Roosters gaben alles im Kampf um die Play-offs
19.03.2010 | 22:42 Uhr 2010-03-19T22:42:00+0100
Köln. Mit dem erhofften Sieg in Köln verkürzten die Roosters vor dem letzten Hauptrundenspieltag zwar den Rückstand auf Platz zehn. Doch nur ein Heimsieg über Mannheim mit mehr als sieben Toren Differenz bringt das Team noch in die Vor-Play-offs. Ein wohl aussichtsloses Unterfangen.
Und es war ausgerechnet ein Kölner Unterzahltor, das die Aktien in der 51. Minute wieder deutlich sinken ließ. Denn nachdem die Iserlohner zweimal bei Überzahl getroffen hatten, wurden sie in jener Szene nach einem Fehler im Kölner Verteidigungsdrittel durch Ivan Ciernik ausgekontert. Und weil in der Schlussphase einige Möglichkeiten vergeben wurden, u. a. durch Mats Christensen kurz vor Ende, müssen nun acht statt sechs Treffer aufgeholt werden.
Die Roosters, die auf den verletzten Brian Swanson und den gesperrten Stefan Langwieder verzichten mussten, spielten einen so nicht erwarteten ersten Abschnitt. Denn nach schwungvollem Beginn beider Seiten und danach folgender leichten Überlegenheit der Haie ging es rund: Gleich die erste Überzahl nutzten die Sauerländer, als Adrian Veideman einen Schuss von Marty Wilford abfälschte (7.). KEC-Keeper Lars Weibel sah nicht gut aus. Und das nicht nur in dieser Szene. Denn auch das 0:2 durch Jeff Giuliano vier Minuten später schien haltbar.
Den Gästen konnte es recht sein. Und sie setzten nach. Zunächst scheiterte Veideman mit seinem Vorstoß an Weibel, dann jedoch schlenzte Ryan Ready bei Überzahl die Scheibe aus dem Bullykreis ins Netz. Wiederum wirkte der Kölner Goalie alles andere als souverän (14.). Das 0:4 hatte Robert Hock auf dem Schläger, der scheiterte aber an Weibel (17.). Dessen starker Gegenüber Danny aus den Birken hatte zuvor gegen Martin Bartek und danach gegen Mats Trygg das erste Gegentor verhindert. Somit gingen die Iserlohner mit einem komfortablen Polster in die Pause. Sie hatten die zahlreichen Abstimmungsprobleme der Hausherren effektiv genutzt. Erste Hoffnungen auf ein Endspiel gegen Mannheim reiften, zumal auch Krefeld in Berlin zurück lag und verlor. Und für Köln gab es ein gellendes Pfeifkonzert.
Das zweite Drittel gehörte dann allerdings den Hausherren. Die IEC-Defensive war gefordert. Und hier zeigte aus den Birken weiterhin eine starke Leistung und parierte zahlreiche Schüsse, so von Daniel Rudslätt (27.), Marcel Müller (28.), Ivan Ciernik (30.) und Bartek mit Bauerntrickversuch (31.). Zudem hatten die Waldstädter das Glück des Tüchtigen, als Dusan Frosch die Latte anvisierte, die beiden Unparteiischen zogen allerdings den Videobeweis heran (29.).
Unterdessen ging von den Blau-Weißen im Mittelabschnitt wenig Gefahr aus, zwingende Chancen konnten sie sich nicht erspielen. Aber sie hielten ihren Kasten sauber, auch bei den beiden Unterzahlspielen und retteten die Drei-Tore-Führung in den Schlussabschnitt. Es sah weiter gut aus. Bis zu jener ärgerlichen 51. Minute.
Den Kassel Huskies droht die Insolvenz, nachdem am Freitag die Übernahme durch den Unternehmer Dennis Roosing gescheitert ist. Sollte bis Montag keine Lösung zustande kommen, muss der Klub, der mit rund drei Millionen Euro verschuldet sein soll, Insolvenz anmelden. (TS)
Kölner Haie - Iserlohn Roosters 1:3 (0:3, 0:0, 1:0)
Kölner Haie: Weibel - Trygg, Renz; Moritz Müller, Julien; Ankert, Lüdemann - Ciernik, Jaspers, Marcel Müller; Bartek, Chouinard, Frosch; Rudslätt, Ullmann, Adams; Landry, Fauser, Melischko
Iserlohn Roosters: aus den Birken - Wilford, Veidemann; Danielsmeier, Insana; Schneider, Ardelan - Wolf, Hancock, Hock; Ready, Christensen, Giuliano; Roy, Rupprich, Hommel; K. Sparre, D. Sparre
Schiedsrichter: Jablukov (Berlin)/Kadow (Eppelheim) - Strafen: Köln 10 , Iserlohn 8 - Zuschauer: 11 368
Tore: 0:1 (6:20) Veideman (Wilford, Hancock/5-4), 0:2 (10:45) Giuliano (Roy, Ready), 0:3 (13:19) Ready (Veideman, Hancock/5-4), 1:3 (50:40) Ciernik (Jaspers/4-5)
Bill Stewart (Köln): „Die bessere Mannschaft hatte es heute einfach. Ich bin mit meinem Team nicht zufrieden, es ist mit dem Druck nicht klar gekommen. Man kann es auch einfacher formulieren: Keine Eier, keine Chance. Das ist die Meinung des Trainers und des Managers. Iserlohn muss jetzt mit acht Toren Unterschied gegen Mannheim gewinnen. Dazu wünsche ich den Roosters viel Glück.”
Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Wir sind überglücklich über diesen Sieg. Wir hatten im Vorfeld dieses Spieles nur eine theoretische Chance, diese wollte die Mannschaft nutzen. Und sie hat das gezeigt, was ihr in den letzten Tagen und Wochen abgesprochen wurde. Es waren noch mehr Chancen da, weitere Tore zu erzielen. Wir werden nun am Sonntag gegen Mannheim versuchen, das Unmögliche noch möglich zu machen.”
19:54
#6 und Fans wie dich bitte auch ausschließen, dann könnte es ne tolle Saison geben!
00:59
Wer soll denn jetzt noch in die Halle kommen?
Einen 8-Tore-Sieg gegen Mannheim wird es wohl kaum geben.
Da hätte sich die Mannschaft mal ein bisschen eher ins Zeug legen müssen.
Wer zwischenzeitlich sooo schwache Spiele ablifert, der hat in den PlayOffs nichts, aber auch gar nichts, zu suchen.
Wer weiß, vielleicht ist den Spieler ein bezahlter Urlaub auch lieber?!
Nächste Saison bitte mit einer Nr. 1 und einer Abwehr, die den Namen auch verdient, antreten.
11:41
so geht das nun schon seit Jahren, Schaaade !!!
Es ist seit Jahren mehr möglich,aber dem Vorstand ist es Recht so?.Schade !!! So kann man die Zuschauer nicht länger ver...Schade.
Ich wünsche dem Vorstand nicht mehr Glück,sondern
bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft,so Profihaft wie Sie Wirtschaften auch die Spieler Auswählen,dann wird es auch klappen .Keine überbezahlten zweitklassigen Spieler, zur Auffüllung des Kaders,sondern für die 4 Reihe Junge Spieler,und einen TOP TORWART!!!!! Der Vorstand muss Ehrlicher mit seinen Fans umgehen.Viel Glück wünscht ein Ex Fan
10:35
Sie hätten eher so Spielen müssen und nicht
wenn es fast um nichts mehr geht. Die Fans fühlen sich beim bock getan.
08:27
dass hätten sie besser gegen straubing getan,jetzt ist es zu spät
23:59
,......... natürlich,die Fans bis zum letzten Spieltag beim Bock tun,versuchen das Unmögliche möglich zu machen,- auf das die Halle ein letztes mal voll wird,...warum nicht eher so ???
Unglaublich!!!!!!!!
23:08
Im Eishockey kann viel passieren!Viel Glück dem IEC!!!!!!!