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Viele Problemfelder außerhalb des Sports

19.07.2010 | 16:53 Uhr
Viele Problemfelder außerhalb des Sports
Sportlich läuft es bei den Radballern des RC Pfeil derzeit hervorragend.

Iserlohn. (hc) Sportlich läuft es für die Radballer des RC Pfeil momentan rund. Sie schafften den Aufstieg in die 1. Bundesliga mit der Fünfermannschaft, stehen mit zwei Mannschaften in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga im Zweierradball und werden in der nächsten Spielzeit in jeder Spielklasse in NRW vertreten sein.

Doch den Pfeilern stehen andere Probleme ins Haus. Nachdem der vereinseigene Kleinbus einem Unfall zum Opfer fiel, fehlen die finanziellen Mittel um sich einen Neuen anzuschaffen und diesen auch zu unterhalten. Da aber zum Transport der Räder stets ein Bulli benötigt wird, müssen sich die Radballer ein Gefährt leihen und sind auf die Solidarität anderer Vereine angewiesen, da bei den oft weiten Fahrten ein Leihwagen nicht finanzierbar ist.

Ein weiteres Problem für die Pfeiler ist die ungewisse Zukunft ihrer Sportstätte. Der Heimspielort, die Heidehalle, wurde bisher von einem eigens gegründeten Förderverein geführt. Damit dieser die laufenden Kosten wie Strom, Wasser und Heizung bezahlen kann, wurden neben dem Sport, auch andere Veranstaltungen durchgeführt. Doch der Vertrag des Fördervereins mit dem Kommunalen Immobilien Management (KIM) ist zum Jahresende 2010 gekündigt worden. Hintergrund ist, dass dem Förderverein die Auflage gemacht wurde einen 200 000 Euro teuren Luftaustauscher anzuschaffen, damit mehr als 199 Gäste bedenkenlos in der Halle feiern dürfen. Die Beschränkung der Hallenkapazität führte dazu, dass die lukrativste Einnahmequelle, türkische Hochzeiten, nicht mehr ausgerichtet werden dürfen, da dort meist mehr als 200 Menschen feiern.

Für die Radballer, die tatkräftig am Bau in den 1960er Jahren mitgeholfen haben, ist es eine Hängepartie geworden. Es können keine Heimspielpartien für die Saison 2011 terminiert werden, da die Spielstätte nicht fest steht. Die Kooperation mit der Grundschule Lichte Kammer könnte zum Erliegen kommen, wenn die Pfeiler in eine andere Halle ausweichen müssten. Die durch die Zusammenarbeit neu gewonnenen Nachwuchsspieler, alle aus der Iserlohnerheide oder vom Hombruch, werden sicher nicht allesamt einen weiteren Weg in Kauf nehmen und dem Training fernbleiben. Damit ist auch die sportliche Zukunft auf längere Sicht gefährdet, denn gerade durch die Kooperation hat die Nachwuchsabteilung neuen Schwung bekommen.

Auch für den Elitebereich wäre ein Umzug ein Problem, da beim Training teilweise zwei Spielflächen benötigt werden, um Platz genug zu haben für die Spieler aus den sieben gemeldeten Mannschaften und der nicht geringen Anzahl an Spielern, die nicht gemeldet sind, aber regelmäßig noch mittrainieren. Die Heidehalle bietet optimale Möglichkeiten für die Iserlohner Radballer, und ein Umzug würde viele Probleme mit sich bringen. Nicht zu vergessen ist auch der Nachwuchs der IH Samurai, der in den letzten Jahren zweimal wöchentlich in der Heidehalle eine Trainingsstätte gefunden hat, weil die Kapazität im „Zöppidrom“ nicht ausreicht.

Die Stadt Iserlohn und KIM haben sich nun der Problematik angenommen und laden Vertreter des RC Pfeil und des Fördervereins zum Gespräch ein. Präferiert wird wohl die Umwandlung in eine Sporthalle, allerdings müssen noch weitere Gespräche abgewartet werden.

Heiko Cordes



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