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Sportpolitik

Stadt Iserlohn hat kein Geld für Diebstahlsicherung der Vereinsheime und Umkleidegebäude

09.02.2010 | 17:31 Uhr

Iserlohn. Eine Einbruchserie in Vereinsheime und Umkleidegebäude im Iserlohner Stadtgebiet hatte im letzten Jahr für Betriebsamkeit gesorgt. Polizei und Verwaltung starteten eine Rundreise und erstellten nach den Ortsbesichtigungen einen Maßnahmenkatalog, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Die Vereine registrierten die Aktivitäten mit Freude, doch die ist ihnen mittlerweile vergangen. Denn die Um- und Aufrüstung an den Gebäuden müssen sie selbst bezahlen.

Die Kasse der Stadt ist leer, im Haushalt sind keine Mittel für solche Arbeiten an städtischen Gebäuden vorgesehen, so dass aus der angekündigten gemeinsamen Anstrengung von Besitzer und Nutzer nun wohl ein Kraftakt der Vereine wird. Kostenermittlungen hatten ergeben, dass eine wirksame Diebstahlsicherung mit Videoüberwachung, Vergitterung oder einbruchhemmender Verglasung pro Objekt rund 30 000 Euro kosten würde, womit schon absehbar war, dass die Stadt ein solches Paket wegen der Vielzahl der in Frage kommenden Anlagen nicht stemmen würde. Dass nun aber gar nichts kommt, stellt die Vereine vor Probleme.

Am Hemberg-Nordhang, wo der TuS Iserlohn beheimatet ist, sollte eigentlich in Kürze in die Einrichtung des Vereinsheimes investiert werden. „Das müssen wir jetzt wohl hinten anstellen und statt dessen zusehen, dass wir eine Videoüberwachung hinbekommen,” sagte Bernd Krehle, der Chef der Fußballabteilung. Er sieht die Kameras als vorrangiges Projekt. Und für dieses, das ergab die Kalkulation der Verwaltung, dürften zwischen 3 000 und 4 000 Euro zu veranschlagen sein. Hinzu kommen die Folgekosten durch die Schaltung zu einem Sicherheitsdienst. Darüber hinaus sollen bald Gitter an den Fenstern der Umkleidekabinen angebracht werden.

Eine Videoanlage ist auch für das Letmather Waldstadion geplant. Die Stadt klinkt sich nicht völlig aus und wird die Kosten für eine neue Stahltür am Vereinsheim übernehmen, nachdem die alte Holztür bei diversen Einbrüchen arg ramponiert wurde.

Willy Schweer

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