Highlight und Auszeichnung für Iserlohn
24.07.2011 | 19:56 Uhr 2011-07-24T19:56:00+0200
Iserlohn.(MT)Nachwuchs-Fußball der internationalen Spitzenklasse gab es am Samstag im Hemberg-Stadion zu sehen. Im Rahmen des Ruhr-Cups International, durchgeführt vom Deutschen Meister Borussia Dortmund, präsentierten sich acht U19-Teams.
In der Waldstadt fanden nach den Gruppenspielen vom Freitag und Samstagvormittag in Dortmund, Kamen und Holzwickede nun die Platzierungsspiele und die beiden Halbfinalpartien statt. Am Ende verfolgten nach offiziellen Angaben 1075 Zuschauer diese Partien über jeweils 2x20 Minuten. Das war bis dahin Bestwert im Vergleich der Spielorte. Allerdings: Verkauft wurden nur rund 600 Tickets. Und so waren nicht alle mit der Resonanz zufrieden. Weder Vize-Bürgermeister Michael Scheffler, noch Sportausschuss-Vorsitzender Dimitrios Axourgos oder Bernd Krehle, der Vorsitzende der TuS-Fußballer. Den Ferienbeginn, das Supercup-Finale der Profis zwischen Schalke und dem BVB sowie eine Übersättigung als Folge der Frauen-WM mutmaßte Krehle als Gründe. Ganz wesentlich sei aber wohl, dass zu wenig Werbung betrieben worden sei. Das war in der Tat ein großes Manko, ebenso die Zusammenarbeit mit den lokalen Medien. Axourgos: „Ich hätte mir 1500 bis 2000 Zuschauer gewünscht.“ Nils Fernholz, Vorstandsmitglied beim SSV Kalthof, wunderte sich auch: „Was soll man denn noch bieten?“
Doch ansonsten zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz, sportlich und organisatorisch. Und es ging ruhig zu. Die Befürchtungen, Hooligans aus Gelsenkirchen oder Dortmund könnten erscheinen, bestätigten sich nicht. Und so wirkte das Aufgebot an Polizei- und Sicherheitskräften leicht überdimensioniert.
Dimitrios Axourgos bilanzierte zufrieden: „Das war für Iserlohn eine Topveranstaltung und eine Auszeichnung.“ Und er hofft auf eine Wiederholung: „Es wurden Gespräche vereinbart.“ Auch Bernd Krehle würde sich eine erneute Berücksichtigung wünschen. Er dankte den Helfern im Verein, der einen hohen Personalaufwand hatte. Und er dankte der Stadt: „Sie hat viel getan, dass das Stadion in einem hervorragenden Zustand ist. Ich hoffe, dass dieses Engagement in Zukunft bedacht wird. Denn das war ein echtes Highlight.“
Dazu trugen auch die Sportler bei. Vor allem die beiden Halbfinalspiele sorgten mehrfach für Szenenapplaus der wegen des einsetzenden Regens komplett unter dem Tribünendach weilenden Fans. Das erste Halbfinale bestritten Benfica Lissabon und Werder Bremen. Die von Ex-Nationalspieler Mirko Votava betreuten Hanseaten setzten sich nach einem interessanten Duell gegen spielerische starke Portugiesen mit 1:0 durch. Den späten Treffer der konterstarken Norddeutschen erzielte Almpanis zwei Minuten vor dem Ende. Bei Benfica spielte mit Sancidino Silva der beste Spieler des Turniers, im Bremer Gehäuse stand mit Tom Neukam der bester Keeper.
Eine starke Vorstellung zeigte Borussia Dortmund mit den U17-Nationalspielern Wilmes, Günter und Ducksch im zweiten Vorschlussrundenspiel gegen den FC Porto beim 2:0 (1:0). Schon nach sieben Minuten traf Thomas Eisfeld zur Führung. Mit am Ende drei Treffern wurde der Borusse bester Turniertorschütze. Dortmund agierte weiter zielstrebig und ließ nur wenige Möglichkeiten der Portugiesen zu. Den verdienten Endstand markiere Demirbay nach 28 Minuten.
Im Finale tags darauf im Stadion Rote Erde musste sich der BVB allerdings Bremen mit 3:4 (2:2) nach Elfmeterschießen geschlagen geben, so dass der Ruhr-Cup an die Weser ging. Platz drei sicherte sich ebenfalls in Dortmund Benfica Lissabon durch ein 2:1 über den FC Porto.
Den Auftakt der Spiele am Hemberg, bei denen u. a. die heimischen Schiedsrichter Florian Steuer und Bastian Börner pfiffen, hatten Juventus Turin und Manchester City bestritten. Im Kampf um Platz sieben siegten die Briten mit 5:4 (1:1) nach Elfmeterschießen. Manchester erhielt zudem den Fairplay-Preis. Rang fünf ging an den FC Schalke 04, der sich ebenfalls im Elfmeterschießen mit 4:3 (1:1) gegen Bayern München durchsetzte. Nach dem Schalker 1:0 durch Harder glich Hürzeler aus, dann aber verschoss Wein den entscheidenden „Elfer“.
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