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Fußball-Westfalenliga

SpVg Olpe feiert vorzeitigen Klassenerhalt

15.05.2011 | 23:06 Uhr

Olpe. Es war zwar nicht die Meisterschale, die in den Himmel über dem Olper Kreuzberg gestemmt wurde. Aber ein Riesen-Glas Bier tat es auch, um zu dokumentieren, dass die Spieler des Fußball-Westfalenligisten SpVg Olpe gerade etwas Großartiges geschafft hatten.

Durch den 3:0-Sieg über Dröschede  brachten die Schützlinge von Trainer Irfan Buz am Samstag den ersehnten Klassenerhalt zu 99,99 Prozent unter Dach und Fach.

Das restliche Promille Zweifel wurde dann am Sonntag mit der 3:5-Niederlage des SV Herbede in Oestrich beseitigt. Damit beträgt der Vorsprung der Buz-Elf auf Herbede auf dem ersten Abstiegsplatz zwei Spieltage vor Schluss satte sechs Punkte und 18 Tore.

Während die Spieler nach dem Abpfiff jubelten, dauerte das eine Weile, ehe auch bei Irfan Buz ein Lächeln über  das Gesicht huschte. „Mensch Irfan, lach doch mal“, forderte Vorstandsmitglied Jörg Hennecke Buz energisch auf. „Ja, ich bin ja auch sehr stolz. Aber im Moment ich bin einfach sehr platt. Die Anspannung der letzten Wochen war doch  sehr groß“, so Buz.

Was Buz ärgerte, waren -  neben der verpassten Chance auf die Rettung am vergangenen Sonntag in Dortmund -  die „komischen Ergebnisse“ der Konkurrenten in der letzten Woche. Die „Krönung“ war der 5:0-Sieg von Wickede am Freitag gegen den ASC Dortmund. Auch das „Zwei-Punkte-Geschenk“ von Ennepetal an Hassel am Grünen Tisch, ärgerte Buz sehr.

„Ich bin echt geschlaucht, wie die Mannschaft auch. Deshalb  geht ein Riesenkompliment an meine Spieler.“ Dass seine Elf nach der Winterpause 29 Punkte geholt habe, sei, so Buz, „aller Ehren wert“.

Das Spiel gegen Dröschede ist schnell erzählt. Die Gäste stellten eindrucksvoll unter Beweis, warum sie in akuter Abstiegsgefahr schweben.  Den ersten - harmlosen - Schuss  musste der wieder genesene Olper Torwart Christoph Sauermann erst in der 80. Minute halten.

Olpe war  Herr im eigenen Hause. Besonders Aktas, Prothmann, Scheppe und vor allem Thomas Rath  verdienten sich ein Fleißkärtchen.

Die Gastgeber gingen in der 41. Minute durch Yasin Aktas  in Führung. Dass die Kreisstädter nicht schon früh den Sack zumachten, lag mit daran, dass die Stürmer Miki Frtunic und Steve Meißner nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

Meißner hatte die klarsten Chancen. In der elften Minute scheiterte er an Torwart Schmahl. In der 67. Minute gab es etwas für das Kuriosenkabinett. Da schoss Meißner den Ball  aus einem Meter Entfernung an den Pfosten.

Dann bewies Irfan Buz wieder  sein „goldenes Händchen“ beim Auswechseln. In der 72. Minute brachte er Matthias Stahl für Meißner. Nur zwei Minuten später erzielte Stahl mit seiner ersten Ballberührung das  2:0. In der Schlussminute  setzte Stahl mit seinem zweiten Tor zum 3:0 noch einen drauf.

Was folgte, war Jubel pur. Auch Irfan Buz taute langsam auf.  „Wenn wir jetzt auch noch die letzten zwei Spiele gewinnen, haben wir 47 Punkte. Das sind nur fünf weniger als letztes Jahr, als wir Fünfter wurden. Das muss man sich mal vorstellen.“

Er habe  gewusst, dass es ein schwieriges Jahr werden würde. Bei den anderen sei viel investiert  worden. „Gerade die Dortmunder Vereine hauen rein ohne Ende“, so Buz.

Er freue sich, so Buz weiter, so eine  eine Mannschaft trainieren zu dürfen. „Wie sich einige Spieler im Laufe der Saison entwickelt haben, ist sensationell“, sagte Irfan Buz.

Er habe unbedingt die Liga halten wollen. Buz: „Hinter den Oberligisten Siegen und Erndtebrück spielt Olpe den höchsten Fußball in der Region. Das ist doch toll.“

Schade sei nur, dass nicht mehr als 150 Zuschauer bei so einem wichtigen Spiel da waren. „Aber wir haben uns und unser Umfeld. So wie ich meine Mannschaft liebe, liebe ich mein Umfeld. Ich bin richtig glücklich, in Olpe Trainer sein zu dürfen“, so Buz.

Das Kompliment gab Stadionsprecher Ralf Häner zurück, der nach 20 Jahren seine letzte Pressekonferenz leitete. „Was Du aus dieser Truppe raus geholt hast, mit welchem Engagement du dich einsetzt, ist sensationell. Du warst der beste Trainer, den die SpVg Olpe in den letzten 20 Jahren hatte“, so Häner in Richtung des etwas verlegen abwinkenden Irfan Buz.

Michael Meckel



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