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Viel Pech beim zweiten WM-Qualifikationsturnier

06.10.2015 | 16:54 Uhr
Viel Pech beim zweiten WM-Qualifikationsturnier
Heiko Cordes und Daniel Endrowait.Foto: Privat

Forst/Iserlohn. Da wäre für die Iserlohner Erstliga-Radballer mehr drin gewesen. Beim zweiten WM-Qualifikationsturnier belegten Heiko Cordes und Daniel Endrowait vom RC Pfeil erneut Rang fünf mit zwei Unentschieden und zwei Niederlagen und verpassten so die WM-Qualifikation.

Der Auftakt gegen den deutschen Pokalsieger und Vize-Europameister aus Eberstadt lief ausgezeichnet. Eine 2:0-Führung wurde zwar von den Hessen bis zur Pause egalisiert, doch das Iserlohner Duo hielt dagegen. Dem Favoriten drohte die Niederlage, mit dem Mut der Verzweiflung legte Eberstadt aber einen letzten Angriff hin. Den ersten Torschuss wehrte Cordes ab, beim zweiten fehlte ihm aber die richtige Position, der Ball sprang vom Pfosten zum 6:6-Endstand ins Tor.

Nach diesem emotionalen und körperlich anstrengenden Spiel wartete eine Viertelstunde später der RMC Stein auf die Iserlohner. Die Franken sind ein schussgewaltiges Team, das weniger auf Finesse als auf geballte Angriffspower setzt. Nachdem die Pfeiler zweimal in Führung gingen, gelang Stein Mitte der zweiten Halbzeit der erste Vorsprung. Sekunden vor Schluss setzten Cordes/Endrowait alles auf eine Karte, um den erneuten Ausgleich zu erzielen, doch statt dessen kassierten sie das entscheidende 2:4.

Es folgte eine Begegnung gegen den RV Gärtringen, die viele Höhen und Tiefen parat hatte. Daniel Endrowait war gut aufgelegt und zog mit seiner forschen Verteidigung dem Weltmeister von 2010 früh den Zahn. Mit einer 5:2-Führung ging es in die Pause, alle Treffer erzielte Endrowait, der die Pässe der Schwaben hervorragend antizipierte und so immer wieder ins leere Gehäuse traf. Doch drei Fehler im Aufbauspiel brachten Gärtringen wieder heran, das Spiel drohte zu kippen. 13 Sekunden vor Schluss bekamen die Iserlohner einen Freischlag zugesprochen. Endrowait wurde sehr robust vom Ball getrennt, Cordes versuchte, mit einem Foul in der gegnerischen Hälfte die Situation zu entschärfen, doch statt Freischlag aus zehn Metern entschied der Schiedsrichter zum Entsetzen der Iserlohner auf 4-Meter-Strafball. Selbst die beiden Spielbeobachter versuchten, auf den Schiedsrichter einzuwirken, doch er blieb bei seiner Entscheidung. Cordes wehrte gleich zweimal diesen letzten Schlag ab, aber der Schiedsrichter entschied auf Wiederholung. Den dritten Versuch versenkten die Gärtringer zum 7:7.

Dieses Pech hatten die Pfeilern in der abschließenden Partie gegen den RVS Obernfeld noch in den Köpfen. Begünstigt durch eine zweifelhafte Entscheidung gingen die Niedersachsen in Führung und sorgten schon für den K.o.-Schlag. Denn alle Anstrengungen der Iserlohner verliefen im Sande, ein richtiges Aufbäumen war nicht mehr möglich, zumal Obernfeld schnell die Treffer zwei und drei folgen ließ. Damit war klar, dass die Iserlohner den fünften Platz behalten würden, mit 3:7 fiel die Niederlage gegen den späteren Turniersieger etwas zu hoch aus. Nun gilt die volle Konzentration der Iserlohner der Deutschen Meisterschaft am 17. Oktober in Minden.

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2015-10-06 16:54
Iserlohn Hemer Letmathe