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Furioser Auftakt reichte nicht

20.02.2011 | 19:03 Uhr
Furioser Auftakt reichte nicht
SFO, SF Oestrich - Hombruch

Oestrich. Die Sportfreunde treten weiter auf der Stelle. Selbst gegen den Abstiegskandidaten Hombruch gab es nicht den ersehnten ersten Dreier in diesem Jahr, aber noch bleibt der Kontakt zur Spitze erhalten.


Fußball-Westfalenliga: SF Oestrich-Iserlohn - Hombrucher SV 1:1 (1:1). Die letzten drei Spiele gegen die Dortmunder hatte Oestrich für sich verbucht, und wer die ersten 20 Minuten in der Schledde verfolgte, durfte getrost von Sieg Nummer vier ausgehen. Endlich spielte die Mannschaft wieder so dynamisch und so zielstrebig wie in der Hinrunde, als sie bis auf Platz eins vorgestürmt war.

Fisnik Zejnullahu hatte die erste Großchance auf dem Fuß, als der nicht immer sicher wirkende HSV-Keeper Braun an alter Wirkungsstätte daneben griff. Aber der Pfosten und ein Abwehrbein verhinderten den Einschuss. Oestrich gab Gas, und die Gäste wurden von einer Verlegenheit in die andere gestürzt. Das 1:0 bahnte sich an, und es war nach zehn Minuten perfekt. Safet Tupella hatte aufgelegt, Nik Kunkel zog davon und schloss überlegt ab. Manuel Bock hätte wenig später nachlegen können, aber Braun konnte gerade noch klären. Hombruch lief nur hinterher - und durfte nach 19 Minuten völlig unverhofft ein Tor bejubeln.

Nach einem Einwurf gab es ein kollektives Missverständnis im Oestricher Strafraum, und El Moudni bugsierte den Ball über die Linie. Die passende Antwort hätte unmittelbar danach Bock geben können, doch er scheiterte erneut.

Ganz allmählich flaute der Oestricher Angriffswirbel ab, weil Hombruch besser gestaffelt stand, entschieden früher störte und auch Zweikämpfe gewann. So wurde ein Spiel, das so einseitig begonnen hatte, allmählich ausgeglichen, wenngleich der Gleichstand zur Pause den Gästen ohne Zweifel schmeichelte.

Im zweiten Durchgang zeigte Hombruch dann, welche Tugenden im Abstiegskampf gefragt sind. Viel Laufarbeit, Konsequenz in den Zweikämpfen und eine ordentliche Portion Härte. So schafften es die Gäste, den Sportfreunden mehr und mehr den Schneid abzukaufen. Die sorgten zwar noch einmal durch Kunkel (53.) für Gefahr, aber danach passierte außer reichlich Ballbesitz und weitgehender Spielkontrolle nur noch wenig. Hombruch konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und gelegentliche Nadelstiche in Richtung Oestricher Tor.

Und das langte, weil die Hausherren mehr und mehr den Faden verloren, sich in hitzigen Duellen aufrieben und sich über Schiedsrichterentscheidungen aufregten. Es gab keine zwingende Chance mehr, dieses Spiel, das so vielversprechend begonnen hatte, noch zu einem erfreulichen Ende zu führen.

Willy Schweer


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