisliga

Drei Punkte und drei Platzwunden

16.11.2011 | 16:10 Uhr
Drei Punkte und drei Platzwunden
Umkämpft war das Derby zwischen dem VfB Lünen (in weiß) und der SG Gahmen. Die Gastgeber siegten schließlich mit 2:0.

Lünen. Mit zwei souveränen Tabellenführern gehen die heimischen Kreisligen in das nächste spielfreie Wochenende. Nach dem Scharnhorster Spielausfall hat der VfB Lünen sieben Zähler Vorsprung und Westfalia Wethmar konnte sein Punktepolster auf fünf ausbauen.

Wethmar: Drei Punkte und drei Platzwunden

„Solche Siege prägen eine Mannschaft“, jubelte Wethmars Spielertrainer Alexander Lüggert daher auch über den entscheidenden Treffer zum 2:1 in der Nachspielzeit. Zuvor mussten seine Grün-Weißen und er aber auch knüppelhart schuften. „Capelle und der Platz haben sich zusammen getan und versucht uns zu zerstören“, berichtet Lüggert gleich von drei Platzwunden und mehreren Prellungen und ist sich daher auch sicher: „Da werden andere noch Punkte lassen.“

In dieser Woche ist nur Schonung angesagt. Dienstag ging es ins Solebad, heute findet eine Einheit im Fitnessstudio statt. Der Coach selber bereitet sich auf seine B-Lizenz-Ausbildung vor, die im nächsten Jahr startet.

VfB Lünen: Richter erstmals wieder in der Startelf

„Jetzt steht Scharnhorst unter Druck. Sie wollen aufsteigen, müssen ihre Spiele daher unbedingt gewinnen“, sagt Trainer Andreas Roch. Ganz so zufrieden wie mit der Tabellensituation ist der Coach mit dem 2:0-Derbysieg gegen Gahmen aber nicht: „Wir hatten zwar alles im Griff und der Sieg ist auch verdient, aber das spielerische Element hat mir gefehlt.“ Erstmals seit eineinhalb Jahren stand Stürmer Andre Richter nach seiner Kreuzbandverletzung wieder in der Startelf. „Er ist aber lange noch nicht wieder so stark wie vor seiner Verletzung“, will Roch den Youngster behutsam aufbauen. Weiter Spielpraxis sammeln kann Richter am Freitag, wenn der VfB um 19 Uhr den SV Herbern zum Testspiel empfängt.

Gahmens Mikuljanac will noch sechs Punkte

Einen gänzlich anderen Rückblick als sein VfB-Kollege Andreas Roch gibt Milan Mikuljanac: „Der VfB hat glücklich gewonnen. In der ersten Hälfte hatten wir sogar mehr Ballbesitz, danach war es ein schlechtes Spiel von beiden Seiten.“ Wirklich tragisch nahm der Coach die Niederlage dennoch nicht: „Personell haben wir aus dem letzten Loch gepfiffen, deshalb haben wir natürlich auch keinen Sieg erwartet.“ Die kurze Verschnaufpause vor der Brust, blickt Mikuljanac aber schon weiter voraus: „Bis zum Winter möchte ich noch sechs Punkte holen. Mit dann 26 Punkten hätte die Mannschaft eine gute Vorrunde gespielt.“

BVB-Zweite trotz Niederlage auf dem richtigen Weg

„Die Richtung stimmt“, war Trainer Thorsten Heimann trotz des 0:2 in Kemminghausen mit der Leistung nicht unzufrieden. „Wenn wir in Ruhe weiter arbeiten, werden wir unsere Ziele über kurz oder lang auch erreichen“, ist sich Heimann sicher. Für den Coach fehlen nur noch drei Kleinigkeiten, um solche Spitzenmannschaften wie Kemminghausen auch mal schlagen zu können: „Cleverness, Konzentration in den entscheidenden Phasen und das nötige Quäntchen Glück.“

Preußen beendet die Negativserie

Die Serie von mittlerweile fünf Niederlagen fand Sonntag mit dem 2:1 bei Schlusslicht Körne II endlich ein Ende. „Jeder wusste worum es geht und hat alles gegeben. Das war ein ganz wichtiger Sieg für den Verein, das Umfeld und natürlich auch die Moral der Mannschaft“, sagt Co-Trainer Michael Sieg, für den dieser Dreier aber erst der Anfang war: „Wir dürfen uns jetzt keinesfalls ausruhen, müssen weiter dranbleiben und Punkte holen.“ Denn in den nächsten beiden Partien warten mit Brackel II und Asseln der Vor- und Drittletzte. „Wir wollen möglichst schnell auf einen einstelligen Platz, um allen Eventualitäten in der Abstiegsfrage aus dem Weg zu gehen“, so Sieg.

BV Lünen mit guter Defensivleistung

Die alte Fußballerweisheit, das gute Abwehrarbeit bereits im Sturm beginnt, unterstrichen die Geister eindrucksvoll beim 2:0-Erfolg in Neuasseln. „Philipp Bischof hat schon vorne die Räume richtig gut zugestellt. So hatte der Gegner kaum Überzahlspiel“, lobt Trainer Thomas Voigt seinen schnellen Mann in der Spitze: „Dadurch hatten wir endlich mal ein Spiel, wo unser Keeper Bastian Wieling keine 100-prozentige Chance entschärfen musste.“ Trotz zuletzt zweier Siege ist Voigt aber jetzt froh über die Spielpause: „Danach haben hoffentlich einige Spieler ihre Blessuren auskuriert und ich muss nicht mehr selbst auflaufen.“

SVP-Zweite rührt wieder Beton an

Gründlich misslungen ist das Offensivexperiment des weiter punktlosen Schlusslichts, denn ein Umschalten von Angriff auf Abwehr fand beim 0:9 in Barop schlicht nicht statt. „Diese Leistung ging gar nicht“, zieht der Sportliche Berater Peter Serges Konsequenzen und wird in den nächsten Partien ausschließlich wieder Beton anrühren: „Wir müssen Geduld haben. Leider funktioniert unser Spiel nach vorne noch gar nicht, aber wir sind hier ja auch auf einem Weg der ganz kleinen Schritte.“

Alstedde freut sich über die Pause

„Die zwei Wochen Pause tun uns gut“, ist Co-Trainer Thomas Audehm froh, dass zahlreiche Angeschlagene endlich einmal regenerieren können. Zu kurz ist die Spielpause allerdings für Martin Balcer. Nach seiner langen Verletzung zog sich der Torjäger nun sofort wieder eine Leistenzerrung zu und wird bis zum Jahresende pausieren. „Mit einer normalen Vorbereitung wird er in der zweiten Serie dann noch sehr wichtig für uns werden“, sagt Audehm. Denn genau so ein Knipser fehlte den Blau-Weißen am Sonntag beim 3:1 gegen Bork II. „Da sind wir mit unseren Chancen viel zu fahrlässig umgegangen, waren zu nervös am Ball. Die Jungs müssen vor dem Tor einfach ruhiger werden“, so Audehm.

Oberaden beobachtet die Konkurrenz

Nach dem 4:1 über Kaiserau und dem Sprung auf Platz zwei freut sich Frank Lewandowski nun richtig auf das spielfreie eigene Wochenende. „Ich lehne mich genüsslich zurück und schaue mir die Konkurrenz an“, sagt der Coach. Freitag ist „Lewa“ beim Spiel des Dritten Massen in Heeren zu Gast, Samstag bereitet der Trainer sich bereits auf das nahende Derby vor und spioniert in Niederaden. „Anschließend fährt das komplette Team ins Dorf Münsterland. Wir machen also wirklich das Beste aus dem freien Wochenende“, so Lewandowski.

Niederaden ärgert sich über eine Fehlentscheidung

Endlich einmal äußerst effektiv vor dem Tor zeigte sich der TuS beim 3:0 in Fröndenberg. „Dennis Rautert und Steffen Leismann haben im Sturm wirklich klasse harmoniert“, freut sich Trainer Erik Sobol. Getrübt wird die gute Stimmung einzig durch die rote Karte gegen Julian Sawatzki. „Der Schiri hat wirklich gut gepfiffen, aber in dieser Szene eine klare Fehlentscheidung getroffen. Der gegnerische Spieler hat nachher selbst zugegeben, eine Schwalbe gemacht zu haben“, so Sobol. Mit Ayoub (Oberschenkelzerrung) droht Sonntag zudem ein weiterer Defensivmann auszufallen.

Markus Wilczek



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