Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Handball

HTV brachte sich durch Defensivfehler selbst um den Lohn

20.05.2012 | 21:43 Uhr
HTV brachte sich durch Defensivfehler selbst um den Lohn
Die HTV-A - Jugend verlor in eigener Halle unnötig gegen Wülfrath.

Hemer. Mit zwei Niederlagen ist die A-Jugend des HTV in die entscheidende Gruppenphase der Bundesliga-Qualifikation gestartet. Und jeweils waren vor allem schwache Defensivleistungen der Hauptgrund.

SG Solingen BHC - HTV Sundwig/Westig 41:40 (21:22). Die Hemeraner standen vor einem Punktgewinn. Aber der Substanzverlust nach der harten Qualifikationsrunde am Donnerstag und umstrittene Entscheidungen der Unparteiischen trugen ebenfalls dazu bei, dass sie nicht belohnt wurden. Gegen den etablierten Bundesligisten bot das Team von Trainer Alfred Klein eine beherzte, kämpferische Vorstellung und hielt gut mit. Gleich zu Beginn spielten die Gäste eine Fünf-Tore-Führung heraus. Aber es folgte in den letzten fünf Minuten vor der Pause ein Durchhänger.

Danach wechselten die Führungen, aber mit zunehmender Dauer machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. „Wettbewerbsverzerrung“, ärgerte ich Klein über den Qualifikationsmarathon seines Teams. Und das wurde zum Schluss auch benachteiligt. Denn beim Stande von 41:40 soll Rosenbaum beim Ausgleich im Kreis gestanden haben. Und als zehn Sekunden vor dem Ende Mürköster umgerissen wurde, gab es keinen Siebenmeter.

HTV Sundwig/Westig - TB Wülfrath 35:39 (20:21). Nur einen Tag nach der Niederlage musste der HTV erneut ran. Und wieder war mehr drin. Doch abermals war es vor allem die Defensivleistung, die einem Erfolg im Wege stand. So viele Treffer konnte die durchaus ordentliche Offensivabteilung gar nicht erzielen, um die zahllosen Abwehrpatzer zu kompensieren. „Wir haben die Torerfolge unseres Gegners vielfach nur begleitet“, moserte Alfred Klein, der erneut von Hans-Peter Müller, dem Trainer der „Ersten“, unterstützt wurde. Zudem erwischten beide Schlussleute alles andere als einen Sahnetag. Ebenso wenig wie die Schiedsrichterinnen, die im Zweifelsfalle häufig für die Gäste entschieden. Spielentscheidend war das allerdings wohl weniger. Klein: „Der Sieg war verdient.“

Der HTV, der auch reichlich Pech hatte. lief nach dem 1:0 durch Rosenbaum in der Folge stets zum Teil deutlichen Rückständen hinterher (10:14). Aber ein energischer Schlussspurt durch die starken Rosenbaum und Frenzel brachte das 20:20 kurz vor dem Wechsel. Dass Wülfrath mit dem Schlusspfiff traf, war allerdings symptomatisch.

Doch nun lief es bei den Hausherren, weil die Deckung konsequenter zupackte. Mit fünf Treffern in Folge warf der HTV eine 25:22-Führung heraus (39.), beim 30:26 (46.) durfte vom Sieg geträumt werden. Aber dann hakte es im Offensivspiel - auch, weil Rosenbaum nach einem Kopftreffer wegen Nasenblutens eine längere Auszeit benötigte. Gepaart mit einer wieder schwächer werdenden Defensivarbeit gelang Wülfrath eine 7:1-Serie zur 33:31-Führung. Nur noch einmal glückte der Anschluss, dann setzte sich TB immer wieder auf drei Treffer ab. Kleins vergebener Siebenmeter und Wülfraths 37:34 trotz Unterzahl besiegelten die ärgerliche Niederlage für den HTV, der am Wochenende in Hamm und im Grohe Forum gegen Solingen antreten muss.

Michael Topp

Empfehlen
Lesen Sie auch
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
21.05.2012
08:11
HTV brachte sich durch Defensivfehler selbst um den Lohn
von onyx283 | #1

Das ist die "Strafe" dafür wie man bei Sundwig mit Menschen umgeht.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6676925/create

Fotos und Videos
RWE-WinterCup: Play-off-Finale
Bildgalerie
Hallenfußball
RWE-WinterCup: Vorweg-Cup
Bildgalerie
Hallenfußball
Dröschede - Langscheid 0:2
Bildgalerie
Westfalenliga
Aus dem Ressort
Eine insgesamt zufriedenstellende WM-Bilanz
Eishockey
„Man soll ja nie zufrieden sein, aber eigentlich war das ganz in Ordnung“, berichtete Michael Wolf nach seiner Rückkehr aus Helsinki. Mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft hatte der Roosters-Stürmer bei der Weltmeisterschaft in Finnland und Schweden Rang fünf in der Vorrundengruppe belegt...
Marko Friedrich verstärkt die Roosters übernächste Saison
Eishockey
Das ging fix. Nur einen Tag nach der Verpflichtung von Verteidiger Thomas Gödtel haben die Roosters einen weiteren Neuzugang präsentiert, allerdings erst für die Saison 2014/2015. Denn mit Marko Friedrich haben sie einen Perspektivspieler unter Vertrag genommen.