Trio aus dem NOMA-Nachwuchs sorgt in Hagen für Furore
10.03.2010 | 17:06 Uhr 2010-03-10T17:06:00+0100
Iserlohn. Die Zeiten großer Rivalitäten zwischen Iserlohner und Hagener Basketballern sind längst vorbei. Seit Jahren mischen junge Korbjäger aus der Waldstadt in höherklassig agierenden Jugendteams aus der Volmestadt mit.
So auch in der aktuellen Saison, in der ein Trio aus der Talentschmiede der Kangaroos in Hagen Erfolge feiert.
In den Dunstkreis der Jugend-Nationalmannschaft hat sich Birte Bencker gespielt. Die 14-jährige Gymnasiastin, die in der letzten Serie noch in der offenen U14-NRW-Meisterschaft mit ihren männlichen Altersgenossen bei NOMA Iserlohn gemeinsam spielte, hat sich zu einem Wechsel zum TSV 1860 Hagen entschlossen und dort auf Anhieb voll eingeschlagen. Das Talent der Aufbauspielerin blieb auch WBV-Trainer Michael Kasch nicht verborgen. Er holte sie in die Verbandsauswahl. Dort ist sie mittlerweile Spielführerin und erreichte unlängst mit ihrer Auswahl beim Bundesjugendlager in Heidelberg (das ist die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände) den Titel.
Damit wandelt Birte Bencker auf den Spuren ihres Bruders Arne, Akteur der Regionalliga-Mannschaft von NOMA Iserlohn, der ebenfalls vor einigen Jahren in Heidelberg jubeln durfte. Inzwischen ist sie mit 33 weiteren Spielerinnen für die Osterferien ins Leistungscamp des Deutschen Basketball-Bundes eingeladen worden und kämpft dort um einen Platz in der Nationalmannschaft, die im Hinblick auf die Europameisterschaft 2011 gebildet wird.
Um nationale Meriten spielt derweil Olaf Rostek. Der Nachwuchscenter des Iserlohner Regionalligateams gehört zu den Leistungsträgern bei den Phoenix Hagen Juniors, die derzeit in den Bundesliga-Play-offs stecken. Zum Auftakt gab es für den 19-Jährigen, der im Schnitt 14 Punkte erzielt und neun Rebounds angelt, eine 52:70-Niederlage in Bremerhaven. Trotz des deutlichen Resultats ist Rostek noch zuversichtlich für das Rückspiel am Sonntag, weil die Gäste unter einer kollektiven Abschlussschwäche litten.
Gerade bei Rostek hat sich für die Iserlohner gezeigt, wie wertvoll die Spiele auf NBBL-Niveau sind. Dank langer Einsatzzeiten hat sich der Nachwuchsmann auch in Iserlohner mehr Spielanteile erkämpfen können.
Dritter im Bunde der Iserlohner in Hagen ist Ruben Dahmen. Mit drei weiteren Waldstädtern (allerdings alle im Jungjahrgang) spielt er für das von Matthias Grothe gecoachte JBBL-Team von Phoenix, ist dort der Leistungsträger und bisweilen auch der Alleinunterhalter. Nach einer ernüchternden NRW-Runde ohne Sieg, hat sich die Mannschaft in den Play-downs nun eindrucksvoll gesteigert. Gegen Osnabrück gelang unlängst der erste Sieg, es folgte die dicke Überraschung gegen deutlich stärker eingeschätzte Hannoveraner - Topwerfer jeweils Ruben Dahmen.
Er will sich in der kommenden Saison bereits für die Hagener U19-Mannschaft qualifizieren und besitzt zudem gute Perspektiven, auch schon zum Iserlohner RegionalligaKader zu stoßen. In der NOMA-Reserve (Landesliga) hat er bereits erfolgreich erste Gehversuche im Seniorenlager unternommen.
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