Skiklub-Crew setzte wieder Maßstäbe
19.09.2011 | 17:51 Uhr 2011-09-19T17:51:27+0200
Iserlohn. (wis) Die Macher des Skiklubs Iserlohn gehörten 2003 zu den Pionieren, die sich an der Durchführung der ersten Rennserie um den WSV-Inline-Cup beteiligten. Acht Jahre später sind sie als einzige Veranstalter immer noch aktiv, und ihre organisatorische Leistung gilt als Maßstab in dieser Sportart.
„Vielleicht liegt es daran, dass wir die Rennen aus der Sicht der Aktiven aufziehen und nicht die Interessen der Funktionäre in den Vordergrund rücken. Bei uns läuft es immer sehr zügig ab,“ sagte Guido Lausch, der Motor der Inline-Abteilung im SKSI, der gemeinsam mit Meike Rapp auch am Wochenende die Fäden zog.
Wenn die Iserlohner zum Kalkofen in Dröschede einladen, wird ein Hauch von Weltcup-Atmosphäre geboten. Der Stangenwald, die orangefarbenen Fangnetze entlang der 300 Meter langen Strecke, der riesige Torbogen, die elektronische Anzeige über der Ziellinie oder die große Bühne für die Siegerehrung: Das sieht professionell aus, und dementsprechend gestaltet sich auch der Ablauf der Wettkämpfe. „Wir machen offenbar viele Sachen richtig,“ reagierte Lausch eher gelassen auf die Lobeshymnen aus dem Munde der Verbandsoberen nach den beiden Renntagen des Wochenendes. Die Mannschaft des Ski-Klubs, in der der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Alfred Claus ebenso tatkräftig mitwirkte wie die „praktische Abteilung“ um Holger Oertel, Bernd Elsner und Werner Thiel, hatte wirklich ganze Arbeit geleistet.
Wirklich perfekt konnte jedoch nur der erste Tag sein, denn da spielte das Wetter mit. Ideale Bedingungen prägten das Finale des Internationalen Cups, das auch viele Zuschauer entlang der Strecke hautnah miterleben wollten. Und wie sich die Iserlohner Inliner im Konzert der Asse behaupteten, war aller Ehren wert.
Am Sonntag setzte der Regen ein, und auf der nassen Piste gab es vor allem im ersten Lauf der westdeutschen Meisterschaft einige Stürze. Im zweiten besserten sich die Bedingungen ein wenig, und zum Finale legten sich die Gastgeber noch einmal mächtig ins Zeug. Mit Gasbrennern wurde die Strecke getrocknet, so dass wieder voll aufs Tempo gedrückt werden konnte.
Wie immer wurde am Kalkofen auch reichlich Entertainment geboten. „Das klang beim Finale fast wie bei einem Rockkonzert,“ meinte Guido Lauch schmunzelnd. Am Mikrofon hatte in diesem Jahr erstmals der von den NOMA-Basketballern bekannte Darko Tesic die Moderatorenrolle übernommen, und er fand hörbar Gefallen an diesem Sport.
Die Iserlohner als führender Verein im Bereich des westdeutschen Skiverbandes heimsten wie gewohnt reichlich Spitzenplatzierungen ein. Am Samstag schafften gleich fünf Fahrerinnen und Fahrer den Sprung ins Finale des internationalen Cups, und Cian Lausch (4.) sowie Alexander Oertel (5.) standen am Ende in den Preisgeldrängen. Für die acht schnellsten Aktiven bei den Schülerinnen und Schülern 14 und jünger gab es zwischen 5 Euro (Platz acht) und 50 Euro (Platz eins), generell lagen die Prämien an beiden Tagen für die Top 8 zwischen 10 und 70 Euro. Beim Internationalen Cup hatten Manuel Zoerlein und Susanne Weber die Nase vorn, bei den offenen „Westdeutschen“ tags darauf wieder die klar dominierende Weber sowie Marco Walz. Aber die Iserlohner unterstrichen ihre glänzende Verfassung mit neun Finalplatzierungen am Sonntag und insgesamt acht Notierungen in den Preisgeldrängen.
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