NOMA Iserlohn landet Überraschungscoup beim Tabellenzweiten
21.02.2010 | 18:04 Uhr 2010-02-21T18:04:00+0100
Dorsten. (nst) Auch in dieser Saison ist NOMA Iserlohn im Titelkampf wieder das Zünglein an der Waage. Mit einem Überraschungscoup beim Tabellenzweiten Wulfen machten die Kangaroos Schwelm vorzeitig zum Meister. In der letzten Serie hatte man diesem Konkurrenten noch den Aufstieg vermasselt.
Basketball-Regionalliga: BSV Wulfen - NOMA Iserlohn 74:83 (18:15/37:35/57:53). Mit Hochdruck arbeiten die Iserlohner offenkundig daran, einen versöhnlichen Saisonabschluss hinzubekommen. Im Hinspiel war das Team den Wulfenern noch deutlich unterlegen, diesmal entführten die Heimischen mit einer tollen Teamleistung die Punkte.
Es war sicher keine berauschende Partie, doch dafür stand für den BSV auch zuviel auf dem Spiel. Kämpferisch hielten die Gäste von Anfang an dagegen, wenngleich in der Offensive längst nicht alles nach Wunsch lief. Nach einer 15:10-Führung (6.) war der Korb gar wie vernagelt und die Führung bald wieder weg. Beim 30:25 (17.) hatte Wulfen die Nase nur kurz etwas deutlicher vorne, doch die Iserlohner konterten prompt zum 30:31 (18.).
Mit wechselnden Führungen ging es auch weiter und in den dritten Abschnitt. Dort zogen die Hausherren in einer Partie, in der die Schiedsrichter auf beiden Seiten viel zuließen, mehrfach leicht davon (47:41, 25.). Doch das NOMA-Team kam immer wieder zurück. Für Stephen Janzen, der in der zweiten Halbzeit knallhart verteidigt wurde und punktlos blieb, sprang Jerrell Houston offensiv in die Bresche. Dafür meldete Janzen BSV-Spielmacher Gordon (28 Punkte im Schnitt) fast völlig ab.
Mit zunehmender Spielzeit wurde die Siegchance der Gäste konkreter. Der spät eingewechselte Olaf Rostek markierte wichtige Zähler. Gerade der Korberfolg plus Freiwurf zum 69:72 (37.) war die Initialzündung für die Iserlohner, die sich in der Folge auf 71:78 absetzten (39.). Wulfen versuchte zwar alles, doch als ein Dreierversuch von Letailleur ins Feld zurücksprang, ließ sich das wie aus einem Guss spielende Dahmen-Team nicht mehr beirren. Selbst Schwächen der Gäste an der Freiwurflinie wusste der BSV jetzt nicht mehr zu nutzen.
20:29
Alle Achtung, super Leistung der Mannschaft, aber noch mehr Respekt gebührt Trainer und Manager Dahmen. Seit er das Ruder in der Hand hat, macht es allen scheinbar wieder Spaß.
Auch wenn es in dieser Saison nicht nach Wunsch lief und es viel vorschnelle Kritik hagelte, die kleine Zahl der Verantwortlichen macht bei den Kangaroos m.E. eine wirklich tolle Arbeit.
Weiter so und nicht beirren lassen.