Schwache Roosters sind in Wolfsburg chancenlos
16.03.2010 | 22:38 Uhr 2010-03-16T22:38:00+0100
Wolfsburg. Die Iserlohn Roosters haben ihren enttäuschenden Saisonendspurt in der DEL um eine weitere negative Nuance bereichert. Mit einem katastrophalen ersten Drittel beim Tabellenzweiten Wolfsburg beraubten sie sich aller Siegchancen. Die Roosters unterliegen mit 1:6.
Grizzly Adams Wolfsburg - Iserlohn Roosters 6:1 (4:0, 0:0, 2:1). Nach solchen Leistungen mutet es schon beinahe grotesk an, dass die Iserlohner zumindest noch theoretisch auf eine Play-off-Teilnahme hoffen dürfen, weil Köln ebenfalls verlor (0:1 in Mannheim). Allerdings scheint die Frage berechtigt, wie man in dieser Verfassung die beiden nötigen hohen Siege bei den Haien und gegen Mannheim schaffen will.
Das erste Drittel war einer Mannschaft, die noch mit einem Auge auf die Play-off-Teilnahme schielt, schlicht und ergreifend nicht würdig. Gerade einmal sechs Sekunden waren gespielt, da durfte Wolfsburg bereits jubeln. Direkt nach dem gewonnenen ersten Bully hatten die Gastgeber eine 3:1-Überzahlsituation, bei der sich Laliberte nicht lange bitten ließ. Damit hatten die Sauerländer zumindest insofern Geschichte geschrieben, dass sie das zweitschnellste Gegentor der DEL-Historie kassiert hatten.
Iserlohn wirkte geschockt. Sebastian Stefaniszin bewahrte sein Team zunächst vor einem höheren Rückstand, als er gegen Alavaara klärte (2.), doch wenig später war das 2:0 perfekt (5.) Krestan traf bei angezeigter Strafe gegen die Roosters. Erst jetzt zeigten die Gäste eine Reaktion. Daniel Sparre besaß die Riesenchance, vergab aber ebenso wie später sein Bruder Kris (6./9.).
Das erste Tor von Wurm
Somit war Wolfsburg wieder an der Reihe. Mit seinem ersten Tor sorgte der junge Verteidiger Wurm für das 3:0 (11.). Jetzt war bei den Waldstädtern Frust angesagt. Stefaniszin räumte den Platz für Danny aus den Birken. Rüde stieg derweil Stefan Langwieder gegen Sarno ein, der vom Eis geführt werden musste. In der folgenden Überzahl gaben die Niedersachsen die sportliche Antwort mit dem 4:0 durch Morczinietz (16.).
Zu Beginn des zweiten Abschnitts drängten die Gastgeber weiter, doch der fünfte Treffer wollte nicht gelingen. Erst nach fünf Minuten konnten sich die Iserlohner etwas befreien. Als schließlich Sloan auf der Strafbank saß, gab es zwei Chancen für die Gäste, doch sowohl Insana als auch Ready (beide 33.) scheiterten an Reimer. Auf der Gegenseite hatten die Roosters kurz vor Ende des zweiten Drittels noch einmal Glück, als Ulmer nur den Pfosten traf.
Ein wirkliches Aufbäumen der Gäste erlebten die Zuschauer auch im letzten Durchgang nicht. Bezeichnenderweise war es mit Adrian Veidemann ein Verteidiger, der für die Roosters nach einem der wenigen gewonnenen Zweikämpfe traf (47.). Die Initialzündung war dieses Tor aber nicht. Vielmehr mussten die Gäste zwei Strafzeiten überstehen. Gelang dies bei der ersten in Unterzahl noch, fiel bei Insanas Aufenthalt auf der Strafbank das 5:1 der Hausherren, für das Alavaara verantwortlich zeichnete (55.).
Damit war dann auch die letzte Hoffnung auf ein passables Resultat dahin. Und das erst recht, als Ulmer knapp zwei Minuten vor dem Ende zum 6:1 für die Wolfsburger nachlegte und damit das halbe Dutzend voll machte.
Grizzly Adams Wolfsburg: Reimer - Wurm, Sloan; Alavaara, Fischer; Rekis, Traynor; Martinovic, Genze - Laliberte, Hospelt, Milley; Furchner, Ulmer, Magowan; Höhenleitner, Sarno, Morczinietz; McIlveen, Sulkovsky, Krestan.
Iserlohn Roosters: Stefaniszin (10:18 aus den Birken) - Wilford, Ardelan; Veideman, Langwieder; Schneider, Insana - Ready, Swanson, D. Sparre; Wolf, Hancock, Hock; Roy, Christensen, K. Sparre; Orendorz, Rupprich, Hommel.
Schiedsrichter: Dahle (Berlin). - Strafen: Wolfsburg 8 / Iserlohn 12 + 5 + SD (Langwieder). - Zuschauer: 2 495.
Tore: 1:0 (0:06) Laliberte (Hospelt), 2:0 (4:04) Krestan (Sarno, Sulkovsky/6-5), 3:0 (10:18) Wurm (Sarno, Höhenleitner), 4:0 (15:42) Morczinietz (Hospelt, Fischer/5-4), 4:1 (46:35) Veidemann (aus den Birken), 5:1 (54:57) Alavaara (Ulmer, Krestan/5-4), 6:1 (57:04) Ulmer (Magowan, Rekis)
Anton Krinner (Wolfsburg): „Nach drei Niederlagen in Serie hat die Mannschaft in den letzten beiden Spielen eine super Reaktion gezeigt. Die schnelle Führung hat uns in die Karten gespielt. Im zweiten Drittel hat der Motor zwar etwas gestottert, doch dann war der Rhythmus wieder da.
Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Wir wussten, was hier im ersten Drittel los ist. Solche Fehler dürfen nicht passieren. Das wird in dieser Liga bestraft. Ich kann mir das nicht erklären. Es waren erfahrene Leute auf dem Eis, aber vielleicht können es einige nicht besser.”
09:20
Meiner Meinung nach sollten die Rossters mehr tranieren und ein ordentliches Spielkonzept für die neue Sasion auftischen es wird Zeit und natürlich müssen Veränderungen im Personal kommen...
Und wegen den Förderungen hat der #3 recht es wird zeit das sich was ändert sonst sieht die Zukunft nicht sehr rosig aus....
Erstmal sollte man junge Talente aufs Eis lassen und neue Sponsoren gewinnen Kleinunternehemn die einen kleinen Beitragzahlen je mehr es sind desto mehr money und natürlich auch mit den großen Fischen =)
12:14
@1: Wo willst Du die jungen deutschen Talente denn hernehmen? Bei der miserablen Förderung des Eishockeysports, in Deutschland, sinkt damit die Attraktivität der DEL noch weiter.
Nach dem schlechten Abschneiden, in Vancouver, wird ja auch schon wieder das Thema Verringerung der Ausländerkontingente diskutiert. Bis das fruchtet, braucht es mindestens 10 Jahre, in denen junge Spieler eine Förderung erfahren, wie sie in andreren Ländern üblich ist. Kanadier, Amerikaner, Russen, Tschechen, usw. kommen mit Sicherheit nicht mit dem Supereishockeyspielergen zur Welt.
Hier sind die Medien gerfordert. Das DSF zeigt, am Sonntagmorgen, um 9, eine halbe Stunde, Eishockey aus der zweiten Liga. Das ist die gesamten Medeinpresänz, des Eishockeysports im Free-TV. Danach folgen ungefähr 8 Stunden Fussball. Dies spiegelt auch den Unterschied in der Jugendförderung wieder. Fussballtalente bekommen alles was sie brauchen. Dafür werden Millionen ausgegeben.
Was die Roosters angeht, ist der Drops gelutscht. Play-Offs ohne Roosters. Hier muss es einige personelle Konsequenzen geben.
09:27
Dann hat ja das Gejammer und Niederlagen schönreden am Sonntag endlich ein ENDE
23:07
Wenn man wirklich in die PrePlayOffs will, dann tritt man als Mannschaft anders auf. In der Mannschaft ist, wenn man den Bericht liest offensichtlich kein Leben. Wie will man sich dann gegen eine drohende Niederlage aufbäumen?
Mein Tipp: Junge deutsche Talente holen und einbauen. Schlechter läuft es mit denen auch nicht.