Roosters-Defensive steht: Nur fünf Gegentore in vier Spielen
08.02.2010 | 19:59 Uhr 2010-02-08T19:59:00+0100
Iserlohn. Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen. So lautet die Roosters-Erfolgsbilanz, die sich wieder an die Play-off-Ränge herangearbeitet haben und am Wochenende vor der zweiwöchigen Meisterschaftspause gegen die direkten Mitkonkurrenten Krefeld und Augsburg ihre Aktien steigen lassen können.
Entscheidend für diese Erfolgsserie ist in erster das Defensivverhalten. Jeweils nur ein Gegentor gegen Kassel (2:1), Frankfurt (3:1) und Augsburg (3:1) waren eine starke Ausbeute. Auch in Straubing hatten die Sauerländer nach 60 Minuten nur einen Treffer kassiert, erst in der Overtime schlug es zum zweiten Mal hinter dem starken Danny aus den Birken ein. Lediglich das 1:4 in Krefeld vor dieser Erfolgsserie fiel aus dem Rahmen, nachdem zuvor in Heimspiel gegen Frankfurt sogar noch ein Shut-out gelungen war (1:0).
„Unsere Grundausrichtung ist defensiver geworden”, begründet Trainer Ulrich Liebsch den niedrigen Gegentorschnitt der letzten Partien, u. a. leistet stets ein Stürmer verstärkt Defensivarbeit. Auch in der neutralen Zone hat sich das Roosters-Spiel etwas verändert. Diese Änderungen waren erforderlich, weil es im Angriff nicht mehr so erfolgreich lief wie in der Anfangsphase der Saison, als der unverkrampft aufspielende IEC recht treffsicher agierte. „Aber es ist nicht einfach, sich offensiv zu verbessern”, so Liebsch weiter angesichts der nun niedrigeren Trefferquote, die nicht ausschließlich etwas mit Qualitätsverlust zu tun haben muss. „Denn im Laufe einer Saison stehen die Mannschaften in der Defensive auch immer kompakter.”
Allerdings verteilt sich die Last des Toreschießens bei den Roosters auch auf recht wenige Schultern, primär auf Michael Wolf (24), Brian Swanson (18) und Robert Hock (14), mit Abstrichen zudem auf Daniel Sparre (13), Mads Christensen (12) und Quinn Hancock (12), während Spieler wie Jimmy Roy (8) und vor allem Ryan Ready (5) ihrer Form hinterherlaufen und so keine spürbare Entlastung bringen.
Angesichts dessen ist der Ausfall von Wolf am kommenden Wochenende kaum zu kompensieren. Wer den Platz des Olympioniken einnimmt, will Ulrich Liebsch erst am Mittwoch entscheiden. Definitiv wieder an Bord ist am Freitag Verteidiger Jon Insana. Die Problematik, einen Kontingentspieler angesichts dieses Comebacks pausieren zu lassen, stellt sich für den Trainer aber wohl nicht. Denn Andy Schneider hat sich in Frankfurt das Knie verdreht und sich möglicherweise eine Innenbandverletzung zugezogen, die eine Zwangspause erforderlich macht.
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